Freitag, 18. November 2011

Diesmal erlaubt: Handschuhe schenken.

(Aus der Reihe: Endlich erfunden!)

Man beachte, das ist das erste Mal, dass dieses Jahr hier das Wort "Schenken" fällt! (Am Ende reden wir bald auch noch über Weihnachten – –)

Bei diesen beiden Schönheiten handelt es sich um Handschuhe des Typs North Face Etip Glove, mit denen ihr alle Geräte mit kapazitivem Touchscreen bedienen könnt (soweit der Fachausdruck), auf Deutsch: mit diesen Handschuhen könnt ihr auch iPhone, iPod, iPad, und alle anderen Touchscreen-Geräte bedienen, ohne die Handschuhe auszuziehen!

Und: Ja, diese Handschuhe hätte sogar JanaBlog gern (in S bitte). Denn alle Touchscreenbesitzer, egal welcher Marke, werden mich verstehen. Im Augenblick, bei der ersten Winter-Kälte heißt es: entweder telefonieren und dann nur um die Wette mit der Entwicklung von Eiszapfen an den Fingerkuppen, oder: nicht telefonieren,Simsen, Nachrichten diktieren oder gar mit SIRI sprechen. Nix! Was ist daran denn noch mobil?
Aber (zum Beispiel) mit dem North Face Etip Glove reiht sich die eiskalte Jahreszeit nahtlos ins normale Leben ein.

Warnhinweis: Nicht versuchen die North Face Etip Gloves denjenigen Männern zu schenken, die denken dass Handschuhe prinzipiell oberhalb von minus 15 Grad unmännlich sind!… Obwohl, das könnte sich bei den eiskalten Touchscreens auch ändern.....

(Foto: Hersteller)

Mittwoch, 16. November 2011

Das stressige Schneiderlein

Schneiderbesuche vor sich hin schieben. Kennt ihr das auch?

Aber warum? Weil man zu faul ist die Kleider dorthin zu schleppen? Den Umstand des sich Umkleidens zu aufwändig findet?

Nein, es ist der Stress dort!
Jeder kennt das: wenn man nicht gerade eine sehr dicke Haut hat, ist man in einer unangenehmen Hektik-Situation. Der Schneider fühlt sich eigentlich vom Kunden gestört. Denn eigentlich müsste er seine vielen Aufträge abarbeiten, und muss nun seine Arbeit unterbrechen.

Jetzt ein Problem: Der Kunde muss sich umziehen. Keiner weiß genau, wie lange er dafür braucht, so kann der Schneider nichts Brauchbares machen sondern nur herumstehen und irgendwelche Pseudo-Tätigkeiten suchen, bis der Kunde endlich aus seiner Umkleidekabine auftaucht. Gott bewahre, dass man mehrere weitere Kleidungsstücke hat und diese Prozedur wiederholen muss! Der Kunde fühlt sich in seiner Kabine (wenn man das Glück hat und eine Art Umkleidekabine vorhanden ist!) sowieso beengt und hat durch die geradezu spürbare Ungeduld des Schneiders dazu immer das Gefühl irgendwie zu stören.

Noch schlimmer: Ein weiterer Kunde betritt den Laden! Der ist natürlich vollkommen entgeistert, dass ein Kunde vor ihm da ist und die Kabine besetzt ist.
Jetzt schon wieder das Phänomen: letzthin schlug eine Kundin im aggressiven Ton vor, sie könne sich ja in meiner (winzigen, vollkommen mit meinen persönlichen Sachen zugestellten) Kabine umziehen, während der Schneider bei mir Maß nimmt!! Was ist das nur mit den Frauen, die nicht abwarten können und unbedingt in fremde Kabinen wollen? (Vergleiche Post Sale-Etiquette vom 5.9.2011). Das muss einfach an dieser Krankheit Sofortness liegen (vergleiche Post Sofortness vom 22.9.2011)

 (Wollt ihr eine charmante Ausrede für diese Situation hören? Genau dies nämlich: das ist einfach zu vorgestellt, das ist nicht zumutbar für die Kundin… hach!)

Mein Mittel? Während des Umkleidens tief atmen und wie ein Mantra vor sich hin rezitieren (im Geiste!): Ich bin der Kunde, ich bin der Kunde, ich bin der Kunde, ich bin der Kunde (ich bin der König, ich bin die Königin!).

Montag, 14. November 2011

Schön und berühmt

(Letzte Postkarte aus Afrika!)


Die schönste und berühmteste Leopardin Afrikas. Sie hat sogar schon einen Emmy gewonnen!

Ohne sie wäre kein Besuch von Botswana vollständig, so sagt man. Das kam so:
Die beiden mehrfachem Emmy-Preis-Träger, Tierfilmer der Sonderklasse, nämlich das Ehepaar Jouberts wollten einen Film über Leoparden drehen. Sie hatten Riesenglück, und lernten diese Leopardin kennen, als sie noch gerade ein paar Tage alt war. Sie hatten wieder Glück, sie überlebte nicht nur sondern entwickelte sich tatsächlich zu schönsten Leopardin des Landes. Sie drehten einen Film über sie, ganz insbesondere über ihre Eigenheiten wie die, mit bewundernswertem Gleichgewichtssinn Eichhörnchen in Bäumen zu jagen und vor allem: zu er-jagen. (Die Feindschaft von Leoparden und Eichhörnchen ist durchaus nachvollziehbar, denn wenn ein Eichhörnchen einen Leoparden entdeckt, schreit es stundenlang vollkommen hysterisch herum, so dass die ganze Umgebung gewarnt ist. Das wiederum nervt den Leoparden, klar).

Sie bekam den Namen Legadema (Aussprache unbeschreiblich), was soviel heißt wie Licht vom Himmel oder: Blitz. Weil sie einmal, als sie klein war, Schutz vor einem Blitzschlag unter dem Auto der Jouberts gesucht hat und dies fortan ein beliebter Rückzugsort für sie wurde.

Also wurde sie gern schön berühmt. Pech für die Guides! Denn nun erwartet jeder Gast der ins Mombo-Camp kommt, dass er selbstverständlich die Emmy-Trägerin Legadema zu sehen bekommt. Pain in the head, so nannte sie bereits ein Guide, denn die Gäste machen ganz schön Druck. Und Legadema ist natürlich nicht immer in der Gegend und vor allem – wie man auf diesem Foto sieht, wo wir den Leoparden ja immerhin schon gefunden haben –, sind Leoparden normalerweise einfach vollkommen unsichtbar.

JanaBlog hatte riesiges Glück und durfte über die Jahre Legadema immer wieder treffen, so auch diesmal: einen halben Tag mit ihr verbringen, schauen wie sich ein Leopard durch die Gegend bewegt, immer wieder in inneren Jagd-Modus geht und dann doch aufgibt, auf einen Baum klettert und dann einen besseren Baum sucht weil der Ast gerade unbequem ist, und schließlich wieder versuchsweise in Jagd-Modus – und dann – –.

Als ich ins Camp zurück kam und berichtete, Legadema gesehen zu haben und sogar einen Jagderfolg von ihr beobachtet zu haben, ließ ich die Manager und Guides im Camp raten, was sie wohl gejagt hat. Niemand erriet es. Tatsächlich, es war ein – Eichhörnchen! (Sie sah nach dem genüsslichen Verspeisen ihrer Beute unglaublich stolz und zufrieden aus, das kann man tatsächlich auch beim Leoparden sehen!)

Bisher hat Legadema leider nur zwei Töchter durchgebracht, diese Tochter auf dem Foto hat es in einem Gebiet, in dem es immer mehr Löwen und Hyänen gibt, leider nicht geschafft. Aber immerhin konnte sie bisher einer ihrer zwei überlebenden Töchter das Eichhörnchen- Jagen beibringen, so dass diese neue Kunstfertigkeit vielleicht einmal zum Standardrepertoire aller Leoparden gehören wird!

Leute, alles ist nicht ganz so rosig wie sich das hier anhört, und ohne irgendwelche Aufrufe zu tätigen muss ich doch auch erwähnen, dass alleine in den wenigen Jahren, in denen die Jouberts filmten (2003-2009), an die 12.000 Leoparden vollkommen legal aus Spaß erlegt wurden. Und dass ihre Zahl genauso wie die Zahl der Löwen immer weiter abnimmt, trotz außergewöhnlich guter Bedingungen in Botswana.

Die Jouberts schätzen in ihrem zum Film gehörigen Buch, dass es in 15 Jahren möglicherweise keine Löwen mehr geben wird, in spätestens 20 Jahren auch kein Leopard mehr da sein wird.

Der Hauptgrund: Der Mensch scheint noch nicht einmal für die letzten ihrer Art ein bisschen der Erde zu erübrigen,

also einige wenige Lebensräume für diese wunderschönen Tiere zu reservieren.

Die Naturschutzorganisationen sind da.

Genauso wie der fantastische mit einem Emmy ausgezeichnete Film, den jeder kaufen kann: „Eye of the Leopard“, von Beverly und Dereck Joubert.

(Und wer den Weg von Legadema weiterverfolgen will, einfach googeln: Mombo Newsletter. Viel Spaß!)