Mittwoch, 15. März 2017

Für immer Braut







Was habt ihr davon, geheiratet zu haben?

Abgesehen vom Ehemann und Fotos: 

DAS KLEID.

Vielmehr: 

die Kleid-ERFAHRUNG.

Das Erlebnis, anmutig ein figurschmeichelndes Hingucker-Kleid zu tragen, und bei allen Anwesenden Schnappatmung zu verursachen.

Aber warum eine solche Erfahrung nur einmal im Leben machen?


(Vielleicht weil man seinen großen Tag blöd fand. Oder weil man aus tiefstem Herzen auch einen Tag DANACH nur auf Jeans und No-Make-up steht. Wem es so geht, kann hier aufhören zu lesen.)

Offenbar wächst die Sehnsucht nach weiblicher Anmut in Deutschland – danach, sich schön zu machen und wie eine Prinzessin auszusehen, auch bei Noch-Nur-Jeans-Trägerinnen:

- In den letzten 15 Jahren wurde eine Flut an Brautmoden-Geschäfts-Palästen eröffnet.
- Seine (Schwieger-) Mütter, Geschwister und Freundinnen zum Aussuchen des Brautkleids mitzunehmen/mitgenommen zu werden ist zur wichtigen sozialen Status-Währung geworden.
- Das Programm eines großen Fernsehsenders besteht zum guten Teil aus Sendungen über Hochzeiten und Hochzeitskleider-Einkauf (und zum Glück mittlerweile auch: aus allgemeinen Styling-Sendungen)*.
- Es ist eine Vorstufe dazu eingeführt worden: Abibälle in großer Robe.
- Und die Sehnsucht bricht sich Bahn wo sie kann – der neue 
Oktoberfest-Überall-Boom ist für Frauen vor allem eins: die Gelegenheit, gut in einer taillierten dekolletierten Tracht auszusehen (weil einfach alle Frauen in einem Dirndl großartig aussehen).

Und es könnte ja keinen größeren Gegensatz geben – zwischen unserem 
Jeans/T-Shirt-Alltag und einem Brautkleid. Es sieht doch so aus: als Verlobte einen Brautmode-Laden betreten, Jeans in die Ecke pfeffern und aus der Kabine herauskommen im (richtigen!) Brautkleid – als eine komplett neue Frau. Für viele ist dieser Augenblick das allererste Mal in ihrem Leben, dass ihre Umgebung den Atem anhält wenn sie den Raum betreten.

Vor 150 Jahren war der Gegensatz zwischen Alltagskleidung und Brautkleid überhaupt nicht so groß, und noch heute ist eine Trachten-Braut nicht so auffällig anders angezogen als in ihrer gewöhnlichen Fest-Tracht (ja, das gibt es noch).

Dann kam irgendwann der kürzere Rock und die Jeans. Danach war in unserem Mode-nüchternen Land der Weg zurück zur anerkannten Prinzessin nicht einfach:
Noch vor 20 Jahren fiel man auf mit einer großen weißen Hochzeit. Dann kam die Phase in der die Bräute vorsichtig die Brautmode-Läden betraten und das Wort „schlicht“ vor sich hertrugen (und dann doch ab und zu Prinzessinnen wurden). Und heute ist es völlig normal, selbst als toughe Business-Frau den Wunsch nach einem Lillifee-Kleid, Glitzer und Spitze im Geschäft von vornherein auszusprechen und sich dabei sogar fürs Fernsehen und Internet filmen zu lassen.

Dabei dressen sich doch alle regelmäßig zum Feiern auf!
Das scheint aber als Schönheits-Erfahrung nicht zu reichen. Weil es etwas etwas Anderes ist – mit der Party-Klamotte versucht man so viel Body-Kapital wie möglich zur Geltung zu bringen, aber auf eine wenig geheimnisvolle, sondern am liebsten klare Art und Weise. Und seien wir ehrlich, richtig optimal gestalten die Klamotten die Figur nicht immer. Sie ZEIGEN sie, aber machen Sie nicht unbedingt schön, spielen nicht den persönlichen Vorzügen der Figur, mit Verhüllung und gleichzeitig Dekolleté und Taille ….

Die Sehnsucht strebt offensichtlich nicht nur danach, sich mal hübsch zu machen, sondern regelrecht für einen Tag Prinzessin zu sein,
die Lebens-Erfahrung zu machen, anmutig, edel, (nur) die richtigen Kurven betonend und weiblich zu wirken!


Die Sehnsucht nach dem großen Auftritt ist international,
dies gesehen in China

Dementsprechend ist diese Initiationserfahrung (in Deutschland besonders unauffällig aber) fest in der weiblichen Kultur verankert – angefangen von der Barbie-Hochzeits-Puppe über das Aschenbrödel im glitzernden Abendkleid oder 
Pretty Woman, die ihre königliche Haltung erst findet, als sie im edlen Abendkleid in die Oper ausgeführt wird.

Wie lange die Sehnsucht nach einer solchen Erfahrung manchmal zurückgehalten wird sieht man dann, wenn eine athletisch gebaute Ende 40-jährige mit drei Kindern für ihre zweite Hochzeit den Brautkleid-Laden betritt und sich ein märchenhaftes Kleid wünscht „mit so vielen Glitzer-Steinchen und Schleppe wie möglich“. Da wird man doch ein bisschen traurig und denkt sich:

Warum darf man all das nur, wenn/falls(!) man eines Tages heiratet?

Und selbst danach: Es kann doch nicht die Lösung sein, auf einen 
Brautkleider-Ball** gehen zu müssen – ja das gibt es: man zieht noch einmal sein Hochzeitskleid an und geht auf einen Ball, wo alle anderen ebenfalls im Hochzeitskleid mit ihren Partnern versuchen, das Gefühl des schönen Tages wieder herauf zu beschwören.

Oder an einem Kostümball auf Schloss Moritzburg*** teilnehmen zu müssen, der den Ball aus dem Film „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ nachspielt – ja, auch das gibt es wirklich!

Auf „normale“ Bälle gehen, in einem langen Abendkleid strahlen, das ist schon mal eine Möglichkeit, aber wie viele gibt es schon davon? Und was wenn euer Partner nicht gern tanzt?


JanaBlog-Idee:

Die Hochzeitskleid-Erfahrung als Startschuss, als Sprungbrett in ein neues Leben ansehen!

Und sei es auch nur, dass man die Magie des Mascara entdeckt hat und diese eine kleine Veränderung beibehält jeden Tag – schon so etwas kann das Leben verändern.

Einfach täglich wenn man morgens aus dem Haus geht, bei jedem Shoppingtrip, bei jeder Party, beim Kauf eines (figurschmeichelnden) Kleides für die nächste Feier, beim Kauf einer (gut sitzenden!) Jeans (vergleiche Styling-Fernsehsendungen):

sich angewöhnen, für eine Sekunde an einen besonders schönen Brautkleid-Auftritt-Augenblick von eurem Hochzeits-Tag zu denken,

und damit einen Hauch der Haltung einer Braut, einer Prinzessin, einer Königin beibehalten – innerlich und äußerlich.

Während des Erinnerns richtet sich der Körper ganz von alleine auf, die Schultern entspannen, der Schritt wird anmutiger und sicherer.

Auch Männer mögen übrigens figurbetonte Kleider – nicht dagegen unbedingt die Jeans (egal was sie offiziell sagen). Macht ruhig mal den Test – genauso wie ein Brautkleid, das Taille zeigt/macht, ist ein Kurven-betonendes Kleines Schwarzes immer ein Hit!

Aber „wir ziehen uns ja für uns an“, und das Wichtigste ist,
einen Funken desjenigen Gefühls zu bewahren, das in euch sprudelte, als ihr kostbar und strahlend an eurem großen Tag die Bewunderung eurer Umgebung gespürt habt, wie eine warme Welle.

Weiterer schöner Nebeneffekt?

Ihr könnt ein wenig von dem immensen Druck auf euren Hochzeits-Kleid-Tag wegnehmen, ein wenig entspannen, denn so kitschig und Prinzessinnen-mäßig es auch klingt, es stimmt:

Ihr dürft auch nach eurer Hochzeit noch schön sein!





* Vox: Vier Hochzeiten und eine Traumreise http://www.vox.de/cms/sendungen/4-hochzeiten-und-traumreise.html,
Schrankalarm und Shopping Queen,


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