Freitag, 25. Mai 2012

Birdbath








Birdbath - ist das nicht ein wunderschöner Name für ein Museums-Café? *
Birdbath für Menschen
Genau: ein Ort der Zuflucht, an dem man sich von den vielen Eindrücken ausruhen kann, auftanken, etwa trinken, es sich gut gehen lassen, bevor man weiter fliegt.

Denn Birdbath heisst so viel wie Vogeltränke, Vogelbad. Das sind die kleinen Gefäße, die Menschen in Gärten aufstellen um beobachten zu können, wie die Vögel kommen und nicht nur trinken, sondern ihre Flügel ganz weit ausbreiten und sich genüsslich im Bad hin und her wenden, um ja überall das wohltuende Nass abzubekommen - - und sie vergessen dabei fast völlig, auf Raubtiere zu achten, ganz selbstvergessen, ausgelassen planschen sie im Wasser - und schon vom Zusehen kann man die Wohltat dieses Bades genauso genüsslich wie die Vögel am ganzen Körper spüren --



Ich wünsche allen ein wohltuendes Pfingstwochenende - mindestens!








* Café des New Museum, New York

Mittwoch, 23. Mai 2012

Facebook – – wie Sex! (Außer an der Börse)






Karte: Edition Filou und Sophie
Facebook-Einträge ähnlich befriedigend wie Sex – dies war eine Schlagzeile vor kurzem in den Zeitungen (unter anderem: Hamburger Abendblatt). Laut einer US-Studie* zeigt euer Gehirn in dem Moment, in dem ihr einen persönlichen Eintrag in Facebook veröffentlicht eine Befriedigung im gleichen Areal wie bei Essen oder Sex!

Ohne die Studie recherchiert zu haben, denke ich: na klar, es ist so ähnlich, wie wenn man sich mit einem guten Freund austauscht (ähnliche Reaktionen zeigt das Gehirn bestimmt auch bei persönlichen Mails, da würde ich wetten). Und da wir soziale Wesen sind, denkt unser (Mammut- Sippen-) Gehirn, dass unsere Akzeptanz in der Gruppe und das wohlige Gefühl dabei, in einer Gruppe so geborgen zu sein, dass man persönliche Dinge mitteilen kann, von existentieller Bedeutung sind - wie Essen und Sex eben.

Eine automatische Warn-Vorrichtung gegen zu große Transparenz und die mangelnde Kontrolle über eine riskante mögliche weitere Verbreitung von sensiblen Informationen hat unser Mammut-Gehirn natürlich seit Entstehung des Internets so eilig noch nicht installieren können! (Die müssen wir uns wohl mühsam selber anerziehen...)

Wie empfindet ihr das Posten auf Facebook?
Bekommt ihr das befriedigende Gefühl bewusst mit?

Und wo wir schon bei Facebook sind:

- Diese Postkarte ahnt die Zukunft voraus. Oder ist euch so etwas schon passiert? Dass ihr jemanden zuerst auf Facebook (als Freund von einem Freund oder ähnlich) gesehen habt und ihn dann zufällig im "realen" Leben zufällig getroffen habt?



Kurioses zu Facebook bei JanaBlog außerdem:

- Was ist ein Geburtstagsglückwunsch (nur) über Facebook wert? Hier die Auflösung: http://janablog1.blogspot.de/2011/07/was-ist-ein-geburtstag-auf-facebook.html

- Kids sprechen auf Fascebook Code, damit ihre Eltern sie dort nicht verstehen!: http://janablog1.blogspot.de/2011/04/facebook-kids-sprechen-code.html





*Diana Tamir von der Harvard Universität in Cambridge (Massachusetts, USA), veröffentlicht in der Fachzeitschrift "Proceedings"

Dienstag, 22. Mai 2012

Statt Köln: Salzburg







Schwebend, in der Fußgängerzone. Davon berichtete ich vor kurzem, als nicht ein Fakir, sondern ein Mönch oder Joda-Verchnitt vor dem Kölner Dom schwebte, ohne dass sichtbar gewesen wäre, wie er das hinbekam (http://janablog1.blogspot.de/2012/04/monch-schwebend.html). 

Ich bat euch damals um Hinweise, ob ihr es in anderen Städten gesehen habt, und da seht ihr, ich habe euch überholt und das gleiche Prinzip in Salzburg, in dieser Silber-Form entdeckt. Jetzt natürlich unverständlich, warum nun ausgerechnet eine Dichter-ähnliche Figur schweben sollte (da war die Joda-Anspielung schon logischer), aber es bedeutet auf jeden Fall:

Irgendwo muss es einen Hersteller von Schwebevorrichtungen geben! Wo bekommt man so etwas? Gibt es da einen Versand für Straßen-Schausteller??

Wer das Schweben erst mal verarbeiten muss, für den hier ein zweiter Trend, diesmal wohl Salzburg-spezifisch. Selbst in der Stadt von Mozart(-Kugeln) muss man sich hin und wieder etwas Neues einfallen lassen, und da Schwimmentchen gerade eine fantasievolle (ich habe nicht gesagt: immer geschmackvolle!) Renaissance erleben, machen die Salzburger da mit:




Montag, 21. Mai 2012

Der Lauf der Dinge





Hier sieht man, wie ein Reifen wie eine Ballerina
 die Rampe hoch und hinunter fährt, um ein nächstes Wunder-Werk anzustoßen!



Den Lauf der Dinge sollte jeder kennen! Die Künstler, die ihn geschaffen haben, waren ein Duo, das wir schmerzlich vermissen werden: von Peter Fischli und David Weiss bleibt leider nur noch Peter Fischli für die Kunstwelt, denn David Weiß ist leider Ende April gestorben.

Anlässlich dessen waren diese großartigen Künstler, über die ich mal mit großer Freude und Bewunderung, mal mit Skepsis mehrere Seiten schreiben könnte, sehr viel in der Presse. Deshalb nur das wichtigste:

Wenn ihr Lust an zeitgenössischer Kunst gewinnen wollt, wenn ihr euren Kindern einen Zugang zur zeitgenössischen Kunst verschaffen wollt, dann schaut euch diese DVD an, welchedie diversen Kunst-Strömungen sicher überleben wird! Fischli und Weiss haben einen Parcours gebaut, bei dem ohne zu stoppen die Dinge immer weiterlaufen/springen/rollen, indem sie verschiedene physikalisch ausgetüftelt, mit Gegenständen vom Sperrmüll bestückten Hindernisse so fantasievoll, spannend und lustig überwinden, dass man ewig zuschauen könnte!

Lasst euch nicht nur mit der YouTube-Version abspeisen (einfach Der Lauf der Dinge googeln), die über 7 Minuten geht. Denn das eigentliche Kunstwerk geht über sagenhafte 30 Minuten! Schwer zu finden ist die DVD zur Zeit, ich habe sie auf jeden Fall beim britischen Amazon* gefunden. Eine hervorragende Geschenkidee übrigens!



Viel Spaß!













*The Way Things Go über Amazon.uk erhältlich!