Freitag, 8. Juli 2011

Wirtschaftswunder: Zauberei?




Ist das nicht toll wie fantastisch die Wirtschaft in Deutschland gerade läuft?

Und ich, ja ich höchstpersönlich habe die Quelle gefunden:



Fotografiert in Hamburg, Kaiser-Wilhelm-Straße

Donnerstag, 7. Juli 2011

Home is where it hurts

Dies ist der Gewinner für mich, und zwar Gewinner der Jahresausstellung der HfBK, der Hochschule für bildende Künste in Hamburg (noch bis zum 10. Juli), in der alle Studenten ausstellen. Es ist eine Tapete, und wenn die bei den Studierenden meistens vage Beschriftung stimmt, stammt sie von Jenny Feldmann, aus der Klasse von Andreas Slominski.


Ansonsten hervorragend immer wieder aus meiner Sicht die Absolventen aus dem Bereich Produktdesign, die sich diesmal mit – nun ja, WG-Möbeln – hervorgetan haben.
Dieses Möbelstück ist ein Hocker, mit integrierter Schublade wie man sieht. Ein fantastisches Konzept für einen Gäste-Hocker, der Gast kann dort sein Täschchen und Jacke ablegen, vielleicht sogar eine Idee für Bars?
Des Weiteren ein praktisches und zugleich sinnlich gefertigtes Möbelstück: "Mobiles Küchenmöbel“ von Aaron Rauh/David Saupe. In Fächern unter Küchen-Brettern finden sowohl Lebensmittel als auch Geschirr und ein integrierter Gasherd Platz, also Schrank, Arbeitsfläche und Gasherd zugleich, auf ganz leichten Füßen. Damit es noch mobiler wäre, fehlen nur noch Räder!

Aus der Abteilung Malerei? Falls ich mich nach der Beschriftung richtig orientiere, stammt aus der Klasse von Anselm Reyle der angehende Künstler Martin Meiser.
Womit er auffiel? Mit einer Palme auf einem relativ kleinen Bild, die so sehr strahlte dass sie selbst in einem Raum mit vielen großen Bildern stark wirkte. Und auch durch eine Kleinigkeit, die ich mir als selbstverständlich wünschen würde: ein Ringbuch mit seinen sonstigen Werken, das dort zur Ansicht auslag.

Zurück zum Praktischen: diese Fußmatte hat mich auch überzeugt, leider ohne Autoren-Angabe, also Künstler bitte gerne melden. Die Idee finde ich großartig: erstens Fußmatte, also wirklich die Schwelle zum Heim, eine Fußmatte die aufmerksam macht darauf oder geradezu warnt davor, wohin man sich begibt. Und zu Hause schmerzt es ja nicht nur in kaputten Familien. Sondern ein Zuhause ist immer ein (auch innerer) Ort, wo man sich öffnet und damit auch besonders verwundbar ist, egal ob im wörtlichen oder übertragenen Sinn mit Freunden, in der Beziehung, überall.

Ach ja, die legendäre Party die das ganze Gebäude jährlich erfasst (es sei denn es ist gerade Männer (!)-Fußball-WM, wie letztes Jahr), war auch wunderbar!

(HfBK, Hamburg, Lerchenfeld 2, bis 10.7.2011, 14 bis 20:00 Uhr)

Mittwoch, 6. Juli 2011

Ballerinas zum Mitnehmen

(Aus der Reihe: Endlich erfunden!) 

  
Ballerinas aus dem Automaten!

Eine findige Münchner Studentin, Frau Fendt, hat sich überlegt: man kann noch so sexy aussehen auf Higheels, irgendwann kann man in einer Party-Nacht einfach nicht mehr in ihnen laufen. Wie nachhause kommen? Aus Automaten – bisher in Frankfurter und Münchner Nachtklubs – kann man nun für neun Euro schlichte Ballerinas (in vier Farben und verschiedenen Größen) herausziehen.

Ich sage dazu, dieses Konzept hat Zukunft: denn nicht nur nachts bei Party, sondern vor allem im Frühsommer würden viele Frauen diesen Service nutzen: wie viele von uns quälen sich mit drückenden, neu einzulaufenden Sommer-Schuhen? Ein Erste-Hilfe-Ballerina wäre da einfach die Rettung!

(www.Ballerina-To-Go.de)

(Foto: Besserdresser)

Dienstag, 5. Juli 2011

Tag des Kusses???

Dies sollte eigentlich eher heißen: Aus der Reihe: Das geht zu weit! Oder noch besser: Aus der Reihe: Sommerloch!
Diese Werbung ist mir per Newsletter ins Haus geflattert, und da dachte ich: Aaargh!!
Ich weiß, dass Einzelhändler die Floristen um ihre vielen künstlichen Aktions-Tage beneiden, und begann herzlich zu lachen über diesen neuesten Coup.

Ich wollte da jedoch auf keinen Fall jemandem Unrecht tun und tippte zur Sicherheit Tag des Kusses in Google ein und siehe da: tatsächlich gibt es so etwas wie ein Internationaler Tag des Kusses!!! Die Quellen schweigen darüber, wer ihn eingeführt hat, aber vermutlich ist er euch bereits in den Medien begegnet, denn: sogar auf FAZ.net gibt es heute einen Artikel übers Küssen (den ich nicht empfehle:

Sommerloch-Artikel der mit den Überlegungen einer Bremer Forscherin endet, dass sich Gepflogenheiten ändern. Zitat: "Noch vor 20 Jahren“, hat Ebberfeld (Kulturanthropologin, meine Anm.) beobachtet, "wären sich die Fußballer nach dem Tor nicht in die Arme gefallen, da hätten sie als homosexuell gegolten“. Aber, so meint die Bremer Forscherin, es etabliere sich vieles. Sogar der Cappuccino in Norddeutschland.“

Der Cappuccino in Norddeutschland??)

Wem das nicht reicht: es gibt auch eine Facebook-Seite des Internationalen Tages des Kusses.

Also wappnet euch, und morgen: Blumen besorgen! (??)

Sonntag, 3. Juli 2011

Meekend, oder: Kleine Freuden

Meekend ist ein Wort das ein Wochenende für sich selbst (im Sinne von: Wellness-Wochenende, nicht im Sinne von: einsames Wochenende!) in der neuesten Zeitschrift Elle beschreibt.

Auch an solchen Wochenenden kann man kleine Freuden haben: die vierte Staffel einer meiner Lieblingsserien: 30 Rock (die Fassung aus England) hat es endlich geschafft: obwohl es eine besonders schlagfertige und schnelle Serie ist, hat sie sich erst in der vierten Staffel dazu herabgelassen, Untertitel zu liefern!! Beobachtet ihr das auch bei englischen Versionen der DVDs? Dass sie immer häufiger einfach Untertitel weglassen, was ich persönlich (nicht nur gegenüber armen Nicht-Muttersprachlern) sondern gegenüber Hörgeschädigten wirklich unfreundlich finde.

Weitere Anekdote: Nachricht aus Singapur! (Nein, ich habe mich nicht hin gebeamt, sondern erfahre es per Telefon:) stellt euch vor, dort bekommt man von den Grenzbeamten Süßigkeiten angeboten!! Ernsthaft! Erst denkt man wohl, das Angebot sei eine Fangfrage, aber man wird freundlich und nachdrücklich dazu aufgefordert zuzugreifen! (Das müsste man den Grenzbeamten in den USA erzählen! (Oder unseren freundlichen dänischen Nachbarn seit neuestem!)).

Und schließlich: die Ferienzeit hat begonnen, und da sieht sogar eine ganze Stadt schnell nach Meekend aus: überall Parkplätze, freie Tische im Restaurant und Café… und wenn man auch noch nicht einmal in Urlaub wegfahren kann, tröstet und inspiriert einen vielleicht folgendes: ich habe gehört, dass in England zwei Artikel komplett ausverkauft seien: Sekt und Garten-Möbel! Denn den Engländern geht es nicht so fabelhaft wie den Deutschen in der Nach-Finanz-Krise, und viele können sich einfach nur einen Urlaub zuhause leisten. Dafür wird bereits in den Zeiten der Finanz-Krise in den USA, und nun auch in England gerne der entzückende Begriff Staycation verwendet, heißt einfach: zuhause bleiben, im Mini-Pseudo-Pool im eigenen Hof planschen, Tagesausflüge machen und (anscheinend): viel Sekt trinken!

Also, ohne übermäßigen Alkoholkonsum befürworten zu wollen, dennoch: egal ob in Singapur, im Meekend, oder Staycation: Prost!

(Foto: Edgar Freecards)