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Donnerstag, 2. Oktober 2014

Ersatzreligion. Na und?






Fühlt ihr euch belastet, überfordert, bedrängt durch das allgegenwärtige Ideal der romantischen Liebe und Zweisamkeit?
Wenn ihr gerade Single seid oder in Scheidung lebt, vielleicht.
Aber inwiefern schaden wir uns mit diesem romantischen Ideal wirklich?

Ein Artikel in der FAZ* schlägt Wellen, denn er sagt,
die romantische Liebe sie bei uns geradezu zur Ersatzreligion geworden.

Mit ihrer Allgegenwärtigkeit auf allen kulturellen Kanälen, in Filmen, Musik, Literatur und Gesellschaftsmagazinen. Mit Ritualen, und Symbolen - in den Wohnungen würden nämlich nicht mehr christliche Kreuze sondern überall Herzchen und Hochzeitsfotos an den Wänden hängen.
Der Artikel sagt sinngemäß unter anderem* wir würden dermaßen übertreiben,
dass das Ideal der romantischen Liebe uns schadet
weil

so viele von uns unter zerstörten Hoffnungen zusammenbrechen, wenn es doch nichts geworden ist auf Dauer mit der großen Liebe. Weil wir

uns nur vormachen es würde echte romantische Zweisamkeit möglich sein, obwohl die

Partnersuche nur
eine egoistische Maßnahme ist mit dem Ziel, geliebt zu werden.

Und weil wir

viele Menschen ausgrenzen, nämlich diejenigen, die gerade im Augenblick keinen Partner gefunden haben oder gar keinen suchen.



JanaBlog-Liebes-Ideen zu diesem Artikel:

- Das (tatsächlich) allgegenwärtige Ideal der Liebe ist nur ein
Startpunkt. Ein Sprungbrett, eben ein Ideal dem wir folgen wollen. Eine Vision, ein Ziel das wir uns erst vor relativ Kurzem vorgenommen haben, an das wir glauben wollen (und das ganz gelegentlich sogar gelingt).

- Um Nestwärme und geschützte Zeit des Lernens für unseren Nachwuchs zu gewährleisten, hat sich die Gesellschaft nun für dieses Liebes- oder zumindest Paar-Modell entschieden. Nicht in Verkennung der Tatsache, dass es unglaublich kompliziert ist eine liebevolle Familie zu bilden mit all den Schwierigkeiten im Leben,

sondern eben deshalb

- WEIL es so herausfordernd ist, liebevoll zusammenzubleiben und treu und loyal zu bleiben und gemeinsam zu wachsen während die Schwierigkeiten des Lebens auf einen einprasseln, haben wir uns die romantische Liebe ausgedacht und vorgenommen.

Denn wir brauchen

- einen großen emotionalen Trigger, eine extreme Begeisterung die uns hineinstürzen lässt in das Unwägbare und Schwierige des Erwachsenenlebens, der Familiengründung und all des Unbekannten, das im Leben unweigerlich kommt.**

JanaBlog für Singles:

Eins ist klar:
Es ist unserer Gesellschaft nicht würdig diejenigen auszugrenzen, die (gerade) keinen Partner haben, und ja, das passiert andauernd!!

Ist dieses allgegenwärtige 
(diesmal  auf einer Einkaufstüte)
Zeichen in Wirklichkeit schädlich für uns?
(Herz gesehen bei Anita Hass)
Aber auch hier schaut JanaBlog skeptisch-realistisch in die Zukunft:

Denn die Singles sehen sich einer mächtigen archaischen Einrichtung in unser aller Gehirnen gegenüber:
Wir Menschen sind Gruppen-Tiere, und als Sippen-Mammut-Gehirn-Menschen empfinden wir Alleinleben vielleicht noch aus den Jäger- und Sammler-Zeiten als unnatürlich, ja geradezu gefährlich.
Wenigstens eine Gruppe zu zweit muss es für unsere antiken Gehirne anscheinend schon sein.

Jana Blog-Fazit:

Liebe als Religion?
Vielleicht. Auch Religionen beinhalten letztlich jeweils ein Ideal einer perfekt, liebevoll funktionierenden Gesellschaft durch bestimmte Entwicklungen des Menschen weg vom rein Egoistischen.

Ist romantische Liebe egoistisch?
Zum Teil, natürlich, wie übrigens alles noch so Selbstlose, was wir tun
denn es ist so: JanaBlog glaubt ohnehin nicht an die ausschließlich als selbstlos zu bezeichnende Tat. Denn als soziale Tiere empfinden wir es als große Befriedigung, etwas für unsere Sippen-Mitglieder zu tun (zumal es für unser Überleben absolut notwendig war und ist).

Aber trotz allem "bösen Egoismus":
Mindestens ein Teil von uns muss sich in einer Liebesbeziehung auf den anderen einstellen, idealerweise sich einfühlen und zumindest Kompromisse machen. Das weiß jeder, der mal versucht hat mit seinem Partner auszugehen, geschweige denn zusammenzuleben.
Das Ideal der romantischen Liebe trainiert uns also doch zumindest in die richtige Richtung, weg von rein und ausschließlich egoistischen Verhaltensweisen.

JanaBlog als Romantikerin?
Sicher.

JanaBlog voller Illusionen?
Sicher nicht.

Aber mit Arbeit an der Beziehung, der richtigen Balance von Erwartungen und Realismus und mit der Bereitschaft voneinander zu lernen kann es die romantische Liebe (auch über das erste halbe Jahr der hormonellen Verliebtheit hinaus) geben.

Und als Gesellschaft
ein wenig mehr Liebesfähigkeit als hohen Wert anzustreben
ist doch vergleichsweise
ein ganz gutes Ziel, oder?






* http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/menschen/egoistische-zweisamkeit-ersatzreligion-liebe-13152087.html
** Großartiger Dokumentarfilm über Hochzeiten und einem Besuch bei der Brautpaaren etliche Jahre danach: "112 Hochzeiten" von Doug Block
http://www.arte.tv/guide/de/048583-000/112-hochzeiten


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Donnerstag, 6. März 2014

Stand up Comedy, in echt.

(Aus der Reihe: Unsere Nachrichten)




Achmed the Dead Terrorist
ist Vorläufer der realen Nachrichten
und guckt auch schon entsprechend skeptisch
Bild von theblaze.com




Online Surfen ist ja nicht mehr so angesagt, dennoch bot einem schon eine schlichte

"Most-emailed-Liste" der New York Times Anfang Februar 2014 einen spontanen Leckerbissen:










1. Ein Selbsmordattentats-Bomben-Einsatz-Lehrer hat in einem Terroristen-Ausbildungs-Camp im Irak irrtümlich beim Unterricht sich selbst und seine ganze Klasse - seine 21 Schüler - in die Luft gejagt.
Es ist beinahe als ob er den legendären Comedy-Auftritt von Achmed the Dead Terrorist (Achmed der Tote Terrorist) von Jeff Dunham nachspielen wollte!!!
(Wer den legendären Auftritt noch nicht kennen sollte, das ist ein MUSS!:
http://dai.ly/x8o7of
http://youtu.be/_INO1NICd9c)

2. Wissenschaftler hoffen den genetischen Code von Richard III. sequenzieren/analysieren zu können.
http://www.nytimes.com/2014/02/13/world/europe/scientists-to-try-to-sequence-richard-iiis-genetic-code.html?src=me
Man denkt erst mal: Warum um Gottes Willen? Aber es ist sehr selten, dass man die Überreste einer bekannten Persönlichkeit, geschweige denn eines englischen Königs tatsächlich so gut untersuchen kann...

3. Japanischer Komponist sagt dass sein Hörverlust teilweise vorgetäuscht ist.
Der Komponist mit dem immerhin leicht zu merkenden Namen Mamoru Samuragochi* dürfte vielleicht manchen unbekannt sein, wurde aber als taubes Genie gefeiert und von einigen Kritikern sogar mit Beethoven verglichen.
Nachdem er bereits früher zugeben musste, dass einige seiner Meisterwerke von einem Ghostwriter komponiert wurden, musste er jetzt gestehen, dass er bereits mindestens seit drei Jahren sein Gehör partiell wiedererlangt hat....
http://www.nytimes.com/2014/02/12/world/asia/japanese-composer-says-his-hearing-loss-is-partly-faked.html?src=me

Jetzt müssen wir aber in Deutschland nicht etwa zurückstehen mit unglaublichen Nachrichten aus aller Welt.
Die FAZ berichtet in ihrem Artikel

"Exorzismus ist wieder in Mode" von Jörg Bremer

davon, wie vor allem in Südeuropa immer mehr Geistliche der katholischen Kirche in der Kunst der Teufelsaustreibung AUSGEBILDET werden!!!
Jetzt Achtung, nicht etwa in irgendwelchen versteckten sizilianischen Dörfern, sondern unter anderem in Mailand und Madrid.
Am besten selber lesen, aber hier schon mal
eine Kostprobe, zum Genießen:

"Pater Barrajón, der an der römischen Jesuiten-Universität Gregoriana promoviert wurde, bestätigt den Zuwachs an Schülern. Das geschehe aber vor allem, um Scharlatanen das Handwerk zu legen.
Eigentlich sollte jeder Geistliche im Auftrage seines Bischofs Teufel austreiben können, sagt Pater Pedro.(Hervorhebung JanaBlog) Tatsächlich aber müsse man den Satan erst erkennen lernen."
http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/geistliche-als-teufelsaustreiber-exorzismus-ist-wieder-in-mode-12816920.html


Und ja, keiner dieser Artikel ist an einem 1. April als Aprilscherz erschienen!





* Verzeihung, aber für den des Japanischen Unkundigen ist es endlich leicht: Samuragochi: Der Anfang eines Samurai und das Ende eines Tamagochi!! (Pun not intended but welcome!)


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Montag, 24. Februar 2014

Es gibt keine Ausreden...



... außer fehlender Gesundheit, um bis ins sehr hohe Alter voll zu LEBEN.
Oder: Was werdet ihr mit 96 tun?

I-Elemente I
Acryl auf Leinwand
2010
Karl Otto Götz



Dieses Bild wurde im Alter von 96 Jahren gemalt.
Pardon, die Größenordnung ist eher diese:


I-Elemente I ( in der Neuen Nationalgalerie Berlin)
Acryl auf Leinwand
2010
Karl Otto Götz



Früher gab man mit 65 Jahren auf. Nun sei man alt und müsse nichts mehr lernen oder tun, sondern die Rente genießen.
Und hörte auf zu arbeiten und fiel nicht selten in ein so tiefes Loch, dass gesundheitliche Probleme nicht lange auf sich warten ließen.
Genau so wie wir es von unseren mittelalterlichen Bauern-Vorfahren gelernt haben, die natürlich tatsächlich körperlich zu kaputt waren um weiter zu arbeiten und kein großartig geistig reges Leben zur Verfügung hatten.

Früher? Immer noch ist diese Einstellung verbreitet!

Dabei gibt es - wenn man Glück mit der Gesundheit hat - keine Ausreden mehr, denn viel mehr von uns arbeiten mit dem Kopf und sind viel länger fit als unsere Vorfahren.

JanaBlog schaut natürlich auch nicht so gern in die ferne Zukunft,
darf aber immer wieder staunen:
- Das erste Mal vor bestimmt schon 10 Jahren, als sie ein Statement von einem
94-jährigen las, der sinngemäß sagte: "Seit ich vor vier Jahren mit dem Fitnesstraining im Fitnesscenter begonnen habe, hat sich mein Leben so sehr verbessert!"

- Immer wieder lesend über Hochzeiten von glücklichen Paaren in Altersheimen in ihren Neunzigern.

- Von neunzigjährigen Künstlern mit extrem wachen Augen inspiriert, die bis ins höchste Alter begeistert arbeiten.
Wie hier Karl Otto Götz eben, der am 22.2.2014 100 geworden ist (und erst mit 99 zu malen aufhören musste  - aus gesundheitlichen Gründen).

Dieses Bild von Götz (das mit 96 Jahren gemalte) erforderte übrigens vollen Körpereinsatz. Die Farbe ist in seinen Werken typischerweise auf einer Kleisterschicht im Stehen aufgetragen und dann gerakelt und mit Pinseln bearbeitet, und das alles in wenigen Minuten, denn der Kleister trocknet schnell.
Bemerkenswert dabei ist nicht nur die Bewegung, die Wucht des Werkes. Sondern die Tatsache, dass er im hohen Alter noch einmal Neuland betrat, indem er seine typische Malweise Schwarz auf Weiß (oder Bunt auf Weiß) umdrehte und einen völlig neuen Effekt ausprobierte, eben Weiß auf Schwarz.

Dass die Einstellung, das Leben einfach nie abzuschreiben (sondern bis zum letzten möglichen Tag zu lernen, entdecken, zu arbeiten (wie ehrenamtlich auch immer)) das Leben vermutlich "verlängert", das hat wahrscheinlich schon jeder gehört.

Das Wort "Generativität" vielleicht schon weniger.
Das ist der heute massiv zunehmende Wunsch der Älteren, statt bloßem Ausruhen ihre Erfahrung weiterzugeben. Oder wie Wikipedia sagt: "(Generativität) ist die Tendenz sich um zukünftige Generationen zu kümmern, und zwar nicht nur eigene Kinder großzuziehen oder sich als Großeltern zu engagieren, sondern ... auch das Unterrichten, die Künste und Wissenschaften sowie soziales Engagement, also alles, was für zukünftige Generationen brauchbar sein könnte."

Generativität könnte zur "Schlüsseltugend des 21. Jahrhunderts"* werden. Und erklärt auch das bisher unerhörte Phänomen der "Rentenverweigerung,"** nämlich den Fällen von Menschen die sich gegen die Abschiebung in die Rente wehren, weil sie sich noch fit genug zum Arbeiten fühlen (und zwar nicht nur typische Kopf/Kunst-Arbeiter, sondern auch mal ein Haltestellenwärter***).

Seien wir mal (nicht angenehm, sondern) ehrlich:
Wir sollten so intensiv leben wie möglich, denn wir brauchen alle Glück, um nicht von der zunehmenden Altersdemenz oder einer anderen Krankheit am Rest unseres Lebens gehindert zu werden.

Vermutlich ist die Devise:

Groß denken (bis 110 Jahren etwa, denkt sich JanaBlog so),
und zugleich täglich und sofort unser Leben genießen!


Beginnen könnt ihr mit der großartigen Ausstellung Karl Otto Götz (http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/ausstellungen-karl-otto-goetz-zum-100-geburtstag-a-953975.html)
die noch eine Woche (bis 2.3.2014) in der Neuen Nationalgalerie in Berlin zu sehen ist und danach nach Duisburg**** und Wiesbaden***** weiter wandert.







* laut dem Psychologen Heiko Ernst in "Revolution der Reifen" in der FAZ vom 11.12.2011
http://www.seiten.faz-archiv.de/FAS/20111211/sd1201112113269955.html
** "Revolution der Reifen" in der FAZ vom 11.12.2011
http://www.seiten.faz-archiv.de/FAS/20111211/sd1201112113269955.htm
***http://www.taz.de/1/archiv/digitaz/artikel/?ressort=na&dig=2010%2F09%2F11%2Fa0091&cHash=8531557b637932db7cc0dca451ca2a72
und leider: http://www.nwzonline.de/politik/mit-65-in-rente-keine-altersdiskriminierung_a_1,0,655650748.html
****Museum Küppersmühle 21.3.2014-15.6.2014
*****Museum Wiesbaden 11.7.2014-12.10.2014



Ähnliches von JanaBlog:
http://janablog1.blogspot.de/2014/01/mit-bildern-allzu-unbekummert.html
http://janablog1.blogspot.de/2013/11/das-neue-cool-achtsamkeit.html
http://janablog1.blogspot.de/2013/05/kitsch-langst-vorbei.html

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Montag, 3. Februar 2014

Augen zu und

(Aus der Reihe: Geheimnisvolle Wörter)









JanaBlog-Entdeckungen der letzten Zeit:



Antragslyrik

verwandt mit dem
"professionellen  Projektlyriker"

Bedeutet:
die Fertigkeit in Förderanträge genau das hinein zu schreiben, was die potentiellen Geldgeber hören wollen.*



Aber Achtung:
„… Die meisten Förderinstitutionen durchschauen mittlerweile eine abgehobene „Antragslyrik“, die mit blumigen, theorielastigen Beschreibungen zu beeindrucken versucht,…“**

--

Ein BMW heißt in China

Schatzpferd!

("Bao ma")***


--

Wikixiety

ist die Angst, im Web nicht genügend präsent zu sein, namentlich keinen eigenen Wikipedia-Eintrag aufweisen zu können.****
(Gegen Wikixiety können Wikipedia Consultants helfen oder noch besser Wikipedia Whisperers)



Welche schönen Wörter habt ihr in letzter Zeit entdeckt?







* Bildung, Bildung, Bildung? von Michael Martens in der FAZ http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/europa/roma-in-suedosteuropa-bildung-bildung-bildung-12739724.html


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Montag, 18. November 2013

Nach dem Studium: Rosa.









Mousepad von Rannenberg & Friends


Ist dies nur ein Mousepad?
Oder ist dies wirklich die Einstellung vieler junger Frauen heute?

Die Soziologen und JanaBlog-Beobachtung sagen: Letzteres:

Männer wählen Fächer mit guten Verdienstmöglichkeiten, um später eine ganze Familie finanzieren zu können.
Frauen wählen überproportional Studienfächer, die in Berufe münden mit denen sie sich allenfalls selbst ernähren können*. "Allenfalls"? Ja, denn auch heute und sogar in "klassischen" Studienfächern fallen bei Studentinnen ganz offen Sätze wie:

"Ach ich weiß gar nicht genau was ich mit meinem Psychologie-, Wirtschafts-... Studium machen werde. Ich will ja eine Familie gründen und mein Freund wird sowieso so viel mehr verdienen als ich...."**

Ist nicht schlimm.
Solange die Ehe-in-spe(!) hält
.
Und die Akademikerin nicht zur Alleinerziehenden wird, ohne Anspruch auf Unterhalt.
Alleinerziehende vielleicht, die zu lange in ihrem ohnehin niedrig dotierten Beruf ausfiel während einer Kinderphase und plötzlich ihren Kindern kein eigenes Zimmer, Schüleraustausch, teure Bücher oder ähnliches bieten kann.

..... Prinzessin also?

Darauf sind Frauen seit jeher geprägt, durch all die Märchen von Aschenbrödel bis zum Schneewittchen.

Und in der realen Welt bedienen Laetitia, Mette-Marit, Maxima, Mary, Catherine & Co genau diese geheimen Wünsche. Geht doch!

Da hilft auch nicht das zweite, im Berg der Mousepads bei Thalia verborgene Exemplar, denn das will sicher keine hören:



Mousepad von Rannenberg & Friends











* Heike Kahlert, Soziologin an der Universität München in "Starre Geschlechtergrenzen" von Birgitta vom Lehn, FAZ
http://www.faz.net/aktuell/beruf-chance/studienfachwahl-starre-geschlechtergrenzen-11818674.html
**JanaBlog-Beobachtung und wissenschaftlich sinngemäß mit sehr klaren Worten gestützt beispielsweise von Cornelia Koppetsch, Soziologin an der TU Darmstadt in "Starre Geschlechtergrenzen" von Birgitta vom Lehn, FAZ http://www.faz.net/aktuell/beruf-chance/studienfachwahl-starre-geschlechtergrenzen-11818674.html



Ähnliches von JanaBlog:
http://janablog1.blogspot.de/2013/08/fur-manner-kein-kompliment.html

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Dienstag, 22. Oktober 2013

Uai oder wei? Why?!







Entweder "LIFE for nothing, DEATH for something" ODER
 "LIVE for nothing or DIE for something".
Schon klar,
reimt sich dann nicht so schön, aber wäre Englisch richtig.
Ok, dies ist "nur" ein Kunstwerk, aber umgibt uns
 in Form von Edgar Karten und steht für unsere
unbekümmertes Pseudo-Englisch. Edgar Platinum Cards,
Werbung für www.ths.nu
Schlagen wir uns als Deutsche mit unserem Englisch nur gerade so durch?

Wie würden wir - jeder für sich, höchstpersönlich - profitieren, wenn wir BESSER Englisch sprechen würden?

Und: Rettet unser schreckliches deutsches TV-Programm unser Englisch, einfach weil wir es nicht mehr schauen??

Laut GfK und FAZ* müssen zwar viele von uns zumindest teilweise auf Englisch arbeiten.

Aber erschreckende Zahlen: Nur jeder Zehnte soll fließend sprechen können und nur 2,1% seien verhandlungssicher.

Laut FAZ gibt es sogar ausländische Firmen, die bewusst aus Deutschland auswandern**, wegen unserer schlechten Englisch-Kenntnisse, und zwar schlecht nicht nur im Lager und Logistik***, sondern genauso im Management und Kundenberatung.

Betrifft euch nicht?
Vielleicht.
Aber vielleicht merken wir es einfach gar nicht, welche Fehler wir machen.

Egal?
Haben wir im Augenblick einfach Glück, dass an uns keiner vorbeikommt als europäische Haupt-Wirtschaftsmacht?
Na ja. Zur Zeit vielleicht.
Aber das gilt nicht für uns höchstpersönlich.

Die ganze Welt spricht schlecht Englisch, es kommt also nicht (mehr) drauf an korrekt zu sprechen?
Das stimmt, aber umso großer der Vorteil für denjenigen, der das Bisschen mehr drauf hat.

Der Vorteil?
Jede einzelne Begegnung, jedes Ergebnis eines Verkaufsgesprächs, jeder Beitrag im Meeting wird besser ankommen und umso erfolgreicher sein, je besser und flüssiger unsere Ausdrucksweise. Denn nicht vergessen: Wir kommunizieren als Menschen, und wollen beim Gegenüber vor allem Vertrauen erwecken.

Wie erwecken wir das schwer zu benennende grund-menschliche Chemie-Vertrauens-Gefühl?
Indem wir nicht nur Dinge korrekt benennen, sondern in einer souverän beherrschten Sprache völlig natürlich auftreten. Wir können zeigen, dass wir ernsthaft sind, wie seriös, wie klar im Kopf und sogar: welchen Humor wir haben, wie wir als Persönlichkeit so sind!

Mit Englisch-Radebrech dagegen?
Wirken wir unbeholfen, man kann uns nicht einschätzen, man traut uns viel weniger zu und vor allem: ver-traut uns viel weniger, in der urmenschlichen Weise: Wir wollen  nämlich seit unseren "Affen-Tagen" immer wissen, "was ist das für einer" der mir da gegenüber steht. Wenn der stottert, mit einfachsten Ausdrücken, grammatikalischen Schnitzern und schweren Aussprache-Fehlern unkonzentriert und damit hölzern wirkt, damit unlocker auftritt, wie will ich ihn dann einschätzen?

Glaubt ihr immer noch nicht?
Dann erinnert euch:
Hattet ihr in letzter Zeit einen ausländischen Gast mit am Tisch, der nur schlecht Deutsch oder gar nicht mal aushilfsweise Englisch sprach? Einen spanischen/französischen/brasilianischen/russischen Austausch-Schüler, der still und unbeholfen wirkte? Fandet ihr ihn uninteressant und habt ihn nicht so richtig ernst genommen? War er euch am Ende gar nicht recht sympathisch?
(Und habt ihr ihn dann zufällig auf der Straße beobachtet, lachend und beliebt scherzend oder kompetent wirkend mit seinen spanischen/... Mitschülern/Kollegen und dachtet: ein ganz anderer Mensch?)

Genau.

Ein Werbe-Gag hier, aber zeigt dass wir immer wieder
von verstümmeltem Englisch umgeben sind. Das färbt ab!
Edgar Freecards, Werbung für Nivea.

Lösung?

Aussichten für die Englisch-Kenntnisse in Deutschland sind zumindest kurzfristig so teils teils:

- Deutsche Schul-Englischlehrer sind nach wie vor - mit Verlaub teilweise regelrecht - katastrophal schlecht, wie mir auch Muttersprachler berichten, die deutschen Schülern Nachhilfe geben.

- Deutschland setzt dabei noch immer auf British English, obwohl eins klar ist: Das amerikanische Englisch hat gewonnen (oder was davon in unserer Welt-Englisch-Verstümmelungs-Sprache übrig geblieben ist.)!****

- Wir unterschätzen die englische Sprache, weil sie sich Deutsch so verwandt anfühlt. Fröhlich erfinden wir Wörter, die gar nicht existieren. Und: Tücken falscher Aussprache sind uns teilweise völlig unbekannt! Oder wie viele von uns sind uns bewusst, dass "Why" als "Uai" und "Vine" als "Wain" klar unterscheidbar ausgesprochen werden müsste?

Immerhin, Hurra! EINEN Standort-Nachteil werden wir geradezu zufällig los:

Holland und Skandinavien beispielsweise wurden auch deshalb so gut in Englisch, weil ihre Filme im TV und Kino nicht synchronisiert wurden und sie (inklusive ihrer Englisch-Lehrer) so mit dem Klang des korrekten Englisch förmlich aufwuchsen.
Das passiert jetzt hier auch: Immer mehr Menschen sind angesichts des anerkanntermaßen desolaten deutschen Fernsehprogramms Fans amerikanischer Filme und Serien! Und schauen diese (allein vor lauter Ungeduld, weil Deutschland manche Staffeln völlig erratisch mit Verspätung synchronisiert im TV anbietet) auf DVD, Netflix, iTunes oder sonstwo, und zwar im ORIGINAL mit Untertiteln.

Das bringt schon was. Kommt hinzu, dass

so einige Studienfächer heute fast komplett auf Englisch stattfinden, weil die Fachliteratur überwiegend auf Englisch vorliegt. Und schon wird eine besser Englisch sprechende Generation nachgewachsen sein.
Oder gar eine bessere Englisch-Lehrer-Generation!


Aber was, wenn ihr nicht zu dieser nagelneuen Generation gehört?

JanaBlog meint:
Englisch lesen, Serien und Filme in Original gucken, aber um sich selber auf Englisch ganz natürlich ZEIGEN zu können bleibt nichts anderes als:
SPRECHEN und sich dabei intensiv von Muttersprachler-Lehrern - ach ja - korrigieren lassen!!!



.... Oder wie macht ihr es?.....








* Studie der Gesellschaft für Konsumforschung GfK, nachzulesen in Corinna Budras und Roland Lindner in "Hällo, sis is Dieter koling!", FAZ vom 12./13.10.2013
** Online-Händler Fab.com, Quelle: Corinna Budras und Roland Lindner in "Hällo, sis is Dieter koling!" In FAZ vom 12./13.10.2013
***wo ja auch die Beschriftungen und Anweisungen mittlerweile selbstverständlich auf Englisch laufen
****http://janablog1.blogspot.de/2011/09/winner-is-english-but-not-english.html



Ähnliches von JanaBlog:
http://janablog1.blogspot.de/2011/09/winner-is-english-but-not-english.html
http://janablog1.blogspot.de/2013/06/spontan-oder-verabredet.html

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Mittwoch, 4. September 2013

Blind Date, mit Büchern.







Wachen Buchhandlungen rechtzeitig auf?

Es geht ums Überleben, und anscheinend nicht nur ihres.

Denn die Deutschen scheinen nicht mal mehr überhaupt Bücher zu lesen!

Die neueste Freizeit-Untersuchung (so heißt das!)* hat gezeigt, dass die Deutschen in ihrer freien Zeit zwar sehr gern zu Hause sind, aber die Kategorie "Buch Lesen" kommt nicht vor** (während Fernsehen auf Platz 1 und Zeitungen/Zeitschriften-Lesen (immer weiter nach hinten rutschend) auf Platz 4 stehen).

Die hier zu bestaunende Bücher-Blind-Date-Aktion der Buchhandlungs-Kette Heymann in Hamburg ist eins der wenigen erkennbaren Zeichen, dass der Buchhandel dagegen und gegen die elektronische Konkurrenz kämpft.
Ein von vornherein verpacktes Buch, nur mit Stichworten versehen. Würdet ihr das kaufen?
Vielleicht fürs Wichteln verwenden? Oder nachahmen als Spiel für eine Weihnachts-Party? Oder als Quizsendung fürs Fernsehen nutzen?




Letztlich müssen wir dieses Blind Date gar nicht kaufen, schon allein Anschauen, Nachdenken, drüber Reden erfüllt den Werbe-Zweck.

Ernster gemeint ist hoffentlich das Angebot, statt einer Tupper-Party (Dessous-, Schmuck- oder sonstwie-Party), eine Bücher-Party mit einer professionellen Buch-Beraterin ins Haus zu bekommen, wieder von Heymann angeboten. Bei der unübersichtlichen Bücherflut eine naheliegende Idee!

Literatur-Festivals mit großer Leser-Nähe sind der weitere Schritt zur Rettung des Buchhandels im alten Sinn - wenn eine Buchhandlung sie sichtbar organisiert. In Hamburg beginnt jetzt das Harbour Front-Festival, mit denjenigen Autoren, die man von Bestsellerlisten kennt und das selbst jene zum Hingehen motiviert, die sonst Lesungen nicht mögen.

Mit diesen Maßnahmen betonen die Buchhändler ihre Kompetenz als Berater, und das sollten sie noch viel offensiver tun, denn bei allem Gerede von Amazon und Kindle wird übersehen, dass auch Goodreads und ähnliche Plattformen eine große "Bedrohung" für die Buchhändler ist. Auf Goodreads.com bekommt man auf höchstem Niveau maßgeschneiderte Vorschläge und Kritiken angeboten, und das mühelos per Mail, ohne sich in eine Buchhandlung bewegen zu müssen - um anschließend das Buch als ebook zu erwerben, immer noch auf dem Sofa.

JanaBlog ist keine Buchhändlerin, aber gelegentlich Leserin, und merkt selbst, wie sie die Buchhandlungen immer weniger braucht. Und sagt als Leser:

Buchhändler, macht den Laden-Besuch zu einem Erlebnis!
Bindet die Kunden über Persönliches!
Und vor allem: Stellt in eure Geschäftsräume gut sichtbar Terminals auf, an denen wir Leser sofort eurer Buchhandlung, ich betone: EUCH ein ebook abkaufen können! Und/oder ein Buch online verschenken können, wenn es woandershin versendet werden soll! Oder man es einfach direkt ins Haus bekommen will und es nicht schleppen will! Und zwar so, dass  IHR davon profitiert und euch nicht beschweren müsst, dass die Menschen sich bei euch nur die Tipps holen und dann bei Amazon einkaufen!

Und vielleicht könnt ihr bei JanaBlog dazu weiterlesen, über Buchläden die es schon tun - oder gerade nicht:



Übrigens: Eins der Blind-Date-Bücher hat JanaBlog tatsächlich erraten:




Es fehlt noch der Hinweis: "New York".***

Habt ihr auch Bücher erkannt?










* Freizeit-Monitor 2013 von der BAT-Stiftung für Zukunftsfragen, ausgewertet von Andreas Nefzger in der FAZ "Deutsche bleiben gerne zu Hause"
** Jedenfalls nicht unter den Top Ten der beliebtesten Freizeit-Tätigkeiten. Platz 1: TV, Platz 2: Telefonieren von zu Hause aus, Platz 3: Radio hören. (Hmmm. Hört sich sehr danach an dass unsere Gesellschaft ganz schön altert, oder?)
***Ohne Gewähr da JanaBlog sich so sicher war (und ist), dass sie vergaß bei der Buchhandlung nachzufragen: Martin Sendker, "Herzenhören". Ein tolles Buch übrigens!




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Samstag, 3. August 2013

Deutschland, so richtig hoch im Kurs!





Freut ihr euch eigentlich ausgiebig, welch hohes Ansehen heute unser Land genießt?
Ihr glaubt, auf uns wird nur wegen der Euro-Krise geschimpft? Oder wir werden nur böse beneidet?
Nein, in den Ländern der Zukunft sind wir das einzige nicht-asiatische Land, das nicht nur aufmerksam beobachtet, sondern im Augenblick sogar bewundert wird.


Beweis: Die hohe Ehre dieses Fake-Passport-Galaxy-Smartphone-Cover-Produkts* am Flughafen Changi in Singapur kommt tatsächlich außer China nur Deutschland zu, für kein anderes Land wird auch nur ein Pass-Fake angeboten, geschweige denn eine so schmeichelhafte Umschreibung wie "The Most Advanced Country" (links unten im ersten Bild). 
Es erscheint JanaBlog völlig in Ordnung, wenn beim chinesischen Pass-Fake "The Most Powerful Country" steht, auch wenn ich vielleicht statt "Most Powerful" (noch!) eher "Most Important" schreiben würde.
Aber Scherz beiseite, auch persönlich wird man in Asien achtungsvoll angeschaut, wenn man sagt dass man aus Deutschland kommt, und das tut jenem reisenden Deutschen natürlich gut.

...Nur eine Souvenir-Moment-Aufnahme, sagt ihr?

Nein nein. Gerade hat das chinesische Design-Magazin Xin Shixian ("Outlook") eine Sonderausgabe über Deutschland herausgebracht*.
Mit dem Titel "Triumph des Deutschlands" (so anscheinend original auf Deutsch gedruckt) und vielen fast legendenartigen Beispielen für deutsche Ingenieurs-Zuverlässigkeit und die hohen Standards in Germany.
Einer der Artikel erzählt, dass auch das Siegel "Made in Germany" einst schlechten Ruf genoss und führt Deutschland als Inspiration an: "Jetzt erfährt Made in China eine ähnlich schlimme Resonanz. Aber wir müssen uns fragen: Können wir wirklich wie die Deutschen unsere Zuversicht wiederherstellen?"**

Bloße Souvenir-Erfahrung nein, aber Momentaufnahme bestimmt, und deshalb schnell all das Ansehen genießen!
Denn:
Ein Autor eines der Artikel scheint sogar die Pünktlichkeit deutscher Züge bewundert zu haben!
Na da hoffen wir mal, dass kein Chinese so bald Zug fährt mit der Deutschen Bahn. Dann würde der schöne Fake-Pass nämlich ganz schnell wieder aus dem Verkehr gezogen werden....



















*von Ozaki, für 37.29 Singapur-Dollars
**Laut "Chinas Liebling", von Mark Siemons, FAZ
***Übersetzung  aus:"Chinas Liebling", von Mark Siemons, FAZ





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