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Montag, 22. Februar 2016

Wieder Wörter




Ohne Buchstaben auf der Brust braucht ihr zur Zeit gar nicht aus dem Haus zu gehen!
Aber Achtung, die Sprüche sollten schon sehr gut sein.

Während schon vor Weihnachten ganz auf Verdacht und noch etwas undeutlich Meteorologisches kommentiert wurde, namentlich die Hoffnung auf Schnee,


H&M

ging es Anfang 2016 parallel in Läden und auf den Runways richtig los.

Da aber gute Sprüche gar nicht so leicht zu erfinden sind, wirkt so Manches eher lahm. Selbst bei den größten Designern:

Alexander Wang, 
Foto by Yannis Vlamos/Indigital.tv

Sobald man es nötig hat zu BETONEN, dass man zu den "strict girls" gehört, ist man doch schon nicht mehr wirklich strict, oder?

Genauso unnötig ist die Botschaft, dass man zur Jugend gehört:


Youth tribe
H&M

Schon besser ist da schon das "Unavailable" -Kleid von H&M. Es ist immerhin ein wenig ironisch wenn man bedenkt, wie sexy das Kleid geschnitten ist:

Unavailable
H&M



Etwas schüchtern kommt leider dieses H&M-Tshirt daher, das doch für die vielen Anti-Kohlenhydrat-Diät-Fans geradezu provokant sein dürfte:


Carbs
H&M


Richtig gut wird es erst, wenn etwas Feinsinn ins Spiel kommt:


Alexander Wang,
Foto by Yannis Vlamos/Indigital.tv

Oder wenn eine Frühstücks-Fernseh-Moderatorin (SAT1, 28.8.2015) den folgenden Spruch trägt:

TODAY
HAS BEEN
CANCELLED


Oder wenn das Wesentliche des Klamotten-Trägers beschrieben wird.

In Brooklyn, Williamsburg, sah JanaBlog gerade einen Hipster in seinen Vierzigern, der auf seiner Kapuzen-Jacke (unter seiner lässig offenen Winterjacke)
in großen goldenen Lettern folgende Aufschrift trug:


MASTER
BUILDER


Natürlich wäre es besonders eindrucksvoll, wenn er Tischler, Architekt oder zumindest Erbauer von Websites wäre.

JanaBlog ihrerseits würde natürlich ungern plump die Aufschrift  "JanaBlog" vor sich her tragen.

Eher schon:

MASTER
BLOGGER


Nein, noch besser (in silbernen Lettern, denn das steht ihr am besten):

MASTER
WRITER


Welches Sweatshirt würdet IHR gern tragen? Was wäre EURE Lieblings-Aufschrift?



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Dienstag, 27. Januar 2015

Destroyed, ganz brav.








So bringt man beide Trends unter:
 sorgfältig aufschneiden und dazu
Knie öffnen, gesehen bei Asos
Warum ihr diesen Trend SOFORT befolgen solltet weiter unten.

- Massakrieren, Verzeihung:
Destroyen (übersetzt: zerstören) muss man seine Jeans/Lederhose, nein noch anders:

Liebevoll und sorgfältig anscheiden, mit feinen Schnitten versehen.

Jetzt aber beschleunigt sich dieser Trend noch mal, denn:

Plötzlich, ein Januar-Samstag in Winterhude, Hamburg, kommen JanaBlog fast ausschließlich Damen entgegen, die waagrechte Schnitte in ihren Hosen trugen. Darunter blankes, immer wohlgebräuntes Bein.



Bei der zehnten innerhalb von 10 Minuten (!) (meistens deutlich über 25jährigen) hörte JanaBlog zu zählen auf.

Besonders auffallend war die Variante, in der direkt auf den Knien ein Loch so geschnitten wird, dass die Hose absolut regelmäßig, exakt zu 90Grad links hoch und rechts am oberen Rand des Knies angeschnitten wird, wobei das nun überflüssige Stoffstück nicht entfernt wird, sondern rechteckig frei herumbaumelt. Die wohlgebräunten Knie sind also frei, destroyed und doch ganz ordentlich rechteckig eingerahmt:




So neu ist dieser Trend dass JanaBlog nicht mal Bilder im Web davon gefunden hat, und nicht mal bei Asos kann man das kaufen.
Am nächsten dran ist die zweite Dame von links, aber in Hamburg eben absolut gerade und damit ordentlicher!!!:


Chosun.com


Was ist da los?

Haben sich alle an dem Morgen hingesetzt, wie so ein FlashMob, sich abgesprochen?
Ist es bei euch auch passiert?

Und: wird die Welt über die Deutschen (in Winterhude) lachen, weil es so ordentlich (und albern und zu bemüht) aussieht?? Weil das baumelnde Stoffstück aussieht als ob die Mädels mittendrin (alle im gleichen Moment) beim FlashMob festgestellt hätten, dass die Jeans untragbar kaputtgeht, wenn sie ihr ordentliches Quadrat weiter ausschneiden?

Oder setzen die deutschen Damen einen extra weltweiten Trend, wo doch im Moment alles Deutsche eifrig kopiert wird??


Genauso werden auch Lederhosen aufgeschlitzt,
gesehen bei Asos



Also, falls ihr dabei seid,

Wichtig bei diesem Trend:

- angeschnitten werden dürfen alle Farben, Klassiker sind aber natürlich Blue Jeans
- angeschnitten werden auch Lederhosen
- immer sind beide Seiten betroffen und vor allem:

Den Trend müsst ihr SOFORT befolgen!

Denn das Statussymbol sind nicht (nur) die Löcher, sondern

- dass man eine der ersten ist und also Trendsetterin,

- dass man sein gesund gebräuntes Bein zeigen kann

und

- wie cool und fit man ist, 
dass man auch bei der Januar-Schweinskälte keine Strumpfhose drunter trägt!!!!






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Freitag, 5. April 2013

Wohlfühlen wird überbewertet.




Solche Schuhe verführen zum Wohlfühlen,
aber versucht euch darin mal in einer brenzligen Situation
 ernsthaft durchzusetzen!
Céline Frühling 2013
Foto: Gianni Pucci/Indigtalteam.com
"Wenn es um Kleidung geht gilt für mich der Leitsatz: "Hauptsache ich fühle mich wohl darin"". 
Diesen Satz hört man vor allem in Deutschland oft, und nicht nur von Jeans-T-Shirt-Allwetterjacken-Trägern.

Sich unwohl fühlen in seinen Kleidern, oder besser: ein ganz klein wenig unbequem, kann aber sehr hilfreich sein!!!

Wir sorgen uns immer sehr um unsere Aussenwirkung, entweder weil wir passend angezogen sein wollen, oder uns im Gegenteil bestimmten Mode- oder Dresscode-Diktaten gerade nicht beugen wollen.

Kleider haben aber mindestens genauso viel Innen-Wirkung für ihre Träger! Und die kann man sich zunutze machen, sobald man von ihr weiß.


Natürlich sollen wir uns so wohl fühlen, dass wir uns gut bewegen können, nichts drückt und wehtut. Kleidung muss sitzen!

Aber Kleidung hilft uns auch, uns in genau den inneren Zustand zu versetzen, den wir gerade brauchen.
Wie wir mittlerweile wissen, können wir innere Zustände und Fähigkeiten durch entsprechende Körperhaltung auslösen. Das gilt nicht nur für die Klassiker "Wenn man deprimiert sein will, muss man nur vornübergebeugt da stehen und zum Boden blicken, wenn man kreativ sein will aufgerichtet vor sich nach oben schauen".

Oder habt ihr schon mal versucht, euch in einer verzwickten Situation in Ugg Boots eindrucksvoll durchzusetzen (statt nicht hilflos zickig zu wirken)? In passenden Schuhen, Highheels, Stiefeln oder zumindest Combat Boots steht ihr regelrecht ganz anders da: nicht zu entspannt, sondern hoch aufgerichtet, stark. Und schon kommt die innere Entschlossenheit ganz leicht und schon habt ihr es durch Kleidung viel einfacher!

Kleidung gibt unserem Unterbewusstsein aber gleichzeitig viele weitere subtile Signale.

Etwa bei einem Empfang im Abendkleid, bei einer Hochzeitseinladung oder gar als Braut: da geht es nicht in erster Linie ums "Wohlfühlen". Man trägt etwas zwar perfekt passendes(!), aber zugleich Ungewohntes, was leicht verschmutzen kann, in dem man nur in eleganter Haltung gut aussieht. Innen-Wirkung? Ihr fühlt euch als etwas Besonderes, ja Kostbares. Und die kleine Unbequemlichkeit der Kleidung erinnert euch ständig genau daran: Genieße diese Augenblicke, sei dir bewusst, dass du (wunderschön und) im Zentrum aller Aufmerksamkeit bist...

Besonders wichtig ist (neben der Außenwirkung) die Innen-Wirkung der Kleidung aber im Berufsleben. Wie anders fühlt es sich an in Jeans und Pulli (casual friday hin oder her) zum Gehaltsverhandlungsgespräch zum Chef ins Büro zu gehen, und wie anders im (durchaus Lieblings-)Anzug mit perfekten Schuhen?

Oder bei mündlichen Prüfungen: Natürlich hilft die Tatsache, dass ihr ernster genommen werdet in einem guten, nicht zu entspannten Outfit (nicht etwa wegen eures guten Kleider-Geschmacks, sondern weil ihr signalisiert: "Ich nehme diese Prüfung und diesen Prüfer ernst").
Das ein wenig ungewohnte Outfit hilft euch aber auch, innerlich und äußerlich klare Haltung zu zeigen. Es hält wach, signalisiert dem Unterbewusstsein "hier ist etwas außergewöhnliches im Gange, pass gut auf!" und mobilisiert das letzte Quäntchen, das man manchmal gut gebrauchen kann.

Achtung nebenbei: Mode ist hier nicht immer der beste Ratgeber!
Wie Marc Jacobs immer noch oder wieder* zeigt, ist der Pyjama-Trend noch nicht vorbei. Aber das passt eben nur, wenn‘s passt, siehe oben Ugg-Boot-Situation. Nur echte Fashion-Experten dürften ihr Unterbewusstsein erfolgreich davon überzeugen, dass der "Strassen-Pyjama" nicht Schläfrigkeit und Entspannung erlaubt. 

Im Pyjama auf die Straße? Mode ist nicht immer
der beste Ratgeber für das Unterbewusstsein
 des Trägers, denn: wie viel Energie bringt man schon
 im Schluffi-Outfit auf?
Marc Jacobs bei der Show Louis Vuitton
Herbst 2013 in Paris
 Foto: Yannis Vlamos/InDigitalteam/GoRunway.com
Und zu Hause, wo euch niemand sieht?

Jeder selbständige Freiberufler oder zu Hause bleibende Mutter wird euch bestätigen, welchen Unterschied es macht, was man zu Hause an hat: wie man gut oder schlecht man sich zusammenreißen und arbeiten kann, gar berufliche Telefonate führen kann, wenn man im Bademantel ist, und wie viel leichter es fällt, wenn man ein wenig unbequemes, "angezogenes" Outfit wählt. Mit jedem Stück Kleidung mehr das ihr anzieht und die ihr "Meine-Inhouse-Büro-Kleidung" nennen könnt, fällt es leichter in die Rolle des Konzentrierten, Kreativen, Business-mäßigen hineinzuschlüpfen - was auch immer ihr gerade braucht.

Das funktioniert auch in die entgegengesetzte Richtung. Zu Hause will man zwar auch nicht immer abschlaffen, aber ein Lieblings-Schluffi-Outfit hat sicher jeder irgendwie. Und durch Kleidung kann man (nicht nur als Home-Office-Arbeiter) auch zu Hause besser abschalten. Ganz ohne geographischen Pendler-Weg vom Büro nach Hause: einfach in ein entspanntes Outfit, oder gar in seine Lieblings-Schluffi-Kleidung schlüpfen! Da gehört sie auch hin, denn da will man ja auch nur noch – entspannen und sich wohl fühlen.

Aber auch hier gibt es Ausnahmen:
Ich kenne jemanden, der extra und absichtlich seine auf Parkett sehr rutschigen Filz-Hausschuhe nicht mit einer Gummisohle ausstatten lässt. JanaBlog hat es ausprobiert: Man ist sofort auf Glatteis höchster Rutsch-Stufe in diesen Schuhen!
Aber er sagt: Das ist gut, das hält mich aufmerksam. Um nicht hin zu fallen muss ich mich zentrieren, achtsam sein, wachsam bleiben!



Das Entscheidende also ist, ganz individuell: 
Was will ich in der Zeit, in der ich mein Outfit trage, eigentlich erreichen?

Und wie kann ich meine Kleidung dazu bringen, mich dabei zu unterstützen?



Wie macht ihr euch minikleine Unbequemlichkeit von Kleidung, oder überhaupt die Wahl eures Outfits für eure Stimmung zunutze?

Habt ihr Beispiele?






* Louis Vouitton Herbst 2013


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Donnerstag, 7. März 2013

Deutschland modisch vorneweg?







Die neue Revolution der Mode für Herbst 2013 braucht Deutschland nicht.

Haben wir längst!

Aber will sie jemand überhaupt? 




Dieser Hosenschnitt, diese Art Schuhe:
DER Trend.
Dries van Noten Herbst 2013
Foto: Yannis Vlamos/InDigitalteam/GoRunway.com

Männerkleidung für Frauen gemacht, das ist die Revolution für Herbst/Winter 2013. Nadelstreifen, weite Hosen, vernünftige Männerschuhe mit dicker Sohle.

Offiziell von Fachleuten zum Trend erklärt, denn wie abgesprochen, sich teilweise erstaunlich ähnelnd tauchte all dies zum Beispiel auf bei Comme des Garçons, Rochas, Dries van Noten, Stella McCartney,...


Nadelstreifen, wie gesagt, für Frauen.
Stella McCartney Herbst 2013
Foto: Yannis Vlamos/InDigitalteam/
GoRunway.com
In Deutschland, wo wir uns ohnehin scheuen uns weiblich zu kleiden und Higheels (bis auf Achtzehnjährige im Club) ein Fremdwort ist, wird es nichts neues sein. Die Hosen etwas weicher, mehr Nadelstreifen, sonst wie gehabt.

Anders im Rest der Welt natürlich: die im Job Higheel-pflichtigen New Yorkerinnen oder elegante Pariserinnen werden mit dieser Mode ein wenig durchatmen können, wenn sie sich denn trauen.

Aber wollen wir diese männliche Mode wirklich?

Denn interessant: auch Nicht-Deutsche Beobachter jubilierten emotional einer ganz anderen Richtung zu: der Kollektion von Céline*:

Röcke mit Pullover-verwandten festen Oberteilen. Bequem, stark genug um im Joballtag vieler Frauen die Trägerin zu stützen und Stärke zu signalisieren. Dabei ein wenig futuristisch auszusehen und doch weiblich zu wirken. 
Ein gutes Gefühl und endlich auch der Eindruck: Ja, wir sind im 21. Jahrhundert, die Zukunft ist da!



Futuristisch, weiblich, stark:
Céline Herbst 2013
Foto: Monica Feudi/FeudiGuanieri.com



(Seltsamerweise sind damit aber auch vierarmige Aliens in der Mode angekommen: Dass Comme des Garçons ausgefallene Ideen hat und Zusatz-Ärmel auf Jacketts verknotet und drapiert erwarten wir schon fast. 


Männerkleidung für Frauen, Alien-Ärmel inklusive
Comme des Garçons Herbst 2013
Foto: Yannis Vlamos/InDigitalteam/GoRunway.com


Dass es aber Céline auch tut (gleichzeitig!), 


Alien-Zusatz-Ärmel, angeblich um sich "wie umarmt"zu fühlen
Céline Herbst 2013
Foto: Monica Feudi/FeudiGuanieri.com

(Wunderbares Detail: die skeptisch blickende Dame rechts im Bild.)

…ist erstaunlich und sieht ein wenig - ZU futuristisch aus.

Nicht fürs Büro zu empfehlen, sondern nur für die absoluten Mode-Profis!)










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Samstag, 15. September 2012

September: Vogue!







916 Seiten hat diese Zeitschrift, wenn man es noch so bezeichnen kann: die jedes Jahr ersehnte Mode-Bibel, die September-Ausgabe der US Vogue, in der die Königin der Fashion-Welt, Anna Wintour (Chefin der US Vogue) uns erzählt, wie wir die Story der Mode dieses Jahr zu verstehen haben. Jedenfalls der Herbst-/Winter-Welt, wobei das Pendant der September-Ausgabe, nämlich das März-Heft, nicht annähernd die gleiche Bedeutung hat.

An dieses Heft in Deutschland heranzukommen gleicht einem Kampf, denn die Amerikaner erachten Deutschland anscheinend nicht als wichtiges Mode-Land (oder fördern zu sehr ihre regionalen Vogue-Redaktionen). Das Heft kommt alljährlich mit mehrwöchiger (! In der Mode eine Ewigkeit!) Verspätung. Nicht einmal ein Abo hilft! Deshalb lässt man sich in Listen eintragen, kreist um Bahnhofskioske, immer im der Angst, dieses Jahr ganz leer auszugehen*.

JanaBlog hat bereits einmal freundlicherweise und unglaublicherweise eine chinesische Vogue im Handgepäck direkt aus China mitgebracht bekommen. Diese aktuelle US Vogue nun hat auch die ganze Welt gesehen, wortwörtlich! (na ja, Afrika und Australien nicht, aber sonst alles:). Denn sie wurde für JanaBlog liebevoll in der Schweiz erworben, und reiste dann, alle 916 Seiten schwer, mit: In den USA gedruckt also, ab in die Schweiz, gekauft, dann nach China, nach Japan, und dann erst nach Deutschland.**

Über die Septemberausgabe der Vogue gibt es ja auch schon einen ganzen Kinofilm, nämlich "September Issue", auf DVD erhältlich. Hervorragend für alle, auch die sich nicht für Mode interessieren, sondern die sich inspirieren lassen wollen dadurch, dass sie die mit kreativsten Menschen unserer Zeit bei der Arbeit zu beobachten!




















*JanaBlog-Detektive entnehmen dem bestimmt, dass JanaBlog keine offizielle Teilnehmerin des Mode-Zirkus ist, die ein Exemplar von Berufs wegen zugeschickt bekommen würde.

**Dies also auch ein herzliches Dankeschön an die betreffenden Wohltäter!!








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Samstag, 8. September 2012

Knöpfe, Leder, sockenlos.






SO wird das Leder heute getragen!
Dies ist der angesagteste Schnitt und Farbe.
Foto: Tom Craig, aus US Vogue


Schnell die drei wichtigsten Mode-Trends für sofort, für Ladies und Gentlemen, bevor die Fashion Week-Berichte von der Frühlingmode schwärmen! Trends mit denen ihr euch ganz ohne Nachdenken als modisch up to date zeigen könnt:

Ladies:

1. Kauft etwas aus Leder.
Die Schwarze Bikerjacke ist ohnehin ein Muss und hoffentlich schon im Schrank.
Jetzt: ein Top, eine Veste, ein Kleid, ein Rock? Egal, Hauptsache aus sehr feinem, und am besten farbigen Leder!

JanaBlog meint: Achtung, lasst euch nicht zu Schnitten verführen, die euch nicht stehen, das ist in Leder noch riskanter als sonst, denn auch wenn die neuen Ledersorten unglaublich weich sind, und nichts mit dem früheren Leder zu tun haben: vor allem wenn die Klamotte nicht ein Vermögen kosten soll, wird sie nicht so fliessend fallen wie normaler Stoff.

Und es wird spannend sein zu beobachten, inwiefern sich dieser Trend durchsetzt, denn: Kleider aus Leder werden auf jeden Fall immer teurer sein als Stoff-Kleidung!


2. Kauft auffällige Knöpfe ein.
Und näht sie an alte Jacken, Mäntel, Blazer. Oder natürlich: kauft eine Jacke mit auffälligen Knöpfen. Man weiß nicht genau warum, aber es ist Trend. Beliebte Begründung: Einfluss der Serie Downton Abbey (http://janablog1.blogspot.de/2011/11/downton-abbey.html), der so viele Designer in dieser Saison beeinflusst haben soll.


Vorbildlich analysiert: Louis Vuitton
im Foto von Gianni Pucci/Gorunway.com


Der sicherste Weg: haltet euch an das Vorbild von Louis Vuitton (also Marc Jacobs) aus dem Bild.

Meine Herren,

euch erspare ich hier den Trend des Jumpsuit und gehe gleich zu dem Style über, den ihr jetzt noch in den letzten Spätsommertagen ausprobieren könnt, bevor ihr ihn dann im nächsten Frühling vielleicht geradezu tragen müsst:

- Schuhe ohne Socken tragen! -- Nein, nicht sommerliche Espandrillos oder Sneakers, sondern echte Büroschuhe!
Als Beweis, wie weit der Trend schon gediehen ist: Sid Mashburn macht es hier sehr schön vor, ein Mover and Shaker der Fashion Industrie (zwar,aber): kein Kreativer, sondern ganz klar ein Business-Man!


Sid Mashburn
Foto: Raymond McCrea for the New York Times


Unbequem sieht das aus, ich denke die Büroschuhe können ganz schön scheuern, deshalb Geheimtipp: auch für Männer gibt es (mittlerweile, eben wegen dieser Mode) "unsichtbare" Söckchen zu kaufen! 

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Montag, 16. April 2012

Shorts oder Nix

Foto: Sartorialist
Shorts als Abgrenzung zwischen Müttern und Töchtern. Das ist meine* Antwort auf eine vielfach an mich herangetragene Frage, nämlich:

Ist das jetzt Trend? Müssen jetzt Shorts sein? Und was ist das für eine Mode, wo es so aussieht als ob das Mädel komplett ihre Hose vergessen hätte, also nur Strumpfhose und Oberteil trägt??

Ja, spätestens in diesem Frühling ist es klar: Shorts ersetzen für junge Mädchen Hose, Jeans und sogar Leggings. Schon im Winter war es klar, jetzt bei den eisigen Vor-Frühlingstemperaturen werden die Shorts (oft: gnädiger weise) mit schwarzen Strumpfhosen getragen.

Und es gibt auch wirklich wunderschöne Varianten, elegant, leicht – dieses Foto aus New York zeigt, wie diese Mode gemeint ist! Gala, Modemagazine, Zeitungen sind alle voller Bilder der Stars in Shorts.

Und tatsächlich: Töchter haben es heutzutage sehr schwer, sich modisch von ihren Müttern abzugrenzen. Schaut euch doch um! Die Mütter eifern ihren Töchtern nach, und gehen in exakt dem gleichen Outfit wie ihre Töchter mit ihnen shoppen! Und da jede Generation ihre Abgrenzung braucht, sind das diesmal eben: Shorts.

Jetzt nur, kleine Haken:

-Wer es sich nicht leisten kann, sollte diese Mode auslassen, wie jung auch immer! Tut es aber leider nicht. (Charmanter weise ist im Internet praktisch kein Foto von denjenigen zu finden, die unsere Straßen zum Teil bevölkern und es sich nicht leisten können. Sehr nett vom Internet!)

-Mütter sollten es definitiv lassen! Was würdet ihr meinen, welche Altersgrenze es gibt? Ich habe bis jetzt kaum Bilder von Frauen über 30 in Shorts in Gala & Co. gesehen, aber vor allem gibt es bestimmt eine Schlankheits- und Cellulite -Grenze. Denn all diese schönen Bilder zeigen uns ja de facto Model-Maße-Frauen!


Foto: Sartorialist

-Diese Mode, einfach alles wegzulassen (hier auf dem Foto sehr schön demonstriert, und nur dank schöner Beine gerade noch so machbar (von vorne soll es ganz normal schön mit einer sichtbaren Shorts aussehen)) – aus meiner Sicht absolutes No Go. (In New York sah ich tatsächlich ab und zu die Variante Strick-Strumpfhose und oben ein Blazer. Shorts einfach weggelassen! Man war eher peinlich berührt und es muss unglaublich kalt gewesen sein. Aber Haupt-Sorge: Was blüht uns dann für den Sommer?)

Oder seht ihr das anders?
Seid ihr Fans?
Tragt ihr Shorts?
Tragt ihr oder eure Töchter "Nix"?






*Diese Einsicht kam nach Lektüre von Vogue US March 2012, Seite 422, von Sarah Mower


Freitag, 10. Februar 2012

Overknees – altbacken?

(Aus der Reihe: Postkarten aus Japan)


Sehr typischer japanischer Klamotten-Laden
Meine Lieben, die Fashion Weeks haben begonnen!

Das lässt vielleicht viele kalt, aber es ist ein guter Anlass sich noch schnell mit der japanischen Winter-Mode zu beschäftigen. Oder überhaupt mit Japans Mode.

JanaBlog hatte sich sehr gefreut, wir wissen alle, dass Japan ein an sich aufregendes Mode-Land ist.

Umso größer meine Überraschung: Die Japaner mögen keine – und schon keine klaren – Farben! Selbst die Designerklamotten sind abgetönt in dumpfen Tönen, das einzige: dumpfes, sehr dumpfes Orange ist erlaubt.
Also damit ihr mich richtig versteht, die Farben würde bei uns wirklich keiner tragen, aus unserer Sicht wirken die Läden sehr - altbacken.

Nicht altbacken wirken natürlich die herausgeputzten Minirock- Overkneestrümpfe ( sowieso absolutes Muss! Und Japanerinnen wohl die einzigen, die es sich wirklich leisten können) -Highheels - viel - Schminke- Girls, aber auch die: keine Farbe! Der gleiche (für uns altbackene) Alt-Braun-Schleier!


Welch ein Kontrast zur alten Mode aus Japan: Die alten Kimonos strahlten (und strahlen) vor Farbe!




 
Wer kann mir diesen Gegensatz erklären?