Freitag, 16. September 2011

1 Million Blog-Kommentare

Wichtig!: Vorab hilfreich Technisches für euch!

Vielleicht habt ihr bemerkt, dass in letzter Zeit tatsächlich mehr Kommentare auf meinem Blog zu finden sind, und ich freue mich natürlich sehr darüber!
Denn: Immer wieder hörte ich, dass die Kommentar-Funktion meines Blogs nicht funktioniere oder nur sehr schwierig über eine Anmeldung bei einem Google-Account möglich sei. Dieser Eindruck liegt aber nur an der grafischen Darstellung (der Google-Blog-Plattform, auf die ich leider keinen Einfluss habe!). Denn, aufgepasst! Falls ihr keines der angebotenen Profile wählen wollt, ruhig es sich ganz leicht machen!!:

Einfach das Wort „Kommentar" anklicken, und jetzt Achtung: bei „Profile wählen“ einfach so weit hinunter scrollen, bis „Anonym“ auftaucht!! Auf die Art und Weise müsst ihr überhaupt nichts eingeben, keine Mail-Adresse, nichts weiter!

Der Trick ist also, Profile wählen, dann hinunter scrollen, „Anonym“ wählen!

Immer wieder höre ich auch, dass meine Leser etwas befangen sind, weil ihnen kein Kommentar einfällt oder sie schlicht und einfach (verständlicherweise) keine Zeit zum Kommentieren haben.
Genau für euch ist dieser Post gedacht!
Ich möchte mich bei euch einfach zwischendurch bedanken für die wundervollen Reaktionen auf meinen Blog, die zwar nicht immer einzeln auf dem Blog sichtbar sind aber mir mündlich, per E-Mail, SMS oder Facebook zugekommen sind.

Und eins ist klar: die allermeisten (unpolitischen) Blogs werden ohne Kommentare gelesen, selbst die professionellen Blogger zählen meistens keine oder sehr wenige Kommentare!

Und alles ist relativ: zum Beispiel: Wie vielleicht noch einige meiner Freunde nicht wissen bin ich seit einiger Zeit Fashion-Fan und verfolge gelegentlich einen der Top-Blogs (in denen Menschen von der Straße, die interessant gekleidet sind, fotografiert werden): Sartorialist (www.thesartorialist.com), der in der Regel so etwa 40-100 Kommentare pro Bild erreicht. Eine absolute Ausnahme: am 31. März 2011 wurde ein absoluter Rekord von Kommentaren beim Sartorialist eingestellt, aber nicht aus erfreulichen Grund: über 1700 Kommentare weil er eine Frau auf einem Foto kurvig und „Bigger Girl" bezeichnet hatte, obwohl man auf dem  Bild (vergleiche Foto) nicht erkennen konnte, dass sie auch nur eine Kurve mehr hätte als eine ziemlich schlanke Frau. Es brach also ein Sturm der Entrüstung los, weil alle zu Recht (allerdings zum 1000. Mal und vermutlich vergeblich) darauf hinwiesen, dass die Modewelt immer nur extrem dünne Menschen zeigt und diese Frau einfach nur vollkommen normal schlank aussieht.

Über diese 1700 Kommentare können allerdings andere nur lachen: zum Beispiel die Chinesen. In China erreicht man mit politischen Blogs bis zu 1 Million Kommentare. Wissenschaftler, die sich mit der Blogosphäre in China beschäftigen, würdigen einen Blog unter fünfstelliger Zahl von Kommentaren pro Post (!) keines Blickes!

So weit wird es bei mir vermutlich nicht kommen, aber achtet mal auf meinen Kommentar-Knopf, da sieht man, dass tatsächlich schon beim Lesen bereits manchmal Kommentare vorhanden sind, auch bei älteren Posts – viel Spaß dabei!

Donnerstag, 15. September 2011

Aschenbecher im A 380?

(Aus der Reihe: Wunder(n) im Alltag)

Naja, Alltag ist es immer noch nicht mit dem Airbus 380 zu fliegen, aber sehr angenehm. Man glaubt zwar kaum, dass sich dieser dicke, wirklich ungewohnt große Vogel jemals von der Startbahn in die Lüfte erheben könnte, aber er tut es, und das besonders leise.

Eins verstehe ich aber nicht: es herrscht doch absolutes Rauchverbot im Flugzeug, und erst recht auf den Toiletten. Das wird mit Zeichen auch ziemlich deutlich gemacht.

Wozu bitteschön braucht man dann einen Aschenbecher auf der Toilette???


(Auf der Außenseite der Toiletten-Tür gibt es übrigens noch so einen!)





Mittwoch, 14. September 2011

PostSecret

Jeder hat Geheimnisse, die er mit sich herum trägt. Jetzt kann sie jeder los werden, per ganz normaler Postkarte (die dann auf der Website auftaucht) per Twitter, oder seit neuestem: per iPhone-App PostSecret*!

Jeder kann vollständig anonym eine Postkarte oder per iPhone-App einfach einen Text oder ein Foto mit darauf geschriebener Nachricht verschicken, die Ergebnisse sind dank heutiger Foto-Bearbeitungs-Software sehr künstlerisch. Beispiele:

-Du liebst deinen Ehemann, hast aber online jemanden getroffen den du vielleicht mehr liebst?

-Du versinkst langsam in Depressionen, und deine WG-Mitbewohner merken nichts?

-Du befürchtest, dein Kind sei nicht deins...

Übrigens gibt es das als Postkarten-Service und Twitter auch schon in Deutsch, einfach PostSecret Deutsch googeln.

Die Geheimnis-Träger sind vollkommen geschützt, es ist noch nicht einmal ein Passwort und User-Namen nötig, zusätzliche Sicherung möglich. Noch nicht einmal der Aufenthaltsort wird von PostSecret irgendwo aufgezeichnet.

Wie finden wir das?
Die Kommentare zum PostSecret– App helfen nicht besonders weiter, die regen sich tatsächlich vor allem über den Preis auf! Und zwar: 1,99 $!!

JanaBlog-Meinung: Eine wunderschöne Idee, für diejenigen, die das Gefühl haben ein bisschen von ihrer Bürde abgegeben zu haben und verbunden zu sein mit all jenen, die auch schwere Geheimnisse mit sich herumtragen. Aber besser wäre es, wenn es ein richtiges Help-Forum wäre. Von PostSecret werden Hilfs-Hotlines aller Art angeboten, angeblich kann man als Leser auch auf die einzelnen Postkarten reagieren (auf der Website nicht ersichtlich), an sich wird es aber anscheinend nicht als Problem-Lösungs-Forum ausdrücklich angeboten oder genutzt. (Wer andere Erfahrungen hat, bitte gerne melden, denn das würde einen großen Unterschied machen, finde ich!)

Aber im Ernst: Wie findet ihr das?

*Vielen Dank an meinen besonders treuen Leser, der mir den Tipp zu PostSecret für den Blog gemailt hat!
(Fotos: von der PostSecret-Website, echte Einsendungen)

Dienstag, 13. September 2011

Gummistiefel!

Es nützt nichts, die Saison der Stiefel-Jagd ist eröffnet.
Und was finde ich in den Schuhläden vor?
 

Uggs (für die Herren: Die sieht man lieber hier nicht im Bild. Es sind die Puschen-ähnlichen, Beine-verkürzenden platten Wildleder-bezogenen stiefelähnlichen Schuhe, die bereits letztes Jahr massiv die deutschen Städte erobert haben, und die ihr nicht mögt (jedenfalls wenn man von meiner bescheidenen kleinen Umfrage im Bekanntenkreis und den bissigen Kommentaren etlicher Journalisten in den Medien ausgehen kann)): Sie stehen da, wo sie immer stehen und zwar eine deutlich große Ecke eines jeden Schuhgeschäfts einnehmend, wobei das größte Wunder war: sogar den Sommer hindurch standen sie da!! Das haben vorher bestimmt noch keine Winterstiefel geschafft!

Damit habe ich mich aber bereits abgefunden. Neu: dort, wo früher die von mir geliebten elegant-schlanken schwarzen Stiefel zu stehen pflegten, stehen jetzt – –: Gummistiefel, Gummistiefel, Gummistiefel!
Oder haben diese Winter-Gummistiefel sogar einen besonderen Namen? Falls es jemand weiß, bitte gerne melden!
In sehr raffinierten Designs, hier nur einige ganz wenige Beispiele. (Allerdings könnte man auch argumentieren, da kann man doch gleich ehrlich bleiben, wie bei den roten und blauen im Bild…)

Ich verstehe, dass die Designer mit dem Schlimmsten zu rechnen scheinen: nicht nur Kälte, extremes Eis, Schnee, sondern auch: Wasser-Fluten (allerdings nur Knöchel-hoch, der obere Bereich ist meistens aus Stoff oder aus Leder!). Und all diese Stiefel sind auch ordentlich gefüttert, auch der Gummi-Bereich, ohne Frage.

Meine Fragen sind allerdings:

-Jeder hat sicher schon die Erfahrung gemacht, dass man in Gummistiefeln ganz schön schwitzen kann, (sonst wären wir beim diesjährigen Wetter nur in Gummistiefeln herumgelaufen!). Wie soll das in (sogar gefütterten) Gummistiefeln gehen? Machen uns jetzt Stinkefüße (zu Gunsten einer Mode) nichts mehr aus? (Ich dachte, es gäbe einen Trick und das Gummi wäre kein Gummi sondern atmendes Leder, aber weit gefehlt: Alles echt Gummi!)

-Wo kann man denn solche Winterstiefel tragen? Gehen wir von Stadt-Bewohnern aus, so stellt sich die Frage: was ist, wenn wir uns nicht den ganzen Tag auf dem Kinderspielplatz oder gar auf einer Baustelle aufhalten wollen?

Erwarten die Designer etwa, dass wir ein zweites Paar Schuhe im Handtäschchen mit uns führen? Etwa diese Lammfell-gefütterten Ballerinas?
Die kommen meines Erachtens zu spät. Sie wären für diesen Sommer sehr praktisch gewesen – man hätte nicht gefroren und gleichzeitig hätte man ganz sommerlich ausgesehen!
 

Montag, 12. September 2011

Kerzen und Blumen in Rot-Weiß-Blau

So viel Gedenken in diesen Tagen… 11. September, sechs Monate Fukushima, und ganz frisch: die tragisch im Flugzeug letzte Woche verunglückten Hockeyspieler!!
Und die Gedenk-Stellen sind sehr berührend – nur, was passiert wenn die Blumen verwelkt sind?

In Tschechien trauert man um drei seiner Helden die auch im Flugzeug waren und die teilweise sogar entscheidend zum Weltmeister-Titel 2010 beigetragen haben. Man muss verstehen, Eishockey war in Tschechien schon immer auch hoch-politisch, kaum ein Tscheche bleibt im Herzen unberührt von den wichtigen Spielen!

Sofort am Donnerstagvormittag hat sich eine spontane Stelle auf dem Altstädter Ring entwickelt, wohin die Menschen Blumen und Kerzen, Flaggen und kleine Botschaften brachten. Daneben stand sofort ein Zelt mit einem Kondolenz-Buch. Noch am selben Tag wurde eine schwarze Bühne aufgestellt, mit den Bildern der drei Nationalspieler. Mein Bild fängt sie noch vor der eigentlichen Trauerfeier ein, bevor noch viele Blumen und Kränze dazu kamen.

Und immer wieder berühren uns diese Stellen, an denen wir spontan unsere Trauer auszudrücken pflegen.

Ich muss allerdings sagen, für mich ist ein anderer Zeitpunkt viel schlimmer als das Zusammenkommen der Lichter und Blumen: nämlich der Augenblick, an dem die Blumen verwelkt sind und nicht mehr erneuert werden, in dem die Kerzen erloschen sind und keiner sie mehr ersetzt, und trotzdem stehen sie da und man läuft daran vorbei ohne stehen zu bleiben. Das ist nämlich der wirklich traurige Moment, finde ich…

Aber in Prag war die Trauer-Zeit nicht nur traurig. Am Sonntag Nachmittag wurde eine offizielle Trauerfeier und Gottesdienst auf dem Altstädter Ring veranstaltet, dabei liefen aber auch Filme der Eishockey-Spiele, man hörte begeisterte Rufe wie im Stadion und vor allem: lang, lang anhaltenden Applaus.


Und dank der tschechischen Nationalfarben Rot-Weiß-Blau schafft es selbst diese Gedenkstätte, ein bisschen fröhlich* auszusehen!



*Der Eisbär steht für das Eishockey, der Löwe ist das tschechische National-Tier!