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Sonntag, 21. Dezember 2014

Weihnachten feiern?








Design: Coppenrath Verlag

Klingt dieser Spruch absurd angesichts der Welt-Lage?

Vielleicht.

Weihnachten feiern trotz schlechter Weltnachrichten dieses Jahres?

Unbedingt.

Es macht sehr viel Sinn den Traum von Weihnachten mit Schönheit und zu viel Gastlichkeit und liebevollen Geschenken und Besinnung und Familienzusammenkünften intensiv zu leben!
Denn bevor Friede und Liebe auf der Welt herrschen können müssen die Erdbewohner sich eine solche Welt überhaupt erst vorstellen können - und die Weihnachtszeit ist ein gutes Übungsfeld.
Kinder im Gazastreifen oder in Afghanistan und in und viel zu vielen anderen Ländern können sich bald überhaupt nicht mehr das Konzept einer friedlichen Gesellschaft ohne Bomben vorstellen. Wie sollen sie dann eines Tages eine solche Zukunft aufbauen?

Dort wo es geht, sollten wir also
Weihnachten als eine Art Utopie genießen, ja geradezu als eine besonders liebevolle Zeit trainieren. Nicht perfekt, aber klar mit dem Blick in die richtige Richtung. Denn wenn man sich die Menschen in Europa in der Weihnachtszeit anschaut, so sind sie nicht nur gestresst von den Vorbereitungen und zu viel Weihnachtsfeiern, sondern auch viel näher am Ideal einer liebevollen Gesellschaft als sonst.
Vielleicht kann es mal auch so sein: Den Samen dieser Vorstellung zu bewahren und eines Tages für alle andern (völlig unabhängig von irgendwelchen Religionen!) zur Verfügung stellen zu können, wie so eine Art Zeitkapsel.

Der Samen der Weihnachtsidee selbst jedenfalls scheint sich in alle Ecken der Welt zu verbreiten, besonders in Asien. Dementsprechend stammt der diesjährige

JanaBlog-Weihnachts-Gruß

aus Japan, das als nicht-christliches Land eigentlich bisher Weihnachten nicht kannte und nun eine ganz eigene Variante davon erfindet (http://janablog1.blogspot.de/2012/12/nicht-furby-xmas-sondern-liebe.html?m=1).
Aber auch bei der japanischen Variante steht die Liebe im Vordergrund. 

 
Diese Weihnachts-Dameist übrigens genau 7cm
 groß und sitzt auf dem Rand einer Tasse.












In diesem Sinne:

Frohe Weihnachten für euch alle!!

Und Merry Christmas oder noch besser: Happy Holidays für die ganze Welt.












Ähnliches von JanaBlog:


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Mittwoch, 26. November 2014

Hähnchen auf dem Kopf.









Dieser Weihnachtsbaum-Anhänger 
unterstreicht den heidnischen Ursprung 
des Weihnachtbaums und von Weihnachten allgemein.
Ein trans-religiöser Ansatz!
Gesehen bei House of Fitz
JanaBlog-Geschenke-Tipps:

- Drohnen schenken, das ist jetzt neu und danach nie wieder!
Die Zeit zwischen den Jahren dürfte allerdings surrend werden: über unseren Köpfen beim Weihnachts-Spaziergang wird es summen und krachen und die Frage ist nur: Wann fällt wem wieviel auf den Kopf? Vielleicht wird das der Startpunkt sein für die Einführung von Verkehrsregeln für Drohnen!*

- Kreuzflug. Nämlich für die obersten 0,5%: die Kreuzfahrt nicht per Schiff, sondern ein Kreuzflug im Privatjet!
Ja, gibt es, kostet mehrere zig Tausend Euro, aber hier sind alle willkommen und auch die Reichen haben so ihre Sorgen füreinander neue Geschenkideen zu finden, wo sie doch alles haben... Aber möglicherweise sogar für Rentner oder Erben sind die Privatjet-Kreuzfahrten interessant, deren Lebenstraum eine exklusive Weltreise an die ausgefallensten Orte der Welt ist!**

- Accessoires - immer sehr beliebt, beispielsweise von Accessorize. Aber Achtung: dies hier ist ein – ähm, Brat-Hähnchen-Hut, und mehr als überflüssig! 
Oder – für alles findet sich vermutlich ein Adressat: Vielleicht als Geschenk für einen großen Bruder im Teenageralter geeignet, der einen das ganze Jahr übergeärgert hat?



Ja, dies ist ein Hut/Mütze/…
Artikel gesehen bei Accessorize

- Obst in Gold und Silber ist etwas Besonderes. Ja, ihr seht richtig, Apfel, Birne oder sonstiges wird vom Gastgeber eingesprüht und anschließend schön angebermäßig und
passend zur gold-silbernen Einrichtung serviert.


Foto und Produkt: ProIdee

JanaBlog fragt:
Kann das funktionieren?
Sagt einem die Intuition bei diesem Bild nicht, "Lack & Co in der Nähe von Essen! Nix wie weg!"? 

Foto und Produkt: ProIdee

Funktionieren würde dagegen wohl dieses
- (lose auf den Tassenrand zu hängende) Weihnachtsmann-Figürchen, mit dem man jede öde Tasse oder sonstigen Behälter zu einer Weihnachts-Überraschung verwandeln kann:






Jedoch,

JanaBlog-Frage:
Wer weiß, ob und wo man dies außerhalb von Japan bekommt?***

Und wer hat weitere (gar brauchbare) Geschenke-Tipps?







Das Steuern einer Drohne hat es in sich!:
Und ja, wir wollen auch die Quadrokopter nicht vergessen...:
*** Auf dem japanischen Beipackzettel zu diesem Weihnachtsmann sind die einzigen nicht in japanischer Schrift verfassten Worte: "Made in China"!


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Dienstag, 5. November 2013

Schläuche Xpress

(Aus der Reihe: Endlich erfunden!)








Dieser Automat für Fahrradschläuche* steht in den österreichischen Bergen, bei einer Alm, in einem Gebiet das auf dem Auto-Navi als Wüste/Niemandsland/nicht-existent angezeigt wird.**  
Denn so machen wir's:
Entweder online virtuell oder ganz physisch vorort versorgen wir uns heute. Letzteres indem wir nicht weniger, sondern mehr Automaten für alle möglichen „Notfälle“ aufstellen.

Jetzt gilt es nur, auf der Fahrradtour genug Kleingeld in der Fahrradhose beulen zu haben, denn man braucht so einige Münzen:





(… Ist das eigentlich teuer?)

Das genaue Gegenteil von einem Fahr-notwendigen Automaten im Nirgends in der Natur sind die Elektronik-Waren-Automaten von Saturn, die auf Flughäfen*** bei den Gates aufgestellt sind. Sie stehen gewissermaßen im Epizentrum der Zivilisation, sind aber - wie es sich für einen echten Warenautomaten gehört - auch eine Notversorgung. Denn auf Flügen haben viele die verdeckte (und von JanaBlog durchaus geteilte) Panik, ohne Unterhaltung gelangweilt zu bleiben, falls etwas von den mitgebrachten Utensilien kaputt geht... :


Werbung für Saturn Xpress


Notfälle können aber auch hochgeistiger Natur sein, und so wartet JanaBlog immer noch auf die Buch-Automaten für Europa, die sie in Japan gesichtet hat (http://janablog1.blogspot.de/2013/06/schirm-charme-und-bucher.html):




(Ob diese Bücher allerdings hochgeistiger Natur sind, kann JanaBlog leider nicht beurteilen: "Book"-Aufschrift an der Außenseite, aber drin: Nur Japanisch!)

JanaBlog-Fragen:
Welche (neuen, NICHT-Süßigkeiten-Kondom-Zigaretten-Getränke-)Automaten habt ihr gesichtet?

Welche könnt ihr empfehlen?

Und welche haltet ihr für sinnvoll?

Und welche würdet ihr euch wünschen?





* Fahrrad-Schläuche-Automat der so gar nicht österreichischen, sondern bundesdeutschen Firma Schwalbe, http://www.schwalbe.com/de/
**http://janablog1.blogspot.de/2012/01/eine-heilige.html
***zum Beispiel Flughafen Hamburg und München
Und:
Welche Erfindungen sich JanaBlog - abgesehen von Warenautomaten -  wünschen würde: http://janablog1.blogspot.de/2013/09/erfinden-bitte.html

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Dienstag, 15. Oktober 2013

Halloween in Harajuku, pünktlich.




Hier vorbereiten auf eure kommende Halloweenparty!

Und: Darf die auch nach dem 31.10. stattfinden?






Verkleidungs-Fans, wo könnte man sich origineller inspirieren lassen als in Tokio, bei den verrückten (hier "Blut-beschmierten“ Harajuku-Girls (und ja, JanaBlog liebte den Song von Gwen Stefani!).

Letztes Halloween sah es in Harajuku so aus: Es war ein Mittwoch, die Schule war aus, im Hintergrund sieht man ein paar Mädchen in Schuluniformen.... und diese Mädels liebten es fotografiert zu werden.

Nicht fotografiert hat JanaBlog leider die Gewinnerin des Tages: Plötzlich tauchte in der Menge eine mit Schleier komplette, aber blutbeschmierte Braut auf, wie aus einem Horrorfilm, wie ein (Halloween)Traum...

Um zu ermessen, welch ein Unterschied es zu Normal ist: Gewöhnlich sehen die süßen Mädels (zumindest häufig) so aus:





Andere könnten egal ob Halloween oder nicht, als Inspiration für alltags oder abends dienen:





Was hat es übrigens mit den Rollköfferchen auf sich, die zu diesen Mädels wie ein angewachsenes Accessoire gehören?
JanaBlog kann nur mutmaßen: Da kommen die langweiligen Schuluniformen rein und die Schminksachen und natürlich: Shopping-Beute!!
(Wer mehr über den Inhalt der geheimnisvollen Reiseausrüstungen weiß, gerne melden).


Allerdings, es ist nicht alles exotisch in Japan, denn selbst die fernen Harajuku Girls feiern pünktlich und da gibt es aus gegebenem Anlass eine

JanaBlog-Frage:

Feiert ihr Halloween auch NACH dem 31.10.???


So in Hamburg.*

Aber ist das nicht wie Fasching/Karneval nach Aschermittwoch zu feiern?

(Uuups? Liebe JanaBlog-Leser aus dem Süden und Westen, ihr werdet es kaum glauben, aber: Auch das machen die (wenigen, die-überhaupt-feiern-)Hamburger unbekümmert!!!** )









* zum Beispiel: http://www.hamburg-tanzt.org

** Immer wieder, zum Beispiel mit ihrem Haupt-Faschings-Symptom: LiLaBe Party.http://www.maxivento.de/Hamburg/Termin/HAW-Hamburg/Lilabe-2013-Deutschlands-Schaerfste-Kostuemparty-477350.html
(Immer wieder nach Aschermittwoch, nur diesmal, für 2014, als ob sie sich besonnen hätten: noch während der Faschingssaison geplant!: http://www.lilabe.de)



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http://janablog1.blogspot.de/2013/04/wohlfuhlen-wird-uberbewertet.html
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Donnerstag, 26. September 2013

Oktoberfest wirklich überall!





Ihr verpasst diesmal das Oktoberfest in München?
Nicht verzagen, irgendwo auf der Welt findet mittlerweile dieser Exportschlager immer statt, wie es scheint.
In jeder deutschen Stadt sowieso, natürlich.
Aber auch weiter weg:





Dies war bereits letztes Jahr in Tokio, einige Wochen nachdem das echte Oktoberfest in München vorbei war, aber will es schon so genau nehmen!

Der Bär tobte noch nicht:





Aber das Angebot – (gibt es auf dem Oktoberfest tatsächlich Austern?) – war sehr sorgfältig ausgearbeitet und wie ich die Essens-verrückten Japaner kenne, schmecken diese deutschen Köstlichkeiten besser als an den meisten Stellen in Deutschland selbst:





Was definitiv anders ist als beim Oktoberfest ist die Aussicht. Dies seht ihr, wenn ihr euch von den Tischen abwendet und die voll verglaste Front genießt:






Denn dieses Oktoberfest findet hier, ganz oben, statt:








Habt ihr auch schon außerhalb von Deutschland Oktoberfest gefeiert?








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Dienstag, 17. September 2013

Erfinden, bitte!






Japaner lieben Reis. Ihn aus einer Tupperdose
zu essen, wäre wohl nicht stylisch genug,
und so kann man ihn sogar unterwegs essen,
 von Hand zum Mund sozusagen.
Lustig nur, dass in Japan eigentlich Tabu ist,
 auf der Strasse gehend etwas zu essen!***
Was fehlt euch auf dieser Welt?

Wünscht ihr euch auch Erfindungen, "erfindet" also Dinge, an die anscheinend noch keiner gedacht hat, oder die (noch) nicht realisierbar sind, oder die euch einfach nur nicht leicht zu finden sind?

JanaBlog ja. All dies hat sie sich als Wunsch ausgedacht und erst danach (!) festgestellt: Ist teilweise möglich, aber nicht so einfach zu finden.

Oder könnt ihr und sagen, wo man folgendes bekommt und ob es funktioniert?:


- Nicht verknotende Headsets fürs Handy

- Streifen-Test für koffeinhaltige Getränke

- Programmierbare Smse

- Einen Autoresponder für Sms



- Nicht verknotende Headsets fürs Handy. 

Nicht Jawbones und solche Blootooth-Sachen, die man nicht zugleich
für Musik
nehmen kann und die man auch aufladen muss und schonend behandeln. Sondern mir schwebt eher etwas vor, dass wie eine Antenne an den Uralt-Ziegelstein-Handys ausfahrbar war...


- Tragbaren Test für koffeinhaltige Getränke. 

Wie häufig habt ihr nachts wachgelegen, weil euch das Restaurant versichert hatte, der Espresso nach dem Essen sei koffeinfrei?
JanaBlog gibt Kaffee-Getränke abends nun auf, nachdem dies in einem sehr angesagten Lokal* sogar innerhalb einer halben Stunde bei mehreren Gästen hintereinander passierte.
Aber es gibt viele Gründe, warum man koffeinfrei bleiben will, Schwangere, Herz-Patienten und andere wären sicher auch froh!
Also: vielleicht so einen tragbaren Papier-Streifen-Test?
(Eine erste JanaBlog-(natürlich)-Google-Recherche ergab: technisch möglich, gab's, letzte Erwähnung von 2009???**)


Warum gibt's das bei uns noch nicht?
Leuchtende Werbe-Trucks - nicht nur Werbung,sondern
geheimnisvolle Lost-In-Translation-Atmosphäre verbreitend.
- Programmierbare Smse. 

Wart ihr auch schon mal weit weg im Urlaub und habt den Geburtstag eines lieben Freundes vergessen? Eine programmierte Geburtstags-Sms hätte das verhindert!



- Einen Autoresponder für Sms.

Denn auch wenn unterwegs (im Urlaub oder schlecht erreichbar), erreichen einen immer noch Smse, auf die man aber nicht reagieren will/kann.
Was macht ihr dann? Ignorieren? Selber Autoresponder-Sms basteln und einfach reinkopieren?



Würdet ihr diese Dinge ebenfalls nutzen?

Nutzt ihr sie bereits?

Wo habt ihr die besten Versionen her?

Oder sollten wir all die klugen Erfinder ansprechen, die zum Beispiel
im www.Erfinderladen-Berlin.de Wunderbar/liches verkaufen?

Oder kennt ihr gar Erfinder persönlich?


Und welche Erfindungen vermisst IHR?









*Warnhinweis mit Namen des Lokals auf Nachfrage
** Und nein, diese Jana ist nicht mit JanaBlog identisch! http://www.edelight.de/i/koffein-teststreifen-von-jana-edelight. Und ein Caffeine Test ist unter diesem Link nicht (mehr?) im Angebot..
Schön erklärt ist JanaBlogs Idee hier:
http://www.kaffee-blog-naturideen.de/2009/02/02/die-ersten-koffein-teststreifen-fuer-ihren-kaffee/



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Freitag, 23. August 2013

Geschenk? Hab ich schon.





Diese Löwin gibt ihr Geburtstagsgeschenk bestimmt nicht wieder her.
(Verzeiht die Fotoqualität, abfotografiert aus
dem Glaskasten/Fotos des Zoos Eberswalde).


Ihr schenkt etwas, was der Beschenkte schon hat - was tut ihr?

Macht ihr auch große Worte über "Ersatz" und dann verläuft es irgendwie im Sande?

Meist sagt man doch schon während des Schenkens: 
"Ich hoffe, du hast es noch nicht." 


Und dann: 
"Oh, dann gib es mir mit, dann bekommst du etwas anderes nachgeliefert".

Nehmt ihr es sofort zurück oder "vergesst" es auf der Party?
Wie häufig spendiert ihr wirklich ein Ersatz-Geschenk?
Schickt ihr es nach?

Bei einer Hochzeit? Vermutlich, ja unbedingt.
Aber bei einem simplen Geburtstag? Oder Weihnachten?

Denkt ihr fünf Minuten nach der Feier noch ernsthaft daran, ein neues Geschenk nachzuliefern?

Spricht euch jemals jemand wieder darauf an?

Wie häufig habt ihr es selbst als Beschenkte erlebt? Und erinnert euch noch daran?

Oder ganz anders:
Sollte das Geburtstagskind aus Rücksicht auf seine Gäste lügen und so tun, als ob es das Buch noch nicht hätte?
In einem Knigge des formvollendeten Gastgebers könnte so etwas stehen.
Andererseits wollen alle (zumindest in Deutschland), dass man ehrlich ist....
Aber irgendwie ist doch auch der Schenkende nicht schuld, dass der Feiernde den Gegenstand schon hat, oder???

Verwandte Situation:
Ihr seid eingeladen, und wenn ihr nicht kommt, scheint allgemein zu gelten: Ihr müsst nichts schenken.
Manchmal habt ihr aber vielleicht schon ein Geschenk besorgt. Ihr konntet nicht zur Party kommen, also – – behaltet ihr's, oder?
Oder schickt ihr es dem Geburtstagskind nach?

Vermutlich nicht.

Aber - wenn es dabei nicht gerade um reine Höflichkeits-Geschenke geht (die Weinflasche für den Nachbars-Geburtstag)- :
Wie passt das zu unserer populären Auffassung des "selbstlosen" liebevollen Geschenks?
Denn ist das nicht eine klare Austausch-Mentalität - also: Bewirtung auf Party gegen Geschenk?
Oder wenigstens:
Schenken nur befristet für wenige Stunden und sobald der Weihnachtsabend vorbei ist, liebevolle Geschenk-Gedanken vorbei?
Natürlich ist das völlig legitim und denkbar (In Japan beispielsweise ist die Austausch-Qualität von Geschenken das weitaus normalere, da scheint sich das individuelle, ohne Gegenleistung gedachte Geschenk erst jetzt zusätzlich zu verbreiten.).

Aber würden wir es auch ganz "offiziell" zugeben?


Habt ihr schon mal mit jemandem über nicht nachgelieferte Geschenke gesprochen?

Oder ist das eins der unauffälligen Tabus unseres Zusammenlebens?

Zumindest darüber dürfen wir aber vielleicht reden:

Was passiert nach dem großmütigen Satz (..." du bekommst es nachgeliefert....")
mit dem "falschen"/ohne Party ungeschenkten Geschenk?

Gebt ihr es im Laden zurück?

Schenkt es jemandem anderen?

Verkauft es auf eBay?

Vergammelt es in einem Regal wartend auf denjenigen, zu dem das Geschenk dereinst passen könnte, was natürlich nie passiert, weil das Geschenk selbstverständlich so persönlich ausgesucht ist, dass es nicht einfach übertragbar ist?


JanaBlog will allerdings gerne berichten, dass sie zwar selbst einen vermutlich blinden Fleck auf der Schenker-Seite hat, als Beschenkte aber tatsächlich (nicht immer, aber) wunderbare Geschenke nachgeliefert bekommt.
Und letzthin ist JanaBlog eine bezaubernde neue Variante des "Hab ich schon" passiert:

Nicht nur bekam sie zu einem Geburtstag genau ihre (schon vorhandene) derzeitige Lieblings-Musik und Lieblings-Buch geschenkt, sondern an einem Weihnachtsabend passierte es gleich zweimal(!!), dass sie exakt das gleiche schenkte (ein Spiel, ein Buch) wie ihr die Gegenseite(?)/Schenk-Partner(?) unter den Weihnachtsbaum legten. Und zwar diejenigen Titel, die man jeweils selber kannte und schätzte und einfach teilen wollte.
Das ist doch das schönste überhaupt. Welch ein Zeichen der Verbundenheit, dass man so ähnlichen Geschmack hat und den zu Beschenkenden so gut einschätzt, dass man so treffsicher das Richtige schenken konnte!

Da stellen sich die Fragen nach "Was tun mit dem schon vorhandenen Geschenk" plötzlich gar nicht mehr und man lacht gemeinsam und freut sich einfach!








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Samstag, 15. Juni 2013

Schirm, Charme und Bücher




Mögt ihr auch durchsichtige Schirme? Benutzt ihr noch Faxgeräte? Und würdet ihr etwas in einem Buch-Automaten in der U-Bahn kaufen?
Japaner sind mit das am meisten technologisch hochgerüstete Land der Welt, lange Zeit allen anderen voraus. Umso liebenswerter, wenn ausgerechnet sie an aus der Mode gekommenen Technologien hängen.
Wie dieser Regenschirm, bei uns auch aus den Achtziger Jahren bekannt.


JanaBlog-Frage: Warum verschwand er bei uns eigentlich wieder spurlos?
Ein durchsichtiger Schirm ist doch der beste Schirm der Welt! Denn: Trotz grauen Himmels macht man es sich unter dem Regenschirm nicht dunkler als nötig, wenigstens ist es hell!!!



(Wer sachdienliche Hinweise hat, bitte bei JanaBlog melden! Denn so ist es zwar ganz nett, da immerhin orange-glühend unter dem Schirm:





Aber so ist es viel netter!



Weiter, das Faxgerät. Ja, richtig gelesen!
Das Land, das mit diesen auf die Sekunde pünktlichen Shinkansen Zügen seit 50(!!!!!) Jahren herumfährt (also: seit 1964, als wir noch Zug-mäßig auf den Bäumen hingen (und bis heute nicht eine auch nur ähnliche Pünktlichkeit erreicht haben)),
also dies hier erfunden hat und selbstverständlich nutzt:


Plakat, in einem Bahnhof in Tokio gesehen.

Dasselbe Land mag sich nicht von seinen Faxgeräten trennen!
Noch 2012 wurden dort 1.7 Millionen neue Faxgeräte gekauft, und von Essensbestellungen bis zu Bankgeschäften wickeln die Japaner sehr gern weiter vieles per Fax ab. Nicht nur, weil die alternde Bevölkerung sich so sehr an ihr geliebtes Fax gewöhnt hat, sondern aus geradezu romantischen, charmanten Gründen: weil sie es lieben, handschriftliche persönliche Anmerkungen auf den Fax-Mitteilungen zu hinterlassen*.
Japanische Firmen versuchen bereits technische Lösungen anzubieten, mit denen die ältere Generation ihren Enkeln Faxe schicken kann, die bei den jungen Japanern automatisch als Anhang auf ihrem Smartphone ankommt.

Und schließlich Bücher: Wer hätte gedacht, dass man nicht nur Papier-Bücher(und nicht eBooks) lesende Japaner in der U-Bahn antrifft,
sondern sogar einen regelrechten Buch-Automaten auf dem Bahnsteig der U-Bahn vorfindet!



Auch hier romantisch charmant (und sehr typisch japanisch) rücksichtsvoll, 
allerdings ein wenig erratisch: Der Automat wurde auf Englisch beschriftet, die Bücher jedoch sind natürlich allesamt nur in japanischer Sprache zu haben …



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