Freitag, 2. Dezember 2011

Ganz ohne St.Pauli

Auf der Sex-Meile von St.Pauli hat sich JanaBlog nicht niedergelassen!
Auch wenn man das meinen will: gestern der Beitrag über Burlesque-Künstlerinnen auf dem Weihnachtsmarkt und heute entdeckte ich dies:



Dies habe ich nicht auf St.Pauli gefunden, sondern in einem der bürgerlichsten, intellektuellsten Viertel Hamburgs, ja bestimmt sogar Deutschlands: dem beschaulichen Eppendorf!

Zu kaufen ist diese Erfüllung der anscheinend traditionell existierenden Träume von Meerjungfrauen (die besten: im letzten Karibik-Piraten-Film) und -Männer (noch in keinem Film gesehen) in Burg's Kaffeerösterei.

Für 24,95 € werden hier also Träume erfüllt, von denen wir noch gar nicht wussten, dass sie existieren (jedenfalls JanaBlog wusste es nicht).

Naja, teilweise wissen wir von den Träumen (erfolgreichstes Kostüm im Kölner Karneval: Krankenschwester):


 



Aber der wahre Weihnachts-Meerjungfrauen-Burlesque-St.Pauli-Traum ist hier zu sehen:



Pardon, ist hier zu sehen:





Ein schönes Advents-Wochenende wünsche ich euch!

Donnerstag, 1. Dezember 2011

Baum & Burlesque

(Aus der Reihe: Geschenkideen)



Diese Ohrringe entdeckte ich bei Accessorize und just am nächsten Tag sehe ich, dass eine Burlesque-Künstlerin auf dem Hamburger St. Pauli-Weihnachtsmarkt damit herumstolziert (leider nicht live, sondern in einem TV-Bericht. Sie läuft dort knapp bekleidet herum und man kann sich mit ihr in einem Foto-Automaten fotografieren lassen (die Fotos sind wirklich gut!)).

Was sonst tun mit solchen Ohrringen?
Achtjährigen Nichten zum Nikolaus schenken, Teenagern für den Gang auf den Weihnachtsmarkt?

Jedenfalls nichts für die Betriebs-Weihnachtsfeier!

Mittwoch, 30. November 2011

Essen

(Aus der Reihe: Postkarten aus Japan)

Nie mehr werde ich lachen, wenn ich japanische Reisegruppen unser Essen fotografieren sehe! Denn bereits im Flugzeug stellte ich fest: noch nie habe ich wirklich japanisch gegessen, und es ist alles so andersartig, von Geschmack, Aussehen aber auch ganz wichtig: Konsistenz, dass man jeden Bissen vorsichtig aufnimmt, betrachtet und rät, wie er wohl schmecken wird.
                  
Das Kunstwerk auf dem ersten Bild kann man auch essen, und es löst gleich ein Rätsel: es handelt sich um eine Süßigkeit, die zum Matcha-Tee gereicht wird (der pulvrige Tee, der bei Teezeremonien getrunken wird, manche von uns haben ihn schon getrunken, aber ihn sicher nicht lecker gefunden, denn: den darf man gar nicht allein trinken! Sondern erst in eine solche köstliche Süßigkeit beißen, und mit diesem Bissen einen Schluck Matcha kombinieren!).

Der grüne Tee durchdringt die japanische Gesellschaft vollständig, ich habe gar keinen Platz hier um alle die Grüne-Tee-Eis-Sorten,-Kuchen und sonstige Leckereien abzubilden. Der grüne Tee wird in fast jeder Gaststätte automatisch zum Willkommen gereicht, in Geschäften ebenso, man schließt mit geröstetem grünen Tee jedes Essen ab, er wird aus dem Automaten gezogen (ohne Kalorien), – ihr bekommt allmählich eine Vorstellung, nicht?

Die größte Überraschung bei alldem: etwa 90 % all dessen, was ich in Japan gekostet habe, war selbst für uns bei aller Fremdartigkeit unglaublich lecker! Und die Japaner haben auch noch zu meiner großen Freude Essen und Süßigkeiten entdeckt, die einen keinen Gramm zunehmen lassen (muss so sein: JanaBlog hat von früh bis spät nichts anderes gemacht als zu essen!)! Es stimmt außerdem: man fühlt sich besser mit japanischem Essen, es ist – ich mag das Wort eigentlich nicht, aber muss es hier leider anwenden –: bekömmlich.

Das Essen kommt gleichzeitig in vielen Schälchen auf den Tisch und man pickt sich gleichmäßig mundgerechte Stückchen mit den Stäbchen heraus (wer keine Stäbchen bedienen will oder kann, unbedingt eine Gabel aus Deutschland mitbringen!). Hier sieht man, wie man sich in manchen (zum Beispiel in Kaufhäusern befindlichen) Restaurants behelfen kann: draußen gibt es Plastik-Nachbildungen der Mahlzeiten, die man fotografieren kann und dann zum Bestellen der Bedienung im Restaurant zeigen kann.

Wunderschön: Jeder Gang, jedes Schälchen ist sorgfältig gewählt, zum Aussehen des Essens und zur Jahreszeit (das Blatt auf dem Teller ist echt, JanaBlog war schließlich im November da, also November-Teller!)

Regelrecht perfektionistisch sind die Japaner bezüglich ihres Essens. Die Qualität der Lebensmittel ist exzellent, man braucht wirklich keine Angst zu haben in diesem asiatischen Land jemals wegen Essens zu erkranken. Perfektionismus herrscht auch, wenn Japaner fremde Küchen übernehmen: aus irgendwelchen rätselhaften Gründen lieben Japaner (jedenfalls in Kyoto und Osaka) – – französische Pattisserien! In manchen Straßen gibt es geradezu eine Anhäufung dieser Läden und nirgends (naja, beinahe) habe ich so gute französische Croissants und westlichen Tee gekostet (und das, obwohl ich mittlerweile vollkommen süchtig nach grünem Tee geworden bin!)!!

Zum Foto mit dem Brunnen: Auf dem Markt werden kleine Glibber-Küchlein gekühlt, die man kaufen kann, die dann in einen kleinen Plastikbecher gefüllt werden und mit einem kleinen Löffel verspeist werden können.

Zum Schluss möchte ich euch nicht meine Lieblings-Süßigkeit aus Japan vorenthalten. Ich habe keine Ahnung wie sie heißt, es sind pappige kleine Bällchen, die man wohl nur in Kyoto bekommt und die nur frisch verzehrt werden dürfen. Es gibt sie in Weiß (Sojabohnenpaste), Rosa (keine Ahnung) und natürlich in meiner Lieblingsvariante, natürlich mit – grünem Tee!

Dienstag, 29. November 2011

Auch mal gute Nachrichten

Der Zivildienst lebt!
Der Bundesfreiwilligendienst (BFD), der seit Juli Nachfolger des abgeschafften Zivildienstes ist, freut sich über Zulauf. Viel mehr Menschen als gedacht melden sich, jede Woche erreichen das zuständige Bundesamt etwa 1000 neue Anmeldungen, so dass das von der Bundesregierung gesteckte Ziel, bis zum Jahr 2012 35.000 Freiwillige einsetzen zu können, vermutlich realisierbar sein wird.

Bevor ich anfange darüber nachzudenken und kritisch nachfrage, woran das liegt (ist unsere Jugend so unentschieden was ihre Zukunft angeht und machen sie es als Verlegenheitslösungen, oder sind sie wirklich so engagiert?), freue ich mich.


Freuen kann man sich auch darüber, wenn Zivilcourage und Engagement mit Humor daherkommt oder zumindest Originalität, wie in diesem Fall hier, in dem von der abgebildeten Organisation (http://www.aktion-zivilcourage.de/) Plakate und Aufkleber aus der rechten Szene überklebt werden.


(Fotos: Edgar Freecards und FAZ)

Montag, 28. November 2011

Adventskalender jetzt und für immer

Adventskalender basteln. Überraschend Viele finden dafür die Zeit, und zwar genau jetzt. Liebevoll die einzelnen Päckchen einpacken, sich 24 kleine Geschenke ausdenken, welch eine Hingabe, welcher Liebesbeweis!

Dabei kann man das alles viel leichter erledigen: Adventskalender ganz aktuell – von Sponge-Bob über Darth Vader bis zu Playmobil oder Adventskalender des jeweiligen Fussballvereins – gibt es in unübersehbarer Menge.

Manche fragen sich da natürlich, was das noch mit Weihnachten zu tun hat.

Aber meines Erachtens hätte man das schon beim aller ersten Adventskalender mit nicht-christlichen Symbolen fragen können, oder bei den ersten Schokolade-Adventskalender. In mir sträubt sich zwar alles, einen Krimi-Adventskalender zu verschenken, weil ich denke, dass der Adventskalender irgendwie etwas Weihnachtliches haben sollte, aber vermutlich wird jeder ganz nach seiner eigenen Art und Weise im Advent zum (Fußball-, Yedi-Ritter-, Märchenlandschafts-) Kind.

Und was ist das Wichtigste am Adventskalender? Natürlich, das Warten. Das Bewusstwerden der verstreichenden Zeit, der kostbaren paar Tage bis zum Fest, die kleine kindliche Vorfreude die man vor dem Öffnen des Päckchens oder des Fensterchens verspüren kann, egal wie alt man ist.

Für diejenigen, die nicht jedes Jahr völlig neue Päckchen basteln wollen und trotzdem einen feudalen Einzel-Geschenke-Kalender haben wollen, habe ich dies gefunden. Gesehen zwar bereits im September (!) in London, aber in Deutschland findet sich bestimmt etwas ähnliches – und es hält ewig!