Posts mit dem Label Hamburg werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Hamburg werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Montag, 3. März 2014

Ahnungslos. Cool!






Wann habt ihr euch das letztem Mal ahnungslos gezeigt? 
Öffentlich?
(Also nicht: zu Hause bei Google Search!)

Dabei kann offene Ahnungslosigkeit Leben retten!!

Letzthin im Teeladen (also: wirklich auf Tee spezialisierten Laden) mitten auf dem Jungfernstieg in feinster Hamburg-Innenstadt ist ein Paar sehr mittleren Alters aufgetaucht. Das Gegenteil von glamourös, eher aus einem extrem wenig erfolgreichen Stadtviertel.


Diese beiden taten etwas Souveränes und Cooles:
Sie sagten dass sie überhaupt keine Ahnung von Tee haben und ließen sich ganz langsam von einem vorbildlich höflichen Angestellten den Laden und die Waren zeigen und erklären.

Ob sie einem Vorsatz fürs neue Jahr folgten, oder ob ein geschenkter Gutschein sie hingeführt hat, ist egal (und JanaBlog nicht bekannt).
Jedenfalls zeigten sie aller Welt völlig ungerührt, dass sie wirklich

-keine Ahnung haben
(sie wussten nicht einmal, dass es so etwas wie Roibusch-Tee gibt oder grünen Tee oder japanische Tee-Tassen) (während neben ihnen einen feine Elbvorort-Dame im Pelz Verveine-Tee orderte)

und

- waren bereit von einem anderen Menschen "öffentlich" zu lernen.


Wann machen wir so was schon?
Zugeben dass wir uns in einem Gebiet nicht auskennen?
Oder überhaupt irgendwo hingehen wo wir uns nicht wenigstens den Anschein geben können, cool die Lage im Griff zu haben?

Bei einer Party vielleicht, da sagen wir einem neuen Gesprächspartner schon mal: "Oh, von Talkshows im Fernsehen habe ich wirklich keine Ahnung, das/so was gucke ich nicht."
Aber Achtung: das tun wir meist nur in einem Gebiet, das wir persönlich nicht wichtig finden. Denn dieser Aussage fügen wir doch gerne sofort ein kleines ironisches Lächeln hinzu während wir vielleicht sogar kokett mit den Schultern zucken und dabei versuchen den Eindruck zu erwecken, drüber zu stehen, nach dem Motto "Na ja wer DAS wichtig findet...."
Was das Teeladen-Paar so großartig gemacht hat:

Um etwas zu lernen zeigten sie sich offen, ja schutzlos.
Und blieben völlig cool dabei.

Klar, sie hätten auch zu Hause per Google recherchieren können. Aber wie häufig bekommt man die echten Informationen nur von einem menschlichen Experten. Der uns das Gefühl für die Sache geben kann, in diesem Fall sogar: den Tee zum "Test-Riechen" präsentieren kann und seine Erfahrung und Einschätzung gleich mitliefern!

Wieso eine solche coole Ahnungslosigkeit Leben retten kann?

Ein Beispiel unter vielen:
Vor kurzem kam heraus, dass in einem Fall eines nach Vernachlässigung verstorbenen Kindes (Fall Yaya in Hamburg) die "neue Mitarbeiterin des Jugendamts mit dem Fall....völlig überfordert war."*

Was wäre gewesen, wenn sie sich Hilfe von ihren neuen Kollegen geholt hätte?
Offen zugegeben hätte, dass sie ein klein wenig (und verständlicherweise!) ahnungslos ist?

Was wäre, wenn ratlose Ärzte in Praxen sich mit Kollegen beraten würden?

Was wäre wenn wir uns alle ab und zu als nicht allwissend offenbaren würden?
Wir würden nicht nur so einiges Unerwartete lernen. Sondern wir könnten damit einen
neuen Standard setzten. Ein Beispiel und eine Erlaubnis für uns alle,
immer wieder zu fragen, sich zu öffnen für die Kompetenz anderer.


(JanaBlog ihrerseits ging nach Hause und begann erstmal im Stillen zu üben:

Sie schaute sich das
Slopestyle Finale bei Olympia an und lernte (immerhin von den Kommentatoren im Fernsehen) Dinge wie:

Was ist ein...
"Double grab
Guter Style
Ab auf die rails
Eine andere Line fahren als die anderen
Switch triple 60 20
Triple Cork...."

Oder Aerials:
Mit 60 km/h auf Skiern eine senkrechte Schanze hoch und kopfüber kunstvolle Drehungen machen und dann:
Die Landung ist sehr wichtig, sie zählt bei der Bewertung 30%! Der Start dagegen nur 20%...

Das nächste Mal fragt JanaBlog höchstpersönlich einen Experten. Bestimmt!)





* "Tote Yaya: Prüfer rügen Jugendämter" von Franziska Coesfeld und Sascha Balasko im Hamburger Abendblatt vom 31.1.2014


Ähnliches von JanaBlog:
http://janablog1.blogspot.de/2013/11/pain-of-paying.html
http://janablog1.blogspot.de/2013/11/social-life-burnout.html
http://janablog1.blogspot.de/2013/11/das-neue-cool-achtsamkeit.html
http://janablog1.blogspot.de/2013/12/tee-zum-kaffee.html


JanaBlog gibt es als ideales kleines Geschenkbuch!
Heißt „Erregungskurven“, und ist ganz normal im Buchhandel erhältlich, auch als E-Book, und international (JanaBlog-Leser in den USA aufgepasst)!

Näheres hier:

Oder gleich bei Bücher de. Oder bei Amazon, wo man ins Buch hineinschauen kann::


Für JanaBlog-Leser in den USA auch hier erhältlich:


oder
kontaktiere JanaBlog persönlich! – Einfach per Mail: JanaBloginfo@googlemail.com





Dienstag, 15. Oktober 2013

Halloween in Harajuku, pünktlich.




Hier vorbereiten auf eure kommende Halloweenparty!

Und: Darf die auch nach dem 31.10. stattfinden?






Verkleidungs-Fans, wo könnte man sich origineller inspirieren lassen als in Tokio, bei den verrückten (hier "Blut-beschmierten“ Harajuku-Girls (und ja, JanaBlog liebte den Song von Gwen Stefani!).

Letztes Halloween sah es in Harajuku so aus: Es war ein Mittwoch, die Schule war aus, im Hintergrund sieht man ein paar Mädchen in Schuluniformen.... und diese Mädels liebten es fotografiert zu werden.

Nicht fotografiert hat JanaBlog leider die Gewinnerin des Tages: Plötzlich tauchte in der Menge eine mit Schleier komplette, aber blutbeschmierte Braut auf, wie aus einem Horrorfilm, wie ein (Halloween)Traum...

Um zu ermessen, welch ein Unterschied es zu Normal ist: Gewöhnlich sehen die süßen Mädels (zumindest häufig) so aus:





Andere könnten egal ob Halloween oder nicht, als Inspiration für alltags oder abends dienen:





Was hat es übrigens mit den Rollköfferchen auf sich, die zu diesen Mädels wie ein angewachsenes Accessoire gehören?
JanaBlog kann nur mutmaßen: Da kommen die langweiligen Schuluniformen rein und die Schminksachen und natürlich: Shopping-Beute!!
(Wer mehr über den Inhalt der geheimnisvollen Reiseausrüstungen weiß, gerne melden).


Allerdings, es ist nicht alles exotisch in Japan, denn selbst die fernen Harajuku Girls feiern pünktlich und da gibt es aus gegebenem Anlass eine

JanaBlog-Frage:

Feiert ihr Halloween auch NACH dem 31.10.???


So in Hamburg.*

Aber ist das nicht wie Fasching/Karneval nach Aschermittwoch zu feiern?

(Uuups? Liebe JanaBlog-Leser aus dem Süden und Westen, ihr werdet es kaum glauben, aber: Auch das machen die (wenigen, die-überhaupt-feiern-)Hamburger unbekümmert!!!** )









* zum Beispiel: http://www.hamburg-tanzt.org

** Immer wieder, zum Beispiel mit ihrem Haupt-Faschings-Symptom: LiLaBe Party.http://www.maxivento.de/Hamburg/Termin/HAW-Hamburg/Lilabe-2013-Deutschlands-Schaerfste-Kostuemparty-477350.html
(Immer wieder nach Aschermittwoch, nur diesmal, für 2014, als ob sie sich besonnen hätten: noch während der Faschingssaison geplant!: http://www.lilabe.de)



Ähnliches von JanaBlog:
http://janablog1.blogspot.de/2013/04/wohlfuhlen-wird-uberbewertet.html
Heißt „Erregungskurven“, und ist ganz normal im Buchhandel erhältlich, auch als E-Book, und international (JanaBlog-Leser in den USA aufgepasst)!

Näheres hier:

Oder gleich bei Bücher de. Oder bei Amazon, wo man ins Buch hineinschauen kann::


Für JanaBlog-Leser in den USA auch hier erhältlich:


oder
kontaktiere JanaBlog persönlich! – Einfach per Mail: JanaBloginfo@googlemail.com


Montag, 12. August 2013

Sommerloch, so sieht's aus.












So etwa sieht es aus, ein Sommerloch. Wenn nicht mal genug Anzeigen für die Litfaßsäule verfügbar sind, wie hier im Juli, während der Ferien, in Hamburg (und ja, das war trotz der warmen Klamotten Juli, es war nur (noch) winterlich kalt).

Und auch wenn schon in der Hälfte Deutschlands der Betrieb ab Anfang August ganz normal nach-Ferien-mäßig weitergeht, leisten wir uns mindestens 12 Wochen "halbe Kraft voraus" pro Sommer, weil einfach immer irgendjemand im Urlaub ist. Projekte, Aufträge, Theater, Hochzeiten, alles wird verschoben (Ausnahme natürlich: Bundesliga! Und der Fischbrötchen-Stand-Besitzer aus JanaBlog*)

Beweis? Selbst in Norddeutschland im vollen Betrieb (hier: Hamburg) werden noch am 7.8.2013 überwiegend olle Kamellen aus dem Juli oder gar Juni beworben:










Und eine Woche NACH Schulanfang packt das Thema der Club Freiheit 36 an, und macht ausdrücklich eine Sommerlochparty!!!:











*http://janablog1.blogspot.de/2013/05/tag-der-arbeit.html
Heißt „Erregungskurven“, und ist ganz normal im Buchhandel erhältlich, auch als E-Book, und international (JanaBlog-Leser in den USA aufgepasst)!

Näheres hier:

Oder gleich bei Bücher de. Oder bei Amazon, wo man ins Buch hineinschauen kann::


Für JanaBlog-Leser in den USA auch hier erhältlich:


oder
kontaktiere JanaBlog persönlich! – Einfach per Mail: JanaBloginfo@googlemail.com


Donnerstag, 11. Juli 2013

Ausrüstung, nicht für Die Toten Ärzte.









Geht ihr (immer noch) zu Musik-Festivals oder würdet ihr gerne?
Wenn nicht, wer guckt sich eigentlich die uralten Namen noch an?
Und wäret ihr für Festivals und ähnliche Parties ordentlich ausgerüstet?




Denn dies ist kein Blog-Post gegen Ärzte, hier treiben Witzbolde in Form von einer Cover-Band "Die Toten Ärzte"* ihr (Un)Wesen, und es handelt sich um ein Tribute für die Ärzte und die Toten Hosen.
Und zwar im Rahmen eines Festivals im Logo Hamburg, jetzt Ende Juli**.

Wer es lieber freiluftig mag, der kann zu JanaBlogs immer wiederkehrenden Überraschung auf diese alt bekannten Namen vertrauen:





Und die Ausrüstung?

"Lustige"Geschäfte***  richten angesichts der neuen Sommer-Verhältnisse Schlechtwetter-Festival-Ausrüstungs-Ecken ein. Neben schnöden Regenhüten und immerhin bunten Ponchos fallen da diese wundervollen "Festival Schuhe" auf:







Converse in Monster!

Als Monster kann man sich auch verkleiden, auch wenn nicht klar ist, ob die auf Parties und Festivals einiger  Art beliebten Morphsuits**** irgendwie gegen Regen schützen:




Regenschutz wohl eher nicht, wenn man "Drink through the Morphsuits" propagiert.
Schön auch bei einem schwarzweißen Morphsuit zu behaupten, das Leben sei schöner in Farbe. So bekommt man nur oben auf Fotos eine Ahnung, wie der Spaß auszuüben ist.




Interessant: die Warnhinweise sind nur auf der Kinder-Morphsuit-Variante deutlich sichtbar.




Dabei wäre eine Zusatzwarnung für alkoholfreudige Parties bestimmt auch ganz nützlich!















* "Die ultimative Hosen und Ärzte Coverband" (Zitat ihre Website): http://www.dietotenaerzte.de/cms/
**http://www.logohamburg.de/programm/detailansicht.php?datum=2013-07-26&anzeige=now
***wie das hervorragende Pappnase & Co in Hamburg
****http://www.morphsuitsdeutschland.com/


Ähnliches von JanaBlog:


JanaBlog gibt es als ideales kleines Geschenkbuch!
Heißt „Erregungskurven“, und ist ganz normal im Buchhandel erhältlich, auch als E-Book, und international (JanaBlog-Leser in den USA aufgepasst)!

Näheres hier:

Oder gleich bei Bücher de. Oder bei Amazon, wo man ins Buch hineinschauen kann::


Für JanaBlog-Leser in den USA auch hier erhältlich:


oder
kontaktiere JanaBlog persönlich! – Einfach per Mail: JanaBloginfo@googlemail.com


Sonntag, 31. März 2013

Last Exit Volksdorf





Dieses Buch ist so gut, dass es zwischendurch verboten war: "Last Exit Volksdorf" von der preisgekrönten* Schriftstellerin Tina Uebel, erschienen im C.H.Beck Verlag.
Für alle. Und ein Muss für jeden, der Kinder oder Neffen/Nichten, Patenkinder hat heutzutage.

Aber: Lest bitte keine Kritiken vorab, dort wird zu viel verraten!!!
Außer hier bei JanaBlog, natürlich.

Wer sich, wie JanaBlog, beschwert, dass es in Deutschland zu wenig TV und Literatur gibt, die unser gegenwärtiges Leben realistisch spiegeln (so wie es beneidenswerterweise die Amerikaner aktuell zum Beispiel mit Romanen wie "Gone Girl" von Gillian Flynn oder der Serie "Girls" von Lena Dunham haben), der muss wenigstens für die Lese-Dauer dieses Buchs verstummen.

Dieser Roman beobachtet "einfach nur" das Leben von einigen Gymnasiasten zwischen etwa 13 und 19 Jahren und ihre Eltern - in einem wohl geordneten, gut situierten Vorort Hamburgs, nämlich eben Volksdorf.

Wenige Wochen nach seiner Veröffentlichung in 2011 wurde das Buch vom Markt genommen - aufgrund einer Unterlassungsverfügung. Denn jemand fühlte sich dort zu wiedererkennbar dargestellt. Das kann nur für die Realitätsnähe des Romans sprechen.
Als eine abgeänderte Fassung auf den Markt kam, investierte der Verlag wohl nicht mehr ins Marketing, deshalb habt ihr vielleicht noch nichts von dem Buch gehört.

Und wirklich, Achtung: Bei diesem Buch ist es essentiell, nichts (von den enthusiastischen Kritiken) vorab zu lesen, denn:

-Die Inhaltsangaben verraten alles.
-Und hören sich nach tausendmal Gehörtem an oder nach Unwahrscheinlichem. Beides täuscht!
Und ihr würdet durch ihre Lektüre einiges an literarisch Meisterlichem dieses Romans verpassen: nämlich
-das Wie der Einführung bestimmter Vorkommnisse.
-Und der Chance sich selbst zuzusehen beim Lesen! Ja, richtig gelesen: sich selbst zu beobachten: was überliest man, wo schaut man hin, was versucht man schnell zu vergessen, was liest man stattdessen gerne weiter, zur Beruhigung... (Also etwa: JanaBlog ertappte sich beschämt beim Querlesen bestimmter Seiten, nicht weil sie Längen hatten, sondern weil JanaBlog, wohl genauso wie "unsere Gesellschaft", sich ungern mit bestimmten, an sich ganz harmlosen Themen beschäftigt... aber die Autorin Tina Uebel gab nicht nach und schrieb weiter im Text...)

Ihr könnt sicher sein: Dieser Roman ist keine platte Gesellschaftskritik. "Last Exit Voksdorf" erzeugt so feine innere Erschütterungen in euch als Lesern, dass ihr vielleicht erst später eines Tages einen klaren Moment bekommt während ihr zufällig durch schöne, sozial so unproblematische Viertel fahrt. Und wie mit einem Röntgen-Blick plötzlich durch-seht durch das so blendend glückliche** wohlhabende Familienleben. Und ihr erblickt - so etwa wie nach Einnahme der richtigen Pille in Matrix - die denkbare Wirklichkeit hinter den Fassaden, wortwörtlich.

Und selbst ein solcher kurzer Moment kann unsere Aufmerksamkeit zutiefst verändern.

Und wenn man dann eines weiteren Tages statt durch sein Alltagsprogramm zu eilen inne hält und mit einem Jugendlichen ein paar Minuten länger redet als man es früher getan hätte. Wenn man gar wahrnimmt, dass etwas nicht stimmt in einer Familie, bei einem Menschen - einfach weil man durch Last Exit Volksdorf gewarnt ist, sich früher Undenkbares zu denken traut?

Dann kann man letzten Endes sogar (dazu beitragen,) Leben (zu) retten. In jedem Sinn des Wortes.









* Hubert-Fichte-Preis 2012
** Ein Elternteil im Buch: " Ich will doch nur, dass mein Kind genauso glücklich wird wie ich".



Ähnliches von JanaBlog:
http://janablog1.blogspot.de/2012/07/die-undankbare-fremde.html


JanaBlog gibt es nun als ideales kleines Geschenkbuch!
Heißt „Erregungskurven“, und ist ganz normal im Buchhandel erhältlich, auch als E-Book, und international (JanaBlog-Leser in den USA aufgepasst)!

Näheres hier:

Oder gleich bei Bücher de. Oder bei Amazon, wo man ins Buch hineinschauen kann::


Für JanaBlog-Leser in den USA auch hier erhältlich:


oder
kontaktiere JanaBlog persönlich! – Einfach per Mail: JanaBloginfo@googlemail.com



Samstag, 16. Februar 2013

Kamera: hui, Mikrofon: pfui?





Reißen wir uns zusammen, wenn eine Kamera in der Nähe ist, und sind einem einfachen Mikrofon gegenüber ehrlicher?
So schien es jedenfalls beim Flughafen-Streik am 14. und 15.2.2013*.

30 000 Passagiere waren allein am Freitag (15.2.2013) von dem Streik in Hamburg und Köln/Bonn betroffen**, aber in Wirklichkeit ist es doch so viel mehr:
die Familien und Freunde, die ihre Lieben erwarten, die Geschäftspartner und Kunden, die vielleicht unter Zeitdruck jemanden zu einem wirklich(!) wichtigen Meeting benötigen.

Und die Passagiere: Manche schaffen es einfach "nur" nicht rechtzeitig in den Urlaub - aber was, wenn sie sich nur eine Woche oder ein paar Tage leisten konnten? Dann machen auch ein zwei Tage gleich eine Menge aus.

Oder diejenigen, die zu einem Bewerbungsgespräch wollen und wegen Verspätung oder Nicht-Erscheinen den heiß ersehnten Job nicht bekommen? Und diejenigen, die zu einem wichtigen Familienfest reisen, oder zur Geburt eines Kindes nicht rechtzeitig da sein werden, oder sich von geliebten Menschen nicht verabschieden können?

Keine Frage, so ein Streik trifft besonders empfindlich nicht (nur) "die da oben", sondern ganz normale Menschen.

Aber wie unsicher werden die betroffenen Passagiere, wenn man sie fragt, "wie sie den Streik finden", während sie hilflos in irgendwelchen Schlangen am Flughafen stehen (und das sind nur diejenigen, die nicht von vornherein zu Hause bleiben mussten, weil ihr Flug komplett abgesagt wurde, also diejenigen, die noch Hoffnung haben wegzufliegen):

In der ARD war von "erstaunlich guter Stimmung" die Rede*** in den Warteschlangen (Pardon, den sogenannten "Linien" vor dem Sicherheits-Check). Die mit einer Kamera befragten versuchten einigermassen tapfer in die Kamera zu blicken und gelegentlich sogar "Verständnis" für die Streikenden zu bekunden,wie so oft in solchen Streik-Situationen.

Wir wollen eben nicht als "unsolidarisch" oder als (mentale) Streikbrecher erscheinen.

Aber: Sobald die Kamera weg war, sah es anders aus.
Radio Hamburg berichtete ZEITGLEICH von ausgesprochen schlechter Stimmung unter den Wartenden, und sobald keine Kamera, sondern nur ein Mikrofon zugegen war, schien es den Betroffenen leichter zu fallen, im Radio zuzugeben: "Ganz schön schlechte Stimmung hier und seeehr begrenztes Verständnis..."

(... (für den Streik den zweiten Tag in Folge. Zu diesem Zeitpunkt verlangte die Gewerkschaft bis zu 30% höhere Löhne, die Arbeitgeber boten 9% Erhöhung an.))


Was hättet ihr gesagt?
Habt ihr schon mal vor einer Kamera gesprochen?
Habt ihr grundsätzlich immer Verständnis für Streikende?
Würdet ihr in einer öffentlichen Situation lieber vorsichtshalber Verständnis für Streikende äußern?







* Streik der Gewerkschaft Ver.di, Sicherheitspersonal
** Hamburger Abendblatt vom 15.2.2013
*** Morgenmagazin vom 15.2.2013, kurze Zwischeneinspielung zur Stimmungsbeschreibung, leider nicht online erhältlich. Als Info kann ich nur dies anbieten: http://m.daserste.de/#videoplayer?id=koelnbonn-100

Karte/Produkt auf Foto aus der Reihe: "Crumpled City"


Ähnliches von JanaBlog:


JanaBlog gibt es nun als ideales kleines Geschenkbuch!
Heißt „Erregungskurven“, und ist ganz normal im Buchhandel erhältlich, auch als E-Book, und international (JanaBlog-Leser in den USA aufgepasst)!

Näheres hier:

Oder gleich bei Bücher de. Oder bei Amazon, wo man ins Buch hineinschauen kann::


Für JanaBlog-Leser in den USA auch hier erhältlich:


Kontaktiere JanaBlog persönlich! – Einfach per Mail: JanaBloginfo@googlemail.com

Montag, 4. Februar 2013

Rote Socken über Hamburg


(Aus der Reihe: Straßen-Kunst)








Diese Dessous-Neon-Lichter-Kette inklusive rote Socken hängt aktuell über der Haupt-Einkaufsstraße Hamburgs, der Mönckebergstraße.






Wer weiß, was das bedeutet?

Eine Werbung ohne Markennamen?

Ein politisches Statement gar?

Habt ihr es auch in anderen Städten gesehen?









Ähnliches von JanaBlog:



JanaBlog gibt es nun als ideales kleines Geschenkbuch!
Heißt „Erregungskurven“, und ist ganz normal im Buchhandel erhältlich, auch als E-Book, und international (JanaBlog-Leser in den USA aufgepasst)!

Näheres hier:

Oder gleich bei Bücher de. Oder bei Amazon, wo man ins Buch hineinschauen kann::


Für JanaBlog-Leser in den USA auch hier erhältlich:


Kontaktiere JanaBlog persönlich! – Einfach per Mail: JanaBloginfo@googlemail.com

Montag, 28. Januar 2013

Studenten gegen Guttenberg




Drastisch? Ach wo! Das ist Kunst!
Von Ottmar Hörl, "Sponti Zwerg".
Aber in ihrer Klarheit vielleicht mal
als Symbol für eine Protestbewegung geeignet?
Stehaufmännchen sind Politiker immer wieder, und als Laie wundert man sich, womit sie langfristig durchkommen, inklusive starken Comebacks.

Studenten in den USA lehnten nun einen Vortrag von Karl-Theodor zu Guttenberg ab und es ist beruhigend zu sehen, dass nicht alle die öffentliche politische Vergesslichkeit mit sich machen lassen.

Guttenberg sollte am renommierten Dartmouth College einen Vortrag "Transatlantische Wirtschafts- und Sicherheitsbeziehungen" halten. Die Germanistik-Professorin Veronika Füchtner startete daraufhin einen Protest, den binnen drei Tagen 100 Studenten und Dozenten unterschrieben: 
Guttenbergs Hintergrund als Plagiator seiner Dissertation eigne sich nicht, um Studenten ein Vortragender/Vorbild zu sein. Schließlich würde jeder der Studenten beim gleichen Vergehen sofort aus der Uni fliegen, während Guttenberg sein Plagiat stets als "Fehler" heruntergespielt habe, ohne sich je wirklich zu entschuldigen.

Nach der Veröffentlichung des Protests sagte Guttenberg den Vortrag "aus persönlichen Gründen" ab.

Bereits im Herbst hat Guttenberg in Yale einen Vortrag gehalten, den die Hälfte der zuhörenden Doktoranden aus Protest "im Namen der akademischen Integrität" verlassen hat.*

JanaBlog meint:
Das ist mal ein Protest an der richtigen Stelle!

Wie seht ihr das?

Und Extra-Frage an Studenten in Deutschland!:
Wäre es euch egal, oder würdet ihr euch (auch) wehren?

Oder vielmehr: WERDET  ihr euch wehren?

Denn wer weiß, 
eines Tages wird Herr Karl-Theodor zu Guttenberg vielleicht/vermutlich/sicher(?) einen Vortrag in Deutschland anbieten....

- - oder mehr.**



 




(Den Zwerg könnt ihr übrigens in vielen verschiedenen Farben als Multiple-Kunstwerk in der Galerie Multiple Box Hamburg für 50 € erwerben:
http://www.multiple-box.de/main.php?suchbegriff=H%F6rl&SUBMIT=suchen+%26+finden&sid=5106608092833)

**In diesen Tagen prangt auf der Titelseite der Bunten ein Interview mit Guttenberg, in dem er sich selbstkritisch zu geben scheint. Wurde diese PR-Offensive mit durch die Ablehnung durch die Studenten ausgelöst?








JanaBlog gibt es nun als ideales kleines Geschenkbuch!
Heißt „Erregungskurven“, und ist ganz normal im Buchhandel erhältlich, auch als E-Book, und international (JanaBlog-Leser in den USA aufgepasst)!

Näheres hier:

Oder gleich bei Bücher de. Oder bei Amazon, wo man ins Buch hineinschauen kann::


Für JanaBlog-Leser in den USA auch hier erhältlich:


Kontaktiere JanaBlog persönlich! – Einfach per Mail: JanaBloginfo@googlemail.com

Mittwoch, 12. Dezember 2012

Glaa Schnuggi.






Diese Überschrift ist durchaus deutsch!

Der Trend bei Souvenirs - in Buchhandlungen und Museen - scheint zu sein, den jeweilig örtlichen Dialekt als Mitbringsel anzubieten. Jeder errät wahrscheinlich, wo JanaBlog diese Beispiele sah?

Na klar, Nord und Süd, Hamburg und Nürnberg.




Nur: „Glaa“ - was heißt das wohl? Nicht mal meine fränkischen Begleiter wussten Rat.
Auf den ersten Blick ist es "klar". "Ist ja glaa!"

Aber wenn man googelt soll es das Wort für "klein" sein.

Meine lieben fränkischen JanaBlog-Fans, ist das richtig? Alles glaa oder ein glaa Missverständnis?

Und man beachte rechts oben auf dem Hamburger Bild: das norddeutsche "Schnuggi" hat doch geradezu einen fränkischen "gg"- Einschlag, oder?

Der glaa Schnuggi eben....







Gesehen bei Thalia Hamburg und dem Germanischen Nationalmuseum in Nürnberg.


Ähnliches von JanaBlog:



JanaBlog gibt es nun als ideales kleines Geschenkbuch!
Heißt „Erregungskurven“, und ist ganz normal im Buchhandel erhältlich.


Oder gleich bei Bücher de:

Achtung, bei Amazon auf die Lieferfristen achten! Aus unerklärlichen Gründen sollen sie bei Amazon wechselnd zwischen Tagen bis hin zu 2-5 WOCHEN betragen, während bei allen anderen Anbietern und Buchhandlungen normale Lieferfristen eingehalten werden.


Kontaktiere JanaBlog persönlich! – Einfach per Mail: JanaBloginfo@googlemail.com

Montag, 26. November 2012

Anamundi, federleicht.





Jetzt muss man über Adventskranz und Schmuck nachdenken, und alle die die berühmt hektische Vorweihnachtszeit leichter haben wollen oder auf das Normale keine Lust mehr haben, können nach Federleichtem greifen. Gesehen bei Anamundi, Hamburg.





Kontaktiere JanaBlog persönlich! – Einfach per Mail: JanaBloginfo@googlemail.com



Donnerstag, 27. September 2012

Zu früh: Heinrich Heine


(Aus der Reihe: Werbung, die uns umgibt)









Ein solches Schild vor einem Geschenk-/Kalender- und Postkarten-Laden* aufzustellen ist schlau. So sehr in die Mitte des Gehwegs, dass man extra einen Extra-Bogen drum herum machen muss, ist recht mutig. Aber dies schon im Juli zu tun, schreckt eher ab!!

So geschehen und gesehen – natürlich – in Hamburg. 


Dieses Foto stammt aus dem September, ich wollte euch mitten im Sommer nicht verwirren oder ins Nachdenken darüber bringen, wie schnell doch die Zeit vergeht, oder dass man bald wieder Geschenke suchen darf... Adventskalender jedenfalls haben die Fleißigen unter euch bestimmt schon besorgt, denn in Laden wie diesem gibt es sie bestimmt schon.

In anderen Städten sind Besitzer von Geschenke-Läden sicher ganz neidisch. Oder hat Heinrich Heine oder ein anderer großer Künstler ähnliches über Berliner, Münchner, Kölner.... gesagt?
















* Laden: Kunstgenuss



Kontaktiere JanaBlog persönlich! – Einfach per Mail: JanaBloginfo@googlemail.com

Mittwoch, 19. September 2012

Wiesn in der Box


(Aus der Reihe: Darreichungsformen)






Das billigste Dirndl wird dieses Tchibo-Produkt nicht sein, und die optimale Passform haben (vergleiche Werbung auf Schachtel!) wohl auch kaum. Aber es zeigt, wie begeistert das Oktoberfest in ganz Deutschland mittlerweile eingemeindet wurde. In Hamburg jedenfalls traut sich kein Shop mehr ohne mindestens eine Tracht und Lebkuchenherzen dazustehen. Abgesehen von Bierfesten werden Aktionen wirklich aller Art im Namen der Wiesn veranstaltet.

Oder ist es nur in Hamburg so? Der köstliche Anblick der in Tracht gewandeten, großen blonden superschlanken Hamburger am Hamburger Flughafen, die sich morgens zu ihrem Betriebsausflug für einen Tag nach München aufmachen, ist im September bereits alltäglich geworden.

Und Ihr? Ist die Wiesn bei euch - ausserhalb von München oder Hamburg ein Muss? Wer von euch hat schon mal ein Dirndl oder Tracht getragen?











Andere beliebte Darreichungsformen von JanaBlog:

Kontaktiere JanaBlog persönlich! – Einfach per Mail: JanaBloginfo@googlemail.com