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Freitag, 3. Mai 2013

Online nicht lesen, nur gucken?





Werden wir verlernen Sachtexte zu lesen und zu schreiben?
Werden wir sie uns stattdessen als Video-Schnipsel erzählen lassen?

Denn online der große Trend: Weg vom Text, hin zum Video.

Fällt es euch auch auf, zum Beispiel auf Spiegel online? Dort steht da, wo früher "Foto" oder "Fotostrecke" stand jetzt immer öfter "Video", statt in einer extra Rubrik unter "Videos" abgestellt zu sein.

Blogger stellen sich auf die Video-Zukunft ein. Marketing-Experten für Selbständige haben es längst begriffen. Und wir Laien? Wenn wir Informationen suchen, stützen wir uns nicht nur auf Wikipedia, sondern immer wieder, immer mehr auch bequem auf YouTube.

Kurz gesagt:
Wird Lesen bald ein exotisches Hobby*?

Und:
Ist das schlimm?

Ursprung:
In Mammut-Jäger-Zeiten, als unser Gehirn wuchs, wuchs es unter anderem dadurch, dass wir Menschen uns das neu erworbene Know-how mündlich durch Erzählungen am Lagerfeuer weiter gaben.
Also kehren wir mit Videos möglicherweise einfach zu dem zurück, was für unser Gehirn am einfachsten ist und ein gutes Gefühl auslöst.


Allerdings:
Wir werden dadurch allmählich als Menschheit verlernen, zumindest sachliche Informationen schriftlich verbreiten zu können.
Unser ("Schriftform"-)Wortschatz wird dadurch leiden.
Wir werden nicht mehr üben zu lesen, einen Text kritisch und im eigenen Tempo auszuwerten.

Werden wir uns dadurch auch das Lesen von Sach-Büchern abgewöhnen?
Werden wir dadurch die Abschaffung von Sachbüchern (eigentlich nur: langen Informations-Texten) auslösen?
Werden wir stattdessen eines Tages die Inhalte dessen, was früher ein Sachbuch gewesen wäre, als Film online anschauen?

Wird es bald viel weniger Sachbuch-Autoren geben, die schreiben, und werden sie selber immer mehr zu Entertainern werden müssen (mehr als heute ohnehin schon fürs Marketing), um ihre Inhalte in Video-Form zu erklären?

Werden die Schüchternen unter den Autoren dazu Schauspieler engagieren?

Sollte es eines Tages auch JanaBlog (nur noch?) in Video-Form geben? (Und wird sie dafür Schauspieler engagieren (müssen)?


Vielleicht.

Was sich JanaBlog allerdings nicht vorstellen kann:
Dass literarische Bücher verschwinden. Denn dafür gibt es die Film-Variante schon, und die hat das Buch doch nicht verdrängt..... oder? Oder??



Wie ist es bei euch?

Lest ihr Nachrichten und Sachtexte weniger als früher?

Greift ihr, wenn es angeboten wird, immer leichter zum Video, statt (mühsam?) den informativen Text zu lesen?













*Wie zum Beispiel das Telefonieren? Dazu im JanaBlog:  http://janablog1.blogspot.de/2011/05/und-was-war-noch-mal-telefonieren.html




(Foto-Motive: Nicht etwa gestellt, sondern so bei der hoch geschätzten Heymann-Buchhandlung vorgefunden (die in Zukunft vielleicht nicht nur eine Online-/Ebook-Ecke einrichten muss (vergleiche JanaBlog:  http://janablog1.blogspot.de/2013/04/mitten-im-papier-buchladen-online.html),  sondern auch online Sachbücher in Video-Form vertreiben....)





Ähnliches von JanaBlog:
http://janablog1.blogspot.de/2012/10/ohne-antwort.html


JanaBlog gibt es als ideales kleines Geschenkbuch!
Heißt „Erregungskurven“, und ist ganz normal im Buchhandel erhältlich, auch als E-Book, und international (JanaBlog-Leser in den USA aufgepasst)!

Näheres hier:

Oder gleich bei Bücher de. Oder bei Amazon, wo man ins Buch hineinschauen kann::


Für JanaBlog-Leser in den USA auch hier erhältlich:


oder
kontaktiere JanaBlog persönlich! – Einfach per Mail: JanaBloginfo@googlemail.com

Freitag, 6. Juli 2012

Aschenputtel, Hexen und...Shades of Grey










Dieses Aschenputtel hat rein gar nichts mit der gerade noch auslaufenden Fashion Week in Berlin zur tun, auch wenn es durchaus von einem Berliner Gerüst herabschaut.*

Wie ein Aschenputtel sieht die Puppe ohnehin nicht aus, eher kommen einem Hexen in den Sinn, die nun offiziell rehabilitiert wurden.
Ernsthaft! Der Stadtrat von Köln verurteilte die vor 400(!) Jahren statt gefundenen Hexenprozesse einstimmig** - am 28.6.2012!!! In Köln ging es dabei um 38 Todesurteile wegen Hexerei, in ganz Deutschland wurden bis zu 30 000 Frauen und Männer als Hexen und Zauberer hingerichtet.

Verzaubert scheinen Frauen diesen Sommer durchaus auch zu sein - von einem neuen Bestseller der Buchhandlungen:

" Shades of Grey" von E.L. James.

Der Untertitel "Geheimes Verlangen" verspricht angeblich nicht zu viel: das Buch soll erotisch so aufregend sein, dass es laut FAZ** kaum eine Ferienlektüre werden dürfte, denn es sei zu peinlich, das Buch offen am Pool zu lesen.
JanaBlog sagt: das wird den Boom der eBooks beflügeln, da kann man im Geheimen lesen, was man will!

Bitte um Empfehlungen, ob sich das Buch lohnt!

Denn: JanaBlog-Kommentare könnt ihr ja ganz geheim anonym abgeben.......










*Die Fashion Week könnt ihr am besten hier verfolgen: http://www.fashion-week-berlin.com/de/.

Und wenn ihr euch fühlen wollt, als ob ihr dabei gewesen wäret, schaut euch hier an, wie die traditionelle Party im Borchardt war: http://www.vogue.de/people-parties/party-bilder/berlin-fashion-week-juli-2012-mercedes-benz-vogue-fashion-night#galerie/13

Und die Anleitung, im Borchardt aufzutreten, hier von JanaBlog: http://janablog1.blogspot.de/2011/05/nabel-der-republik-borchardt.html









**dpa

***Feuilleton vom 5.12.2012

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Zu eBooks auch:
http://janablog1.blogspot.de/2012/05/samtleben.html



Dienstag, 8. Mai 2012

Samtleben


(Aus der Reihe: Unsere Buchhandlungen)





Wollen Buchhandlungen keine Bücher verkaufen?
Schließen Sie deshalb genau in dem Augenblick, wenn ihre meisten Kunden kommen?

So läuft es zumindest zum Beispiel in der Buchhandlung Samtleben im Literaturhaus Hamburg.

Ich werde hier nicht darüber reden, wie es denn mit dem eBook versus der Zukunft der normalen Bücher steht, denn für mich steht fest: Das eBook kommt.

Auch alt eingesessene kostbare Buchhandlungen müssen nach und nach schließen, von Buch-Ketten ganz zu schweigen.

Haben sich die Buchhändler in ihr Schicksal ergeben?

Samtleben jedenfalls schon, oder sie verlässt sich auf geheime Finanz-Quellen und das Schicksal ihrer Autoren ist ihr egal, denn: diese Buchhandlung hat tagsüber überhaupt keine Laufkundschaft, um das Literaturhaus herum befindet sich kein Fußgänger-Verkehr.
Also hätte sie die meisten Kunden ca. zwischen 18:45 Uhr und 20:00 Uhr. Denn in dieser Zeit kommen die meisten Besucher der Lesungen oder ganz einfach Gäste des Restaurants im Literaturhaus, warten auf ihre Verabredungen, besetzen ihre Plätze für die Lesung, holen ihre Eintrittskarten ab, nehmen einen Drink, schlendern umher. Die allermeisten natürlich wirklich interessierte Menschen, die Bücher lieben.


Ihr habt es schon erraten: Die Buchhandlung schließt pünktlich um 19:00 Uhr.

Bitte, kann mir jemand erklären, warum das so ist?

Es erinnert ein wenig an die Haltung einiger Kunsthochschulen/Künstler, die ihren Studenten auch eine Haltung einimpfen, die Galeristen und den kommerziellen Markt zu verachten und ohne all das auszukommen. Und damit natürlich möglichst geringen kommerziellen Erfolg und Ausstellungen zu haben.

Das eine ist das kommerzielle: wenn man es als antiintellektuell verachtet, die Buchhandlung finanziell überleben zu lassen, oder einen Galeristen in Anspruch zu nehmen und Geld mit seinen Bildern zu verdienen, ist das ja völlig in Ordnung.
(Auch da gibt es allerdings eine Lösung: Man kann doch das Geld verdienen und sofort weiter spenden, oder?)

JanaBlog-Frage ist aber die folgende:

Geht es bei der Kunst nicht darum, dass möglichst viele Menschen sie zu sehen/zu lesen bekommen? Ist das nicht im Interesse der Künstler, dass ihre Kunst ihren Weg in die Welt hinaus findet?

Oder ist es nicht die Pflicht einer Buchhandlung, und schon gar einer Buchhandlung in einem Literaturhaus, den Künstlern/Autoren eine Plattform in der Öffentlichkeit zu bieten und sie tatsächlich so effizient wie möglich zu vertreten???