Freitag, 1. April 2011

Facebook: Kids sprechen Code

Bekanntes Problem: Kinder und Eltern sind auf Facebook befreundet, dennoch wollen die Kinder nicht unbedingt, dass ihre Eltern alles wissen. Lösung?

Laut der Zeitschrift Wired und der Untersuchung von Danah Boyd behelfen sich die Kids damit, dass sie bewusst regelrecht verschlüsselt schreiben. Zum Beispiel wenn die Tochter gerade von ihrem Freund verlassen wurde, und sie befürchtet, dass die Mutter sich zu sehr aufregen würde, schreibt sie es nicht direkt hin, sondern zitiert eine Zeile aus einem Song, der bei einer entsprechenden Trennungs-Szene in einem den Freunden bekannten Film gespielt wurde. Ihrer Mutter sagt die Textzeile nichts, sie denkt es sei einfach nur Musik, die ihre Tochter interessiert. Ergebnis: Mutter erfährt nichts, Freunde werden zum Trösten in Bewegung gesetzt.

Bewundernswerte Lösungen, jedoch zeigt dies, dass wir immer noch nicht die idealen sozialen Plattformen im Internet nutzen können, immerhin müssen wir auf Facebook unsere Nachrichten soweit verwässern, dass sie einfach für alle unsere Freunde passend sind. Es gibt aber anscheinend schon neue Entwürfe, ein Netzwerk namens Sonico aus Lateinamerika, das es ermöglicht die Kontakte in drei Bereiche einfach aufzuteilen: Kollegen, Familie und Freunde. Die Postings für die jeweilige Gruppe sind für die andere Gruppe nicht sichtbar.

In der Zwischenzeit –wer weiß? Vielleicht ist vieles von dem was wir auf Facebook lesen in Wirklichkeit auch unter erwachsenen Freunden einfach ein Netz aus Andeutungen und geheimnisvoll codierten Nachrichten?
(Bild:platinum cards)

Donnerstag, 31. März 2011

Wetter-Diktat

Gerade habe ich auf Facebook gelesen, dass ein Freund (von einer Freundin von einer Freundin) ganz selig angemerkt hat, am Wochenende gäbe es 20°, endlich! Daraufhin die Freundin: „Oh nein, ich muss doch lernen“!

Am ersten Frühlingstag beginnt wieder die Saison des Wetter-Diktats: sind bestimmte Temperatur-Werte (über 15°) und Sonne angesagt, gilt es:

-Alle Pläne über den Haufen werfen! Denn:
Man muss raus! Schick in der Sonne sitzen, einen der kostbaren Plätze im Café ergattern,. Völlig undenkbar: Arbeiten, Dinge zuhause erledigen (außer: Balkon in Betrieb nehmen oder Garten bearbeiten) oder gar sich faul und unsichtbar auf sein Sofa zurückziehen, obwohl einem vielleicht genau danach wäre. Sicher, die Sonne zieht einen ja auch raus, aber geht es euch nicht auch so? Ein gewisser Stress-Faktor bei der Reorganisation des Tages, ein gewisser Panik-Schwindel-Anfall ist damit verbunden, oder?

Ich streike, und verweigere mich seit einiger Zeit diesem Diktat! Ich bleibe ganz cool, wer weiß ob es überhaupt so warm wird, wäre ja noch schöner meine Wochenend-Pläne zu ändern… fühlt sich erfolgreich an übrigens, mit einer sehr angenehmen Nebenwirkung: auch Regenwetter macht mir da nicht viel aus.

Trotzdem: ich bin mir sicher, dass ich am Wochenende in einem Café lande, vor dem ersten Eis des Jahres, und mich vorher mit der berühmten Frage beschäftige (Wetter-Diktat!):
Was ziehe ich an????

Mittwoch, 30. März 2011

Erregungskurven

Wie reagieren wir auf Fukushima, Libyen, Geiselnahmen, Unfälle usw.? Wie halten wir diese Anhäufung und Geschwindigkeit und Gefahr aus, und wie schnell wird das normal?

Ein prominenter Atom-Aktivist hat vor dem letzten Demo-Wochenende in der Süddeutschen Zeitung gesagt, dass die " Erregungskurven immer steiler und kürzer werden" und äußerte seine Skepsis darüber, wie lange die Anti-Atombewegung so stark bleiben wird.




Nach dem ersten Fukushima-Katastrophen-Wochenende traf ich eine Frau, die überhaupt nicht mitbekommen hatte, dass irgendwas passiert ist, weil sie drei Tage keine Nachrichten verfolgt hatte. Für mich etwas schockierend damals, nachdem die meisten Menschen vor dem Fernseher hingen und innerlich ständig im höchsten Alarm auf die schlimmste Katastrophe eingestellt waren, den Super-Gau. Und jetzt? Wie gehen wir damit um, dass die Gefahr sehr langfristig wird (laut Atommeiler-Betreiber wahrscheinlich Jahre), wie halten wir diese dauernde Bedrohung aus?

Vermutlich müssen wir uns auf die neue Unsicherheit, Geschwindigkeit, Unruhe auf unserem Planeten innerlich so einstellen, dass wir sie nun als Normalzustand betrachten, um nicht ständig zu viel Stress beim Nachrichten-Konsum zu erleben. Gewissermaßen auf Energie-Sparmodus gehen, das tun, was Menschen sehr gut können: sich gewöhnen. (Und trotzdem gleichzeitig die nötigen Änderungen vorantreiben, natürlich!)







Dienstag, 29. März 2011

Magischer Stadtteil


Prenzlauer Berg: es kommt mir vor wie eine Science-Fiction-Insel in der großen Stadt, oder ein magischer Stadtteil wie bei Harry Potter die Zauberer-Einkaufsstraße, die manchmal da ist manchmal nicht, ganz geheimnisvoll: so ist es im Prenzlauer Berg nördlich der Danziger Straße, also um den Helmholtzplatz herum mit fast allen Läden, Restaurants und Cafés. Man kann an ihnen zehnmal vorüber gehen, sie sind mit Jalousien verrammelt und mit Graffiti besprüht, so dass man denkt, dort hat seit der Wende überhaupt noch gar nichts stattgefunden, und am nächsten Tag oder nur ein paar Stunden später vibriert die Luft dort in einem florierenden Café oder Bar oder, oder, wie in einer dritten Dimension, Twilight-Zone!




Dies ist der Powderroom eines der Cafés, das Pakolat in der Raumer Straße, die allerbesten Lebensmittel, jedes kleine Stückchen Ananas beim Frühstück zergeht auf der Zunge!

Herzlich Willkommen!

Liebe Freunde,

Herzlich Willkommen in meinem Blog!

Warum dieser Blog?
Erstens zur Unterhaltung für meine Freunde und mit meinen Freunden.
Zweitens als eine Art Pausen-Genuss für all diejenigen da draußen, die Lust haben sich ganz kurz abzulenken, die teilhaben wollen an Beobachtungen aus dem tagesaktuellen Geschehen, Tipps für die Freizeit entdecken oder einfach über Bemerkenswertes aus dem Alltag schmunzeln wollen.

Wer ich bin?
Für diejenigen, die meine wahre Identität nicht kennen: Ich habe die Erfahrung gemacht, dass ich über den einzelnen Blogger persönlich gar nicht so viel von vornherein wissen will und es spannend ist, nach und nach Facetten seiner Person zu entdecken, die er im Blog natürlich unwillkürlich preisgibt.

So. Jetzt müsste vermutlich laut Blog-Anleitungen ein so genannter „Killer-Post“ kommen, also ein unglaublich tiefsinniger und nützlicher Beitrag, der mich in die Blogosphäre katapultieren soll. Ihr ahnt schon, der kommt jetzt nicht, sondern ich springe mitten hinein, so als ob wir uns schon die ganze Zeit unterhalten hätten, also nun: