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Montag, 27. Januar 2014

Prominente Proportionen.





Foto: Getty

Nicht an Models, sondern an normalen Menschen bewähren sich Kleider.

Und als Normalos müssen wir selbstständig darüber nachdenken, was an uns gut aussieht.
(Prominente) Beispiele helfen hier dabei. Denn
JanaBlog-Thema heute:
Proportionen!

Schmal, elfengleich und jugendlich wirkt hier Michelle Obama im ersten Bild links, im Februar 2012. Betonte Taille und V-Ausschnitt des Kleides "schmeichelt jeder Frau" wie man so sagt, im Fall dieser Kleider stimmt es tatsächlich. Dazu die Hochsteckfrisur - und auch wenn die Farben und Muster des Kleides Geschmacksache sind,– die Proportionen jedenfalls stimmen.



Das gleiche Kleid wirkte ein wenig anders aber fast gleich beschwingt mit einer anderen Frisur im November 2013:


Foto: MANDEL.NGAN/AFP/Getty Images


Aber nur einen(!) Monat später wirkt Frau Obama unnötig kastenförmig und um mehrere Kilos schwerer - durch den quadratischen oberen Kleid-Bereich und den breit angelegten Faltenrock:



Foto:Theo Wargo/WireImage


Oder hier auch wenig elfengleich durch den Schnitt, Muster und Glitzern des Kleides kombiniert mit der Frisur (Pony) (im Februar 2013):


Foto: US Vogue, Courtesy of Getty Images News


Wie man mit dem Figur-Typ von Michelle Obama in Hosen gut aussieht zeigt sie hier, denn das Oberteil kaschiert Oberschenkel und ist zugleich pfiffig und eng genug:


Im April 2012,
Foto: Charley Gallay/KCA2012/Getty Images for KCA


Lena Dunham ist mit ihrer sensationellen und preisgekrönten Serie "Girls" stark darin  ihre/eine normale Figur so ehrlich zu zeigen, dass für ihre TV-Figur Hannah die Kleider teils so geändert werden, dass sie besonders schlecht sitzen. Wie hier, unvorteilhaft:

Foto: Aus der Serie Girls


Aufgrund dieses Image leistet sich Lena Dunham unbekümmerte Fashion-Auftritte auch in ihrem wahren (mittlerweile glamourösen) Leben. Hier eins der neuesten Fotos, wo sie sogar versucht (ironisch?) eine schmeichelhafte Rote-Teppich-Pose einzunehmen. Hilft wenig: Das enge Kleid und Bustier betont ihre starken Oberarme und durch die schrille Farbe ein paar Kilos drauflegt (also ja, manchmal bewirken nicht nur Schnitte, sondern sogar Farben die Änderung von Proportionen):


Lena Dunham bei den Golden Globes 2014, in Zac Posen
Foto: Steve Granitz/WireImage

Hier versucht sie die Proportionen umzukehren und den Oberkörper kleiner erscheinen zu lassen. Dabei übertreibt sie allerdings, so dass sie aussieht wie eine geschnitzte Souvenir-Puppe, denn: Der untere Teil des Kleides ist zu hoch angesetzt und zu weit – er sieht aus wie eine Art Ballon mit dem sie davonfliegen könnte (zudem wirkt das Kleid für einen Emmy-Abend wenig festlich, wenn auch von Prada. Aber das ist ein anderes Thema...):


Foto: Frazer Harrison /Getty Images


Völlig unförmig kann (wie wir alle) auch sie aussehen - in diesem Kleid von Rochas (von dem es dieses Jahr eigentlich taillierte romantische Outfits gibt). Oberarme betont, keine Taille, zu kurz, Farbe die blass macht und durch Glitzer Kilos drauf zaubert (aber wie gesagt, das ist vielleicht Taktik: dies war immerhin die Premiere der 3. Staffel von "Girls"):


Foto:Andrew H. Walker/Getty Images


Dass auch Lena Durham sensationell schön aussehen kann nach Maßstäben vieler Menschen zeigt dieses Foto von Annie Leibowitz (und ja, JanaBlog weiß das es bearbeitet ist, das betrifft aber nicht die Proportionen des Kleides: denn...) Die Unterbrechung der Oberarme durch den Ärmel-Ansatz, die nach unten schmal zulaufende Linie des Kleides und schmeichelnder Ausschnitt sind perfekt:


Foto: Annie Leibowitz für US Vogue


Schließlich noch ein
JanaBlog-Tipp, der immer hilft:
Falls ihr zu der großen Gruppe Menschen gehört, die möglichst schlank aussehen wollen, dann könnte sich für euch folgende Gewohnheit als nützlich erweisen:

Wenn ein Model in einem Outfit so aussieht als ob es Normal-Maße hätte, 
Finger weg (wir Normalos)!

Wie hier:



Foto aus "Closed Women Spring/Summer 2014 Collection" - Flyer


Man bedenke: In beiden Bildern geht es um das selbe Model und die Jeans rechts ist KEINE Skinnyjeans!
In Wirklichkeit ist das Model also noch dünner,

und die Hose links macht noch dicker.....



Viel Spaß beim Shoppen!!





Ähnliches von JanaBlog:
http://janablog1.blogspot.de/2013/10/post-its-fur-den-kleiderschrank.html
http://janablog1.blogspot.de/2013/06/taschen-nur-noch-in-der-hand-haltbar.html
http://janablog1.blogspot.de/2013/10/beine-zu-dick.html



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Dienstag, 1. Oktober 2013

Post-its für den Kleiderschrank




Das extremste Top der Saison zwar, aber die restlichen
Designer sind auch eifrig dabei.
Haider Ackermann Spring 2014
Foto: Yannis Vlamos/Indigitalimages.com

"Die Brustwarzen sind so allgegenwärtig,
dass sie Accessoires sein könnten."
*
                           Jennifer Wiebking, FAZ




Rechtzeitig vorbereitet sein auf neue Trends für den Frühling 2014
Schon mal mit Post-its von JanaBlog für den (virtuellen) Einkaufskorb/Kleiderschrank, damit ihr wisst, wie strategisch kombinierbar einkaufen?

Ist diesmal sehr leicht. Denn vor allem wichtig dieses Jahr:
Rechtzeitig euren Busen pflegen, oder/und eure Tatoos!




Aber der Reihe nach, die harmlosen Trends zuerst:

-Gerade Shorts.
Bis übers Knie, das Stichwort dabei ist: Gerade. Gar nicht schlecht, denn das wird vielen Frauen stehen.
(Gesehen unter anderem bei Jonathan Saunders, Thomas Tait, Giorgio Armani...)


- Offene weiße Hemden, drüber oder ungeknöpft in Hosen oder Röcke hineingesteckt.
Ein sexy Trend, ohne Zweifel.**


Sehr lässig, aber wer wird es wagen?
Donna Karan Spring 2014
Foto:Gianni Pucci/Indigitalimages.com

- Rüschchen.
Ziemlich riskant, ein wenig intellektuelle Richtung meine ich, denn die Designer berufen sich dabei gerne auf irgendwelche historischen Vorlagen ohne Rücksicht drauf, wie voluminös wir darin aussehen.(Gesehen zum Beispiel bei Bottega Venetta, Dries van Noten, Rochas, Haider Ackermann...)


Diese (schönsten) Rüschchen sind wenigstens ein Symbol
für eine Blume, aber sobald dieses Volumen um die
Hüfte geschlungen wird....
Dries van Noten Spring 2014
Foto: Yannis Vlamos/Indigitalimages.com

- Antistatement-Schuhe
Noch ein vorsichtiger Trend, den man aber auch bei den von Higheels (vorübergehend?) ermüdeten Fashion Shows-Besuchern beobachten konnte:


Solche Schuhe trugen sogar Fashionistas
als Besucher der Fashion Shows. Bequem und alt bekannt...
Céline Spring 2014
Foto: Monica Casa/Indigitalimages.com




Flache Treter sogar zum Abendkleid erlaubt,
ob sich das durchsetzt?
Givenchy Spring 2014
Foto: Monica Casa/Indigitalimages.com

- Sportlich...
...wirken viele Stoffe Stretch und Netz-Stoffe, Hosen erinnern mit ihrem Abschnitt und Seitenstreifen an Jogginghosen. Selbst sexy Marken wie Gucci setzen darauf, ebenfalls Prada, Maison Martin Margiela, Givenchy.... und sogar Sacai, (die nicht nur laut JanBlog sondern auch laut Karl Lagerfeld die interessanteste "neue" Marke unserer Zeit ist)!!!


Diese Mode hat es vom Laufsteg bereits
zu den  Stars geschafft, und ist anscheinend/
angeblich auch Rote-Teppich-tauglich.
Jedenfalls für Blake Lively, die hier (für die Figur mittel-schmeichelhaft)
neuestes Gucci trägt.
Foto: Matteo Bazzi/European Pressphoto


Das Wichtigste aber, ein selten unbestritten sich auf den Laufstegen wie abgesprochen durchgesetzter TREND:


- Durchsichtigkeit total!!!!

Hier gehört nämlich dieser völlig zutreffende Satz hin, aus einer Kritik der FAZ zu den hier besprochenen Frühjahrs-Kollektionen 2014:
"Die Brustwarzen sind so allgegenwärtig, dass sie Accessoires sein könnten." ***

Dazu muss man keine Beschreibungen liefern, das erklärt sich von selbst und sieht überall ähnlich aus.(Gesehen praktisch überall: von Theyskens, Krakoff über Tom Ford bis zu Gucci, Vera Wang, Nina ricci, Balmain, Dior, Haider Ackermann,....)****


Dies ist wenigstens mal nicht ein Top aus Organza,
 
sondern mal ein Pullover. Sieht pfiffig aus, aber selbst Profis fragen sich
Wie trägt man das?
Balmain Spring 2014
Foto: Monica Feudi/Indigitalimages.com

Selbst Fashion-Experten fragen sich dabei:
Wie trägt man das?

Einige werden profitieren:
Denn Tattoo-Trägerinnen aufgepasst: DIE Saison um eure Körper-Kunstwerke zeigen zu können!!!
Und Woolford & Co werden sich freuen, die Nachfrage nach ergänzender Unterwäsche wird (hoffentlich!!!!) steigen.

Immerhin gibt es sanfte Ansätze zu Lösung dieses Dilemmas:

Einfach einen weniger transparenten Stoff nehmen, gesehen eigentlich nur bei Chloé. Auch Rochas hatte gute Lösungen, mit BH, Übermantel, transparentem Jäckchen.

Oder radikale Gegenmaßnahme:

Prada verwendet nicht nur BHs, sondern positioniert sie sogar "außen":


Keiner weiß warum, aber hier sind
die BHs vorhanden, sogar über dem
Mantel, zur Sicherheit. Wusste Miuccia Prada
von Spionen, was die anderen planten und kommentierte
es hier ironisch???
Prada Spring 2014
Foto: Gianni Pucci/Indigitalimages.com


- Unter-Trend dazu: durchsichtige Röcke.
Die Röcke sehen übrigens wirklich bei allen Designern beinahe identisch aus.
Selbst diejenigen, die bei Designer-Riesen wie Alexander Wang für Balenciaga und Raf Simons für Christian Dior über die Laufstegen liefen, sahen fast gleich aus. Deshalb reicht ein Beispiel wirklich völlig aus:



Dieser Rock ist wenigstens gut gelöst mit schönem Slip.
Burberry Prorsum Spring 2014
Foto: Yannis Vlamos/Indigitalimages.com


Wenn ihr also nur einen einzigen Post-it für euren Kleiderschrank übrig haben solltet, dann schreibt groß drauf:
Transparenz!

Und im März schaut nach bei Zara, Mango & Co: Welcher dieser Trends hat es geschafft?
Was werdet ihr tragen (müssen, weil es nichts anderes gibt)?

Und Achtung, auch wenn ihr all dies nicht in den Läden vorfindet, Post-its nicht wegwerfen. Denn es dauert manchmal zwei Jahre(!) bis manche Trends die vorsichtigen Händler/Kunden in Deutschland erreicht!




(Und hier zum Ausklingen noch ein paar Lösungsvorschläge für den durchsichtigen Trend:

Könnte es so funktionieren? Die Mode, unter Weißes Durchsichtiges schwarze BHs anzuziehen gibt es ja schon länger, aber sieht es bei Sommerkleidern wirklich gut aus? Wirkt es nicht ein wenig ratlos improvisiert?:


Giambattista Valli Spring 2014
Foto: Yannis Vlamos/Indigitalimages.com

Cooler sieht da schon so ein Streifen aus:


Saint Laurent Spring 2014
Foto: Yannis Vlamos/Indigitalimages.com

Oder wenn schon denn schon, ordentlich durchsichtig und dann ganz einfache Lösung:
Jackett schließen (und erst wieder in einem wirklich wichtigen/passenden erotischen Augenblick öffnen....!!!!):


Saint Laurent Spring 2014
Foto: Yannis Vlamos/Indigitalimages.com


                Viel Spaß!)










*Jennifer Wiebking in FAZ vom 24.9.2013 "Kämpfernaturen in Paillettenkleidern"
**http://www.garancedore.fr/2013/09/16/things-i-can-do-right-now-5-2/#content
***Jennifer Wiebking in FAZ vom 24.9.2013 "Kämpfernaturen in Paillettenkleidern"
****http://www.garancedore.fr/2013/09/17/spring-trends-delicate-sheer/





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Donnerstag, 7. März 2013

Deutschland modisch vorneweg?







Die neue Revolution der Mode für Herbst 2013 braucht Deutschland nicht.

Haben wir längst!

Aber will sie jemand überhaupt? 




Dieser Hosenschnitt, diese Art Schuhe:
DER Trend.
Dries van Noten Herbst 2013
Foto: Yannis Vlamos/InDigitalteam/GoRunway.com

Männerkleidung für Frauen gemacht, das ist die Revolution für Herbst/Winter 2013. Nadelstreifen, weite Hosen, vernünftige Männerschuhe mit dicker Sohle.

Offiziell von Fachleuten zum Trend erklärt, denn wie abgesprochen, sich teilweise erstaunlich ähnelnd tauchte all dies zum Beispiel auf bei Comme des Garçons, Rochas, Dries van Noten, Stella McCartney,...


Nadelstreifen, wie gesagt, für Frauen.
Stella McCartney Herbst 2013
Foto: Yannis Vlamos/InDigitalteam/
GoRunway.com
In Deutschland, wo wir uns ohnehin scheuen uns weiblich zu kleiden und Higheels (bis auf Achtzehnjährige im Club) ein Fremdwort ist, wird es nichts neues sein. Die Hosen etwas weicher, mehr Nadelstreifen, sonst wie gehabt.

Anders im Rest der Welt natürlich: die im Job Higheel-pflichtigen New Yorkerinnen oder elegante Pariserinnen werden mit dieser Mode ein wenig durchatmen können, wenn sie sich denn trauen.

Aber wollen wir diese männliche Mode wirklich?

Denn interessant: auch Nicht-Deutsche Beobachter jubilierten emotional einer ganz anderen Richtung zu: der Kollektion von Céline*:

Röcke mit Pullover-verwandten festen Oberteilen. Bequem, stark genug um im Joballtag vieler Frauen die Trägerin zu stützen und Stärke zu signalisieren. Dabei ein wenig futuristisch auszusehen und doch weiblich zu wirken. 
Ein gutes Gefühl und endlich auch der Eindruck: Ja, wir sind im 21. Jahrhundert, die Zukunft ist da!



Futuristisch, weiblich, stark:
Céline Herbst 2013
Foto: Monica Feudi/FeudiGuanieri.com



(Seltsamerweise sind damit aber auch vierarmige Aliens in der Mode angekommen: Dass Comme des Garçons ausgefallene Ideen hat und Zusatz-Ärmel auf Jacketts verknotet und drapiert erwarten wir schon fast. 


Männerkleidung für Frauen, Alien-Ärmel inklusive
Comme des Garçons Herbst 2013
Foto: Yannis Vlamos/InDigitalteam/GoRunway.com


Dass es aber Céline auch tut (gleichzeitig!), 


Alien-Zusatz-Ärmel, angeblich um sich "wie umarmt"zu fühlen
Céline Herbst 2013
Foto: Monica Feudi/FeudiGuanieri.com

(Wunderbares Detail: die skeptisch blickende Dame rechts im Bild.)

…ist erstaunlich und sieht ein wenig - ZU futuristisch aus.

Nicht fürs Büro zu empfehlen, sondern nur für die absoluten Mode-Profis!)










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