Freitag, 9. September 2011

Luxus und Design Award – hier??

(Aus der Reihe: Luxus! Oder: Postkarten aus Afrika)

Sich mal auf die Seychellen träumen,… aber halt! Wir sind immer noch im afrikanischen Busch!

Die Safari-Veranstalter übertreiben manchmal ein bisschen mit dem Luxus. Ich konnte nicht widerstehen, diese Bilder mit euch zu teilen: Dieses Camp heißt Vumbura Plains und ist von den Architekten und Interieurdesigner Silvio Rech und Lesley Carstens gestaltet worden, die mit diesem Camp sogar einen Design Award gewonnen haben.

Da fragt man sich schon, ist das noch ein Zelt? Aber morgens um fünf, wenn man von einem Guide rufend geweckt wird, merkt man doch: ja! Zelt-Wände, eindeutig!

Und Hauptsache, der Elefant fühlt sich weiter zuhause…



Mittwoch, 7. September 2011

The winner is: English, but not the English

Englisch hat als verbindende Sprache der Welt gewonnen. Dennoch: die Welt eifert nicht (mehr) der perfekten Aussprache des britischen Englisch nach, jeder darf in seinem mittelmäßigen Landes-Akzent radebrechen wie er möchte. Das echte britische Englisch versteht sogar kaum jemand!

Noch vor 15 Jahren war es fast noch unentschieden, ob wir alle Französisch ("wegen EU und so“ – –) oder Englisch lernen sollten, wer besonders raffiniert war lernte beides.
Vor fünf Jahren noch dachten wir, wir müssten alle chinesisch sprechen, aber mittlerweile scheint es entschieden: wir müssen nicht Chinesisch lernen, wir müssen auch schon auf gar keinen Fall Französisch lernen, möglicherweise noch nicht einmal Spanisch (jedenfalls wenn wir nicht in Kalifornien leben)! Denn die Zeit hat uns überholt: Englisch ist das wahre Esperanto der Welt. (Glaubt ihr nicht? Der ultimative Beweis: selbst die großen französischen Firmen haben nachgegeben und haben auf Englisch als Geschäftssprache umgeschaltet.)

Aber wer hätte gedacht, dass wir nicht alle in London (noch besser: Oxford oder Cambridge) Sprach-Kurse belegen müssen? Die Welt scheint sich komfortabler Weise auch auf Folgendes geeinigt zu haben: wir müssen Englisch noch nicht einmal akzentfrei sprechen können! (Fragt unsere asiatischen Geschäftspartner, Osteuropäer oder Südamerikaner!)

Wo man es lustiger Weise am besten merkt? Ausgerechnet London ist das beste Beispiel dafür! In Hotels, in Geschäften, an den Theken in Cafés trifft man unter den Angestellten fast nie Briten an, sondern immer Ausländer, die genauso akzent-beschwert sprechen wie man selbst. Viele aus Osteuropa, aus Asien, aus verschiedenen Teilen Europas… es ist immer wieder spannend herauszufinden, wo der andere herkommt, jedenfalls: britisch hört sich das alles nicht an! Und sollte sich doch ein Engländer zwischendurch hinein verirren, so ist sein Akzent nur einer von vielen…

Dienstag, 6. September 2011

Blume, Bernhard

Beim Verlust mancher Persönlichkeiten möchte ich am liebsten einen Kanon-Salut abschießen, als Abschied und Dank. So auch diese Woche: Bernhard Blume lebt leider nicht mehr.

Zusammen mit seiner Frau Anna Blume war er einer der hervorragendsten Foto-Künstler (in dem Gebiet der so genannten inszenierten Fotografie), wobei die beiden meiner Meinung nach noch bekannter werden könnten.

Das Besondere? Häufig sehr große Foto-Reihen, in denen sie den spießigen Alltag als lustiges Chaos, die Wirklichkeit als Wahn zeigten (Wohnzimmer wurden ausdrücklich zu "Wahnzimmern“…). Alles ist ein bisschen wie ein Traum, Alltagsgegenstände bekommen ein geisterhaftes Eigenleben, das Unerwartete herrscht vor: Kartoffeln fliegen durch die Luft, Vasen wirbeln umher und die spießig aufgemachten Blumes mittendrin.

Und die Ausstellungsbesucher? Stehen vor den Bildern und lachen und lachen!!!

Montag, 5. September 2011

Sale-Etiquette

Gestern, also an einem Sonntag Nachmittag begann um 15:00 Uhr in einer Boutique ein Sale. Um 16:00 Uhr: Drei Stufen hinunter in den Keller, klein und stickig, zwei Kabinen, nur zwei kleine Räume. Es war die Hölle los (an einem Sonntag!)! (Ihr merkt: eine Boutique die sich lohnt).

Eine solche Sale-Erfahrung war für mich neu genauso wie die merkwürdigen Etikette-Fragen (ja, jetzt bewusst Deutsch geschrieben! Ich mag es nicht, deutsche und englische Begriffe in einem Ausdruck zu kombinieren, also: in der Überschrift Englisch, hier Deutsch), also die Etikette-Fragen die sich dort plötzlich stellten:

Darf man sein etwa achtjähriges (darüber ziemlich unglückliches) Kind dazu missbrauchen, immer wieder ziemlich lange in einer Schlange für die Mutter an zu stehen (vor den Umkleidekabinen, an der Kasse), während die Mutter weiter nach Schnäppchen jagt?

-Macht es Sinn, hochschwanger Kleider für den nächsten Sommer einzukaufen, obwohl man keine Ahnung haben kann ob und an welchen Stellen man nach der Geburt abnehmen wird?

-Muss man eine Umkleidekabine mit einer wildfremden Frau teilen, nur weil so viel los ist?

(Falls ihr euch wundert, wie gierig sich die Menschen dort aufführten: es gab nichts umsonst, aber Reduzierungen bis zu 80 %…)

Was meint ihr und – kennt ihr so etwas auch??

(Foto: Platinum Cards)