Freitag, 30. September 2011

Ich, Provinz?



Keine Karte könnte so weit von der Philosophie von JanaBlog entfernt sein wie die erste Postkarte. Wo ich sie gesehen habe? In Berlin, in einem der hippen Cooler-Tourist-im-Prenzlauer-Berg-Souvenir-Laden (eine ganz eigene Art von Läden).

Ein paar Tage später in Hamburg ein gänzlich anderer Ansatz (ein Schlüsselanhänger):

 

 

Donnerstag, 29. September 2011

Goldenes Gässchen


Diese Lesezeichen habe ich in einem der zauberhaften kleinen Häuschen (jetzt ein Shop, aber sehr geschmackvoll) im Goldenen Gässchen auf der Prager Burg entdeckt.

Das Gässchen ist gerade neu renoviert, aber immer noch geheimnisvoll. Umwoben von Sagen, zum Beispiel dass es deshalb golden heißt weil dort Alchimisten Gold herstellen wollten, war es in Wirklichkeit das Gässchen wo die Goldschmiede wohnten. Im letzten Jahrhundert bewohnten das goldene Gässchen eine Zeit lang auch berühmte Künstler, zum Beispiel Franz Kafka zog sich dort hin zum Schreiben zurück...

Mittwoch, 28. September 2011

Glückliche Hamburger im Burnout?


Laut der ersten Glücksstudie der Republik* sind die Deutschen zurzeit so glücklich wie in den vergangenen zehn Jahren nicht mehr, und im Glücks-Ranking schafft es Hamburg auf den ersten Platz. Gründe: das mit Abstand höchste pro Kopf Einkommen und eine überdurchschnittlich hohe Gesundheit.

Zugleich hält Hamburg bundesweit den traurigen Rekord bei den psychischen Erkrankungen am Arbeitsplatz**.

In Hamburg warten die Patienten im Durchschnitt (im Durchschnitt!) 8,4 Wochen auf ein erstes diagnostisches Gespräch***.

Jeder fünfte Arbeitnehmer ist gefährdet, einen Burnout zu erleiden.

Hamburg, die Stadt der Extreme?

Eins steht fest: wenn der Burnout (fast) da ist, brauchen nicht nur die Hamburger sehr schnelle Hilfe. Therapeuten sind nicht erreichbar, aber einfach reden hilft meistens auch nicht, da man jemanden braucht, mit dem man konkrete Schritte erarbeiten kann, o.k., ich sage es einfach, einen Coach zum Beispiel.

Aber für diejenigen, die noch zu scheu sind für Coaching oder Therapie bietet sich eine weitere Möglichkeit, und zwar (für Bezahlung) einen Zuhörer zu bekommen, der sogar nach Hause kommt.…



*Deutsche Post auf Basis des SOEP 2000-2009, Institut für Demoskopie Allensbach 2011
**Geschäftsführer der Psychotherapeutenkammer
***Alarmbrief der Hamburger Psychotherapeuten an Bundestagsabgeordnete aller Parteien

(Foto: Blond von Corbis/Roberts, Skowronski  Koch Verlag)

Dienstag, 27. September 2011

Müll bei Tim Raue

(Aus der Reihe : Womit wir uns umgeben)



Tim Raue ist einer der besten, wenn nicht zurzeit der eine beste Sternekoch Deutschlands. Aber in seinem Restaurant hängt Müll, und das stört mich.
Also, nicht etwa schlechte Kunst sondern wirklich Müll – ein riesiges Gemälde mit Mülltüten*.
Und ich denke, Möbel, Gegenstände und ganz besonders Bilder die uns umgeben haben einen starken Einfluss auf uns, ganz unbewusst.

Ganz bewusst beeinflusste das Bild zumindest mich. Denn das Bild ist so gut, dass man die Mülltüten geradezu riechen kann! Aber will ich das, wenn ich gerade dabei bin die spannendsten und neuesten asiatischen Kreationen des Meisters zu genießen?

Ich weiß, Tim Raue hat das Bild ganz sicher ganz bewusst hin hängen lassen. Denn seine Marke lebt (sehr glaubwürdig) von seiner harschen Herkunft, über die er in vielen Interviews und in seinem Buch** spricht. Ihm ist das Edle, Elegante der High End-Restaurants nicht geheuer.
Vermutlich deshalb lässt er beispielsweise auch besonders betonen, dass er aus dem noblen Adlon Hotel nach Kreuzberg gezogen sei. Da hatte ich mir vorgestellt, so richtig auf dem Kiez, welch ein reizvoller Kontrast zu einem Edel-Restaurant!
Aber weit gefehlt! Die nüchternen Restaurant-Räume von Tim Raue befinden sich ganz am quasi rechnerischen Anfang von Kreuzberg, also de facto fast auf dem hinreichend edlen Gendarmen-Markt, Touristenbusse fahren vorbei und schauen ins Restaurant hinab.

All diese Widersprüche können cool und witzig wirken, aber die Mülltüten? Unser Gehirn funktioniert nun einmal so, dass es Erfahrungen verbindet wenn es sie gleichzeitig erlebt. Warum den Geruch von übel riechendem Müll gleichzeitig mit Köstlichkeiten auf dem Teller beim Gast heraufbeschwören? Das beeinträchtigt doch seinen Genuss und damit letztlich den Erfolg des Restaurants, oder? Oder gilt: nur die Harten kommen in den Garten?

Beobachtet ihr manchmal auch so etwas?

Ich bin da jedenfalls nicht so hart und während ich die spannenden Kreationen von Tim Raue kostete tat ich, was wir im Leben tatsächlich so häufig tun, nämlich – wie Thies Stahl, ein bekannter Therapeut zu sagen pflegt – "halluzinierte mir das Bild weg", oder schaute wenigstens daran vorbei…




*Von Harald Herrmann: "Italienisches Stillleben“
**Tim Raue: “Ich weiß, was Hunger ist (Von der Straßengang in die Sterneküche)“

(Foto: Website Tim Raue)

Montag, 26. September 2011

Killer-Augen

(Aus der Reihe: Werbung, die uns umgibt)





Ich jedenfalls wusste nicht, was ich mit der Aneinanderreihung dieser Wörter anfangen sollte. Da haben sich aber ein paar Werber wirklich besonders viel Mühe gegeben!

Es kommt noch besser:… Stilletos?

Es hört sich ein bisschen so an, als ob die Autoren wollten, dass unsere Augen im Endeffekt nicht nur gefährlich, sondern geradezu gruselig aussehen: