Freitag, 26. August 2011
Blisters for Sisters
Donnerstag, 25. August 2011
Kleinigkeiten, erfreulich.
(Aus der Reihe: Postkarten aus Afrika)
Wie gesagt: Immer wieder werde ich gefragt, wie es denn eigentlich ganz praktisch so ist, im Busch zu sein.
Manchmal sind es erstaunliche Kleinigkeiten in Camps, die auffallen:
Im Camp Duba Plains zum Beispiel werden regelmäßig morgens alle Pfade sorgfältig gefegt, so dass man die neuen Tier-Spuren gut sehen kann.
Jeder Winkel wird gefegt, selbst um die Dekoration herum!
Oder die liebevolle Geste, wie dieses Zeichen das vor dem Zelt aufgespannt wird, wenn man mal ausnahmsweise (nicht um 5:00 Uhr geweckt werden will, um auf den ersten Gamedrive zu gehen, sondern -) ausschlafen will: Do Not Disturb.
Welch ein Aufwand, wie aufmerksam, denn: das Ausschlafen kommt das unglaublich selten vor, man will ja schließlich nichts verpassen!!
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Elefantenspur, das Weiße ist ein Kugelschreiber zum Vergleich |
Euer Kommentar: Heiß…
Manchmal kommen im Blog Kommentare zu Posts an, die schon länger zurück liegen. Dann denke ich: oh je, das bekommen doch wirklich nicht mehr alle mit, wie schade!
Wenn mir also ein Kommentar auffällt, der besonders nützlich oder interessant sein könnte für euch, veröffentliche ich ihn in einem Extra-Post, wie diesen:
In dem bewussten Post vom 15.7.2011 (Heiß im Sommer? Oder: alles Grün) ging es um heiße Getränke im Sommer und die verschiedenen Tipps dazu.
Der neue Kommentar also:
Anonym schrieb:
"Uebrigens.... das neueste Kultgetraenk am Prenzlauer Berg ist laut ZEIT Bubbletea, zu trinken in der Bubble Bar Babbel T (im Moment der autentischste Laden der Stadt). Bitte probiers mal aus, handelt es sich dabei vielleicht um Blasentee, oder was?"
Mittwoch, 24. August 2011
Der frühe Vogel…
… kann mich mal?
Wahr ist: Jetzt ist die Zeit, schöne Mode für die nächsten Monate zu suchen. Die Läden sind voll von Herbst-& Winter-Kollektionen, wir haben aber bestimmt noch mehr als einen Monat Chance auf sommerliche Temperaturen, oder?
Und doch täuscht diese entzückende Tüte vom Alsterhaus mit ihrer pinken Schrift: bereits in diesen Tagen ist man ein Exot, wenn man noch helle Sommerfarben trägt, gar Pink oder Orange oder Weiß! Sogar bei 18° bereits sehe ich die neuesten Leder-Westen, oder gar Fell-Westen spazieren geführt! Nur damit man zeigt, wie wahnsinnig trendy man ist und dass man schon ganz früh das erste Mode-Stück ergattert hat. Aber das ist doch schade, man möchte doch, dass der Sommer so lange geht wie nur möglich, nicht?
Immerhin. Heute sah ich eine Lady mit Modelmaßen einen knall-pinken Minirock tragen (zu Cowboystiefeln auf nackter Haut).
Und wer sich nicht dem Braun-Grün-allenfalls-ein-bisschen-Grau-Diktat dieses Herbstes beugen will, hat nur eine einzige Chance: etwas aus der Kollektion von Schumacher kaufen, die etwas verspätet den Pink/Orange-Trend aufgenommen hat, diesmal in Kombination mit Nude(Beige). Das kann selbst für den Herbst recht sommerlich aussehen, wie man sieht! (gesehen bei Anita Hass).
Dienstag, 23. August 2011
Baustopp mit Hase
Die Elbphilharmonie, eins der aufregendsten Baustellen Deutschlands im Augenblick, dürfte mittlerweile tatsächlich den meisten bekannt sein, oder?
Auf jeden Fall ist es das berühmte Bauwerk, dessen Fertigstellung immer wieder, (Stand bis gestern: Eröffnung Ende 2014) teurer und weiter nach hinten geschoben wird. Für Hamburger ist wahrscheinlich die Schlagzeile von heute schon Routinesache, nämlich, dass es einen zumindest teilweisen Baustopp wegen Problemen mit der Fassade gibt (Sicherheitsprobleme für zukünftige Reinigungskräfte).
Ich muss sagen: die Fassade ist absolut spektakulär, hier im Foto sieht man ein bisschen wie sie wirkt. Und am Ende dieser Straße seht ihr einen Zaun, hinter dem sich mir am Samstagabend dieses unglaubliche Gartenzwerg-Bild bot mit dem Schild: Park an der Elbphilharmonie.
Als ob das nicht genügen würde, und ich weiß, man wird es mir nicht leicht glauben, aber ich muss es berichten, da es wahr ist: während ich versuche dies zu fotografieren, hoppelt ein – – Häschen ins Bild! Und stellt sich neben einen der Gartenzwerge!!!
JanaBlog war einfach nicht schnell genug, das Häschen (streng genommen wahrscheinlich: Kaninchen) ins Bild zu bekommen, also stellt es euch einfach neben dem Gartenzwerg vor!
Und bitte, wer kann uns etwas über das Geheimnis dieses Gartenzwerg-Garten-Kunstwerks berichten?
(Das Bild der Elbphilharmonie: weblogyhamburg.files.wordpress.com)
Montag, 22. August 2011
Zen auf Safari, oder: Escape Tours
(Aus der Reihe: Postkarten aus Afrika)
Diese Autos fahren durch sehr tiefes Wasser (bis über die Kühlerhaube!) und durch Wälder hindurch, als ob sie gar nicht da wären! |
Eine Safari ist eine exzellente Übung in Geduld und Loslassen von Erwartungen.
Klingt irgendwie buddhistisch? Ist aber sehr Safari-mäßig (und, falls ihr eine Karriere als Tierfilmer anstrebt: erst recht sehr nützlich!)!
Denn: wenn man auf einen Gamedrive geht, weiß man nie, was passiert. Manchmal verstecken sich die Tiere eben! Im Okawango Delta befinden wir uns schließlich nicht in einem Zoo: anders an als in umzäunten Parks können die Tiere hier viele Kilometer, ja in andere Länder wandern, ganz wie sie mögen.
Viele der Gäste im Busch werden darauf allerdings nicht vorbereitet – von den empfehlenden Freunden, aber vor allem von ihren Reisebüros (Ausnahme: Escape Tours!). Sie stellen sich vor, für das viele Geld würden sie losfahren und sähen der Reihe nach (mindestens!) einen Leoparden, ein Nashorn, viele Elefanten, und Löwen, die selbstverständlich sofort vor den eigenen Augen einen Büffel töten (oder für die Empfindlichen: ihn verfehlen).
Zu spät, mein Buch weg zu räumen! |
Außerdem hören die Gäste sehr viele Geschichten: von anderen Gästen, die aus anderen Camps kommen und ihre Erlebnisse mit glänzenden Augen erzählen (Elefantengeburt auf der Straße, direkt vor unserem Auto! Drei Leoparden auf einem Fleck! Nashorn mit Baby!). Und abends am Campfeuer kommen auch noch die Guides und Manager mit ihren fantastischen Tier-Geschichten dazu… und dann natürlich auch noch die Tiere im Camp!!
Und dann sitzt man im Wagen, es ist kalt (im Winter), oder es ist heiß (im Sommer), und man fährt und fährt und es passiert nichts. Oder man sitzt neben den Löwen, die schlafen, und es passiert – (naja bei den Löwen eigentlich nie nichts, denn sie sind auch beim Schlafen lustig anzuschauen, aber jedenfalls) – nichts Spektakuläres.
Wohin dann mit der eigenen Ungeduld? Schließlich läuft die kostbare Zeit! Wie die spektakulären Geschichten aus dem Kopf hinausbekommen? Wohin mit den nagenden Zweifeln, ob der Guide vielleicht einfach nur nicht gut genug ist um die Tiere zu finden?
Übrigens: die Reisebüros (Ausnahme: Escape Tours!), die Werbeagenturen, die Camp-Betreiber, sie sind nicht ganz unschuldig daran: für die hohen Preise traut sich möglicherweise keiner zu erwähnen, dass es keine Tier-Garantie gibt. Und dann badet es das Management und vor allem die Guides vor Ort aus: Ab und zu passiert es sogar, dass sich die Gäste beschweren: man hätte ihnen doch versprochen hier wären so viele Tiere und der berühmte Leopard aus dem Kino bzw. die sieben Löwen-Brüder von dem National Geographic-Titel wäre doch wirklich nicht zu viel verlangt!
Kurz und gut: die Erwartungen der Besucher sind ins unendliche hoch geschraubt, und sie setzen alle ganz schön unter Druck. Aber vor allem: sich selbst. Und wer will das schon, Druck im Urlaub?
Also: Manchmal passiert auf einem Gamedrive wirklich „nichts“, aber letztlich, irgendwann ändert sich alles von einer Sekunde auf die andere und man steckt mitten in einem Tier-Drama und vergisst all die Stunden der Gedulds-Übung.
Aber am besten ist es tatsächlich, eine Art Amateur-Zen-Meister zu sein: auf jeden Gamedrive loszufahren, als ob es der aller erste wäre, überhaupt nichts erwarten, sich über jeden Sonnenstrahl und Antilope und Warzenschwein und exotischen Vogel freuen, ganz offen, den Augenblick genießen…! Und manchmal entdeckt man genau dann irgendwo ein verstecktes Tier, und es geht looos! (Zum Beispiel (tatsächlich auf dieser Reise): Drei Leoparden auf einem Fleck, ein Nashorn,… ihr wisst schon!)
(Wichtig natürlich, um Wünsche und praktische Gegebenheiten wirklich gut abzuklären: ein exzellentes spezialisiertes Reisebüro (man kann diese Safaris nicht selber buchen!) Meine wirklich erprobter herzliche Empfehlung? Escape Tours in München!)
((Weitere Infos natürlich gerne über Fragen hier im Kommentar-Feld möglich!))
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