Freitag, 1. Juli 2011

Mode-Gag vs. Fliegenfischer: eins zu null


Sich tatsächlich mit fremden Federn im Haar schmücken, das scheint jetzt der neue Mode-Trend des Sommers zu sein. Die Leidtragenden? Fliegenfischer! Denn die Modebewussten kaufen dieses Utensil in Angler-Geschäften, normalerweise binden die Fliegenfischer daran die Köder fest.

Wegen des Mode-Gags besteht im Augenblick akuter Engpass für die Hobby-Fischer, der ins nächste Jahr vermutlich andauernd wird! Also Beeilung, Modebewusste genauso wie Fliegenfischer!

(Sinngemäß Wikipedia entnommen: Köder sind Imitationen der natürlichen Beutetiere wie verschiedener Insekten oder kleiner Beutefische, kleinerer Säugetiere oder Amphibien. Auch frei erfundene, bunte Reizfliegen werden häufig eingesetzt. Diese so genannten "Fliegen" werden unter anderem mit Hilfe von Vogelfedern und einem Haken verschiedener Größe gefertigt. Das Binden dieser Fliegen stellt in Fliegenfischerkreisen ein eigenständiges und zeitintensives zusätzliches Hobby dar. Manchmal machen Fliegenfischer das Fliegenbinden auch zum Beruf. (Im Augenblick anscheinend sehr einträglich!))

(Foto: Craig Dilger für die New York Times)

Donnerstag, 30. Juni 2011

Problem zu verschenken!



 
Tatsächlich, Probleme ver-schenken, nicht weg-schenken ist hier die Devise!

Diese Anzeige habe ich heute auf Groupon entdeckt. Groupon ist eine Website, auf der man für limitierte Zeit Schnäppchen kaufen kann. Dieses Angebot läuft ab jetzt noch mehr als 100  Stunden, und wurde bis jetzt 351 mal verkauft, unter anderem als Geschenksgutschein.

Ja, ihr habt es richtig verstanden, für Geld bekommt ihr ein Problem, dass ihr lösen könnt und für eure Lösung könnt ihr dann einen Beweis an die Website schicken. Müsst ihr aber nicht. Auf der (auf dem Foto ersichtlichen) Website sieht man, dass 5 Euro natürlich nur ein Preis für ein einfaches Problem ist. Dies lässt sich steigern bis hin zu 500 €: einem schwierigen Problem, bis hin zu 5000 €: fast unlösbares Problem. In den AGBs findet sich zwar das Wörtchen individuell, ganz klar ist aber nicht, ob für jeden einzelnen ein neues Problem ersonnen wird, oder ob es ein Set von sagen wir zehn Problemen gibt, das die Käufer zufällig als Aufgabe zugewiesen bekommen.

Bei einer hundertprozentigen Zufriedenheitsgarantie (siehe Website) bekommt ihr innerhalb 48 Stunden also euer Problem. Und bitte – hier wäret ihr in einer illustren Gesellschaft, diese Firma war sogar schon bei Stefan Raab zu sehen!

Ich weiß nicht: Soll man diejenigen, die für Probleme Geld ausgeben müssen oder wollen eher bemitleiden oder beneiden?
Und was bitte ist das für eine Art Geschenk?? Als eine Art fieses Geschenk für diejenigen, von denen man denkt, bei denen läuft beneidenswerter Weise alles?? (Vergleiche meinen Post "Neidisch?“ vom 29.4.2011). Oder als Signal: ich glaube, du hast ein so langweiliges Leben, dass du endlich ein – – Problem brauchst??

Eins weiß ich jedenfalls: ich brauche das nicht. Herrlich, schon wieder Geld gespart!

Dienstag, 28. Juni 2011

Polar Bear Eraser

(Aus der Reihe: Wunder(n) im Alltag)



Keine Missverständnisse bitte!

Ja, to erase heißt im englischen unter anderem auch: auslöschen. Dies ist aber kein Polar Bär-Auslöschungs-Kunstwerk, sondern ein Radiergummi!

Montag, 27. Juni 2011

Trotz DFB-Barbie: die ewige Zweite Geige?

Ich bin verwirrt! Was soll dieses Bild bedeuten? Und: Wie wichtig ist diese Frauen-Fußball-WM nun wirklich? Und das führt mich zu einer ganz anderen Frage: warum spielen von Frauen betriebenen Sportarten immer (?) die zweite Geige? (Und ich habe sogar eine (politisch inkorrekte) Idee dazu!)

Also: verpasse ich etwas bei dieser WM? Oder ist es ein gigantischer Medien-Werbe-Gag? Manche Fußballfans sagen mir: Frauen spielen den besseren Fußball, weil sie weniger brutal und technisch sauberer spielen. Andere sagen mir: höchstens Niveau zweite Bundesliga, und wenn ich frage, warum eigentlich, kommt eine ziemlich kluge Begründung: weil die Auswahl von Talenten so unendlich viel geringer ist.

Warum so wenige Mädchen Fußball spielen, lässt sich ja historisch begründen. Aber würden, auch wenn mehr Mädchen spielen würden, auch viel mehr Zuschauer dabei sein als die paar hundert, die normalerweise, also außerhalb dieser gigantischen WM, den Frauen zuschauen?
Und warum werden manche Sportarten von Mädchen nur praktisch unsichtbar betrieben?
Beispiele: bestimmt haben viele noch nicht von Frauen im Rugby, American Football, Eishockey oder gar Klippenspringen gehört. Gibt es aber alles! Und Skispringen? Betreiben das Frauen denn überhaupt?? (Ja: Skispringen soll möglicherweise bei den nächsten Olympischen Spielen auch für Frauen zugelassen werden).

Nur: auch in den Sportarten, in denen Frauen viel sichtbarer sind (Boxen, Handball, Basketball, Volleyball (Beach-Volleyball! Kein Schattendasein, Ausnahme!), haben sie meines Wissens nach nicht so viele Zuschauer wie ihre männlichen Kollegen. (Und eine Formel 1-Frau ist überhaupt noch nicht in Sicht).
Warum? Sicher liegt das nicht nur daran, dass es für eine Fußballweltmeisterschaft eine DFB-Barbie gibt (aber keinen DFB-Ken, soweit man über Google finden kann).

Meine (vielleicht nicht politisch korrekte) Idee dazu: im Sport bewundern wir diejenigen, die die absoluten Grenzen der menschlichen Leistungsfähigkeit immer wieder überschreiten. Und das sind – Natur gegeben – in allen Sportarten, in denen physische Kraft ein wichtiger Faktor ist, die Männer.

Oder woran liegt das eurer Meinung nach?

(Foto: T-Shirt-Motiv von  American Apparel)