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Montag, 30. Januar 2017

Wie 2017 tragen?





Jetzt überlegen, was wir im Frühling und Sommer 2017 tragen wollen.

Aber vor dem Zücken der Kreditkarte kurz innehalten 
und sich die Geldbeutel-schonende Frage stellen:

WIE können wir die neue Mode tragen, so dass es zumindest gut aussieht, im besten Fall sensationell?

WO können wir uns was abgucken?

Der Street Style bei den Fashion Weeks ist ideal um sich zu informieren, und da muss ich diesmal feststellen: Wir behaupten zwar immer, es gäbe keine Mode mehr, aber

diesmal trugen alle irgendwie das Gleiche:


Foto: Phil Oh für Vogue, Outfits: Gucci 

Selbstverständlich
trugen alle Gucci, und bei aller aufrichtiger JanaBlog-Bewunderung des momentanen Gucci-Designers war mir das schon fast ein bisschen zu viel. Und obwohl es normalerweise wunderbar geschmackvoll getragen wird, kann ich nur warnen,
man kann es auch übertreiben und wie in einer uncoolen(!) Variante eines Pyjamas herumwandeln. Hier noch dazu zu zweit, was den bemühten Eindruck nur peinlich verstärkt.
  
Dann mein geliebtes
Korsett von Prada (http://janablog1.blogspot.de/2016/03/korsett.html), das musste nun wirklich jeder anhaben. Aber Achtung, es darf nicht zu halbherzig daherkommen, und die richtige Figur muss man auch haben.

Ich gebe zu, es ist nicht einfach es richtig zu tragen, und hier ist der Ansatz völlig safe, aber eben dadurch dann doch zu unauffällig-schüchtern:


Foto: Phil Oh für Vogue


Das Aufeinandertreffen von Materialien muss schon prägnant sein, um wirklich ironisch zu wirken, ganz gut gelungen hier:


Foto: Phil Oh für Vogue


Die Wirkung verliert sich aber wie im nächsten Bild, wenn man das Korsett
zwar besonders cool tragen möchte – das gleiche(!) Kleid wie vorhin, raffiniert mit dem Ledermantel – aber
Modelmaße hat – sprich: Ohne Kurven geht das Korsett unter.


Foto: Phil Oh für Vogue


Schließlich ist es zumindest von Prada selbst eher so gemeint:




Dekonstruierte Röcke sind einfach wunderbar, und schon hier sieht man welche Gefahr für diesen Frühling-Sommer 2017 besteht – nämlich
dass wir alle das gleiche tragen, und dann sieht es so aus: 


Foto: Phil Oh für Vogue

Und des Stripe-Stoff, den man im Foto auch als trendige schulterfreie Bluse sieht hängt ja schon seit Ewigkeiten bei ZARA, man hat sich daran schon fast satt gesehen noch ehe er richtig zur Mode geworden ist.

Und bei aller Liebe zur Mode, geradezu Fashionvictim-mäßig und langweilig sieht das aus, wenn wir alle die gleichen – ursprünglich als rebellisch konzipierten –  Leder-Taschen vom Vetements-Designer, diesmal für Balenciaga spazierenschleppen:

  
                                                                                                       Foto: Acielle Tanbetova für New York Times

Beschriftete T-Shirts sind als Idee schon etwas erschöpft (http://janablog1.blogspot.de/2016/02/wieder-worter.html), nicht weil es nicht Spaß machen würde, sondern weil es so schwer ist gute Texte zu finden. Das
T-Shirt von Dior zum Beispiel das behauptet, dass wir alle Feministinnen sein sollten ("WE SHOULD ALL BE FEMINISTS") wirkt ein bisschen oberlehrerhaft, wurde aber fleißig von (gefühlt allen) Teilnehmerinnen der Couture-Fashion Week in Paris in diesem Januar 2017 getragen:


Foto: Acielle Tanbetova für New York Times
Dieses Foto zeigt gut, wie das Must-Have- Dior-T-Shirt
aussieht - getragen natürlich auch von einer der erfolgreichsten
Mode-Bloggerinnen Chiara Ferragni 

Hier jedoch sehen wir bei dem Herrn rechts, wie künstlich, abgeschmackt und längst jenseits von Cool so manche Variante aussehen kann. Er wurde übrigens sehr gerne und mehrfach fotografiert und veröffentlicht, war also erfolgreich mit seinem Outfit:  

Foto: Acielle Tanbetova für New York Times

Zum Schluss noch
die perfekte Jeans dieser Tage, optimal getragen! 

Man beachte, sie muss ausgefranst sein und der Vorteil dieses Looks: Ihr deckt noch einen zweiten Trend ab, nämlich den

„T-Shirt und drüber ein Spaghettiträger-Top-Trend“. Damit könnt ihr übrigens auch sofort anfangen, indem ihr statt eines T-Shirts einen dünnen Rolli nehmt! 

Foto: Phil Oh für Vogue


Jetzt seid ihr für den Frühling/Sommer 2017 perfekt vorbereitet – oder?? 
Welchen Trend hättet ihr hier noch gern gesehen?




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Dienstag, 19. Februar 2013

Alexander Wang hat New York gewonnen!





Jedenfalls die New Yorker Fashion Week.

Und wir alle können schon mal unsere bunten und gemusterten Outfits verkaufen.



Alexander Wang: Neue Form in Grau, dabei sogar
 Sinn für Humor, nämlich:
Higheels mit Stulpen und im Hintergrund neue,
viel besprochene Haare: zweifarbig!
Foto Monica Feudi/Feudiguanieri.com


Fazit der New Yorker Fashion Week für Herbst 2013: Wir genießen noch schnell unsere bunten Hosen und leuchtende Oberteile für den Sommer, denn dann heisst es: Farbe weg, Muster weg, viele neue Grau-Töne und Schwarz sind angesagt.

Stulpen auf Higheels,
 genauer besehen.
Alexander Wang, Foto
Monica Feudi/Feudiguanieri.com

Anscheinend ist der Modezirkus selbst all der Muster-Mixe und schrillen Farben überdrüssig geworden*. Mehr Ernsthaftigkeit, sogar ein Abgesang auf die Mode-Besessenheit unserer Zeit wurde laut, die Frage, ob die jungen Leute von heute sich von der Mode abwenden und anderen, "tieferen?" Themen zuwenden.


Marc by Marc Jacobs: auch dies ungewohnt
erwachsen, denn das ist die "junge" Linie von
Marc Jacobs. Für manche schon zu ruhig,
aber die Farbe gleicht es hier aus.
Foto: Filippo Fior/In Digitalteam/GoRunway.com

















Jetzt beruhigende Ausnahme: sparsam eingesetztes Neon-Orange. wird nicht mehr von den ganz Großen vertreten, aber wird noch gehen - Jason Wu, Marc von Marc Jacobs, Rag &Bones (und in London aktuell: Jonathan Saunders) stehen dazu. Beruhigend, denn das Orange hat nun sicher unweigerlich einfach jeder im Kleiderschrank - aber wer hätte gedacht, dass es länger als eine Saison überlebt!




Und Alexander Wang? Der hat alle einfach überflügelt, und hat nicht die Nerven verloren nachdem er zu Recht von dem Haus Balenciaga angeheuert wurde. Hier schon mal ein kleiner Vorgeschmack, nämlich seine eigene Linie Alexander Wang für den Herbst 2013 die er nebenher weiter laufen lässt (hoffentlich noch lange!).



Schwarz weiß durch eigenen Körper gebildet
- sind die Schuhe zu den Schlitzen nicht raffiniert?
Alexander Wang Fall 2013 
Foto: Monica Feudi/Feudiguanieri.com







* Wer weiß, die Abkehr von Farben können die Europäer in den nächsten Wochen, während die Fashion Weeks weiterlaufen, noch ändern... Würdet ihr die starken Farben vermissen, oder seid ihr bereit für eine Beruhigung?




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Montag, 25. Juli 2011

Pool und Ersatz-Hofbräuhaus

Dies sind fabelhafte Clutches in Pool, München. Ein Mode-Store, nennt sich selber fashion. music. lounge, im Keller, an der Maximilianstraße in der Nähe von Vier Jahreszeiten, in dem man in eine andere Welt eintaucht. Unerwartetes, Dunkles, Rockiges, fast ein bisschen Geheimnisvolles – zusammengetragen von meist namhaften Designern. Und im Augenblick, Fashion-Girls und -Boys aufgepasst, Sale! Sogar Balenciaga und Givenchy um 50 % ermäßigt, also wen es betrifft… auf auf!

Wie geheimnisvoll und unheimlich man sich dort eindecken kann, zeigt diese Kerze (!). Den daneben liegenden Club übrigens habe ich dann gar nicht erst zu erforschen versucht, dazu hätte ich mich wohl vorher Outfit-mäßig im Shop ausstatten müssen…

Aber nur Mut, nur einen Schritt entfernt: das Brenner, mittlerweile eine Institution in München. Ein so genanntes innovatives Restaurantkonzept, ein Italiener, ein Grill, ein Bistro? In der Mitte freistehende offene Holzkohlen-Grills, um die herum lässig das Küchen-Personal Nachrichten auf den iPhones vergleicht… natürlich nicht die ganze Zeit.

Aber im Ernst: Es war gar nicht so einfach, einen Münchner zu finden, der mit mir dieses Lokal ausprobiert, viele lästern darüber, es sei zu Schickimicki ((zu Schickimicki? In München??)). Dabei beeindruckt dieses Restaurant in den denkmalgeschützten ehemaligen Marstall-Gewölben aber vor allem durch Größe und hallende Hallen. Schickimicki – vielleicht ein bisschen, aber es geht von Familien über ganz normale Geschäfts-Essen bis hin zu später einkehrenden schicken Opern-Besuchern. Das gibt dem ganzen eine angenehme Durchmischung und Lässigkeit, und da denkt man doch unwillkürlich: der Münchner trauert eben doch ein bisschen dem Hofbräuhaus nach! Und da das echte ja längst an die Touristen verloren gegangen ist, schaffte man sich ein neues, schickes, zeitgemäßes, eben ein Ersatz-Hofbräuhaus!