Freitag, 15. April 2011

Wie voll ist dein Eimer?

Wer um euch herum ist ein Energieräuber, oder seid ihr es vielleicht sogar selber?
Letzthin sagte eine liebe Freundin, die mich länger nicht gesehen hatte, ganz erstaunt zu mir: „Das Treffen war ja schön, das kostete ja gar keine Energie sondern ich bekam welche!" Das schönste Kompliment, ohne Zweifel, aber: sollte das bei Begegnungen (zumindest mit Freunden!) nicht immer so sein?

Und da fiel mir dieses Buch in die Hände: die Eimer-Metapher soll besagen, dass jeder von uns wie so eine Art Gefäß ist in das man bei menschlichem Kontakt entweder mehr Energie einflößt oder eher Energie abschöpft. Das kennen wir doch sicher alle, dass man sich nach manchen Begegnungen völlig erschöpft fühlt. Oder immer wieder, bei gleichen Personen.
Das Buch “How full is your bucket?” von Tom Rath und Donald O. Clifton
(nicht nagelneu, aber aktuell) bestätigt durch (und das ist neu) wissenschaftliche Untersuchungen

-dass wir tatsächlich nachweisbar sehr viel produktiver und vor allem: gesünder sind, wenn wir Bestätigung und Energie von anderen bekommen
und
-lässt einen kurz anhalten und nachdenken: wer in meinem Leben kostet mich einfach nur Energie? (Das Buch sagt leider nichts dazu, wie man dies abstellt, da muss man wohl selber aufpassen…)
-dafür gibt es Ideen für die Frage: wie kann ich durch Kleinigkeiten anderen Energie geben?

Schon das Nachdenken darüber gab mir wieder Energie!

Mittwoch, 13. April 2011

Elektrische Zigarette - Cafés bald überfüllt?

Im Augenblick ist es ja mit dem Rauchverbot in Gaststätten ganz gut gelöst: die Raucher sitzen vor den Cafés, frieren im Winter (und im besonders frostigen Frühling, wie jetzt noch mancherorts) in Decken gehüllt, und drin gibt es für Nichtraucher umso mehr Plätze.

Sind diese goldenen Zeiten bald vorbei?
Es gibt nun elektrische Glimmstängel, die tabakfrei sind. Sie liefern Fluidum mit Aroma oder Nikotin für den Rauchenden. Die Dampfwölkchen, die dabei ausgestoßen werden, vergiften die Passiv-Raucher angeblich nicht (zur eventuellen Geruchs-Belästigung habe ich allerdings noch nichts erfahren).

Die Hauptsache: Nichtraucher werden nicht durch Rauch vergiftet. Damit ist das Argument, warum Rauchen in geschlossenen Räumen verboten sein sollte, ad acta gelegt, oder? Die elektrische Zigarette soll eigentlich für den entwöhnungswilligen Raucher gedacht sein, aber wer weiß? Werden diese „Raucher" in Restaurants und Cafés eingelassen? Werden wir bald in Cafés sitzen und die Tischnachbarn rauchen Plastik-Zigaretten?

(Foto-Ausschnitt: Edgar-Karten, Camel)

Dienstag, 12. April 2011

Fukushima, erstaunliches Bild aus Notunterkunft.

Ich weiß, ich weiß, dieses Foto ist von seiner Qualität her nicht gut genug für einen Blog, verzeiht mir, aber ich konnte einfach nicht widerstehen: es stammt aus der New York Times, ist einfach aus der Zeitung abfotografiert, und ich kann meine Augen einfach nicht davon wenden: es ist das bizarrste Fukushima-Foto, das ich gesehen habe und ist in einem der Aufnahmelager fotografiert worden.

Für mich symbolisiert es unter anderem das Aufeinandertreffen einer hochentwickelten, schicken Industrienation mit einer unsichtbaren, aber dennoch irgendwie menschengemachten und -messbaren Gefahr.
Ich denke dann: Ist das die Zukunft? Werden wir noch viel mehr solcher Bilder sehen? Und andererseits auch: welch ein Zeichen von Tapferkeit und Durchhaltevermögen der Frau, die diese Stiefeletten trägt! Hut ab vor ihrem unbedingten Willen das Leben so normal wie möglich weiterzuleben, auch in der Katastrophe und Unsicherheit Haltung zu bewahren.

Montag, 11. April 2011

Internet-Pause

Fragen, die man seine Leser immer schon mal fragen wollte (und die in diesen Tagen tatsächlich gefragt wurden): Bemalt ihr Ostereier? Gebt ihr euren Geräten Namen? Und das wichtigste: Macht ihr auch mal Internet-Pausen?

Ostereier: ein Drittel der Deutschen soll laut Umfrage von Bild am Sonntag Eier bunt anmalen, jedes Jahr. (Während nur 33 % der Westdeutschen dem Brauch folgen, sollen es in Ostdeutschland 38 % sein. Auch: Besserverdiener bemalen am häufigsten!) Ich? Zuletzt als Kind…
Namen für Dinge: Heute befragte Radio Energy seine Zuhörer, ob sie Geräten Namen geben. Die Mehrheit deren, wie sich meldete sagte: Ja! Von Fahrrad über Mikrowelle bis hin zum Computer! Ich? Nein, aber ich möchte nicht ausschließen dass ich auch mal auf meinen Computer einrede, wenn es nötig ist…
Internet-Pausen: Wissenschaftler versuchen wir immer wieder unser Medien-Verhalten zu beobachten, aber eine Meldung hat mich nun wirklich überrascht: Laut einer Umfrage des Verbandes Bitkom : 38 % der Befragten gab an, dass sie wegen genereller Informations-Überflutung regelmäßig internetfreie Tage einlegen.
Ja, hier kann ich tatsächlich sagen: ich versuche am Wochenende mehr als einen Tag Internet-frei zu machen (deshalb auch oft: kein Blog am Wochenende). Übrigens: Ich schalte dann auch häufig mein Handy aus, denn: (Bitte um Hinweise, falls ich technisch etwas übersehen habe, aber:) so sehr ich mich über jede einzelne Nachricht freue, nicht alle sind freizeitmäßig oder erfreulich, also wäre ein Abschalt-Knopf und eine Autoresponder-Funktion für sms doch auch mal nicht schlecht oder?