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Freitag, 11. März 2016

Korsett!






Eine der gefeiertesten Kollektionen
dieser Fashion Weeks Herbst 2016
 ist die von Prada mit ihren Korsetten
 und sichtbar getragenen Taschen, 
Foto: MarcusTondo/Indigital.tv
Von der neuen Mode profitieren:

Endlich praktisch unterwegs, 
Regeln brechen und sogar verspielt/subversiv/feministisch aussehen!

(Offiziell liefen diese
Fashion Weeks erst für den Herbst 2016, aber die neuen Klamotten werden für uns ja doch schon in den frühen Sommermonaten in den Läden auftauchen, also können wir uns auch schon geistig drauf einstellen:)

Eigentlich ist es sehr einfach dieses Jahr up to date zu sein:

Man kaufe/bastele sich ein Korsett,
trage Puff- oder/und überlange Ärmel, und
sehr weite, sehr weiche(!!) Hosen.

1. Mega-Trend: Korsett. Wirklich! Tragbar!!

Angeführt von Prada ist dieser Trend quasi vom Himmel gefallen. Gemeint ist
nicht echte Unterwäsche, sondern Anspielungen auf das alte Korsett, heutzutage aus groben Männer-Stoffen, Baumwolle und Ähnlichem gemacht. Ihr könnt ihn unbekümmert ironisch, geradezu feministisch tragen, ÜBER Kleider, normale Tops genauso wie über Mäntel!*

Foto: Monica Feudi/ Indigital.tv

Spezial-Trend: Korsett in Gold! (Auch bei mehreren Designern gesehen, keiner weiß genau warum):


                                                                            Foto: Marcus Tondo/Indigital.tv
2. Handtaschen wieder praktisch tragbar:

Die beiden wichtigsten Taschen-Trendsetterinnen-Marken Prada und Céline, genauso wie Valentino haben nach etwa drei Jahren beschlossen, dass man die Handtasche nicht mehr unbedingt in der Hand**, sondern noch medienwirksamer tragen kann, wenn man sie relativ kurz quer über die Schulter trägt (siehe Prada-Fotos oben) oder sie sogar als Beutel am Ledergürtel befestigt:

Foto: Monica Feudi/ Indigital.tv

Auf jeden Fall hat dann Frau die Hände frei hat um sich mit oder ohne Korsett durch den Dschungel (der Großstadt) zu kämpfen. Yes!!

3. Silhouette 2016:

Alles – vor allem die Puffärmel – hat so ein bisschen einen
Achtziger Jahre-Touch und
die Ärmel sollten über-lang sein.
Ein perfektes Beispiel von Kenzo wie man all das zusammen bekommt:

Foto:Yannis Vlamos/ Indigital.tv


Das mit den überlangen Ärmeln hat angeblich diese relativ neue Marke Vetements losgetreten, über die alle ganz aufgeregt sind:


Der wichtigste Look kommt für die Experten dieses Jahr von Vetements. (Nicht übermäßig originell 
und die Experten ignorieren völlig, dass Vetements gleichzeitig auch super-kurze Ärmel anbot, 
indem es regelrecht durch Wäsche eingegangene Kleidungsstücke zeigte.)
Foto: Luca Tombolini/ Indigital.tv

4.Regeln brechen, weite Hosen zu allem tragen!

Bis jetzt galt: Zieht man ein langes weites Oberteil an, kommen drunter nur Leggings oder eine schmale Hose infrage. 
Wenn man eine sehr weite Hose anziehen möchte, dann eher etwas Schmaleres oben herum anziehen. Und Highheels! 
Alle anderen Lösungen haben aus uns wandelnde Tonnen gemacht, und allenfalls Stil-Anhängerinnen der früher in etwa als "Öko-Stil" bekannten Richtung fanden diese Kombination gut. 

Jetzt haben wir anscheinend neue Stoffe erfunden und damit
sehr weite Hosen die so weich sind, dass es funktioniert (Undercover, Céline, Dries van Noten, Stella McCartney):

Foto: Monica Feudi/ Indigital.tv

Ob wir nun (wie besonders bei Céline) tatsächlich beginnen werden, ernsthaft sogar relativ lange Kleider über super-weite Hosen zu tragen wird sich noch zeigen, eins steht jedoch fest:

Nur wenn der Stoff wirklich weich fällt (also entweder hochwertig oder sehr gut ZARA-kopiert), kann man es wagen!

Und sonst?

Trend der sich hoffentlich immer noch nicht durchsetzt:

Socken in Sandalen (von Fendi bis zu Vivienne Westwood überall zu sehen.
Dann schon lieber/höchstens Strickstrumpfhosen in vorne geschlossene Sandalen!). 


Wie ihr lässig Trend-gewandt redet:

Wenn ihr nur die beiden angesagtesten Marken-Namen im Gespräch fallen lassen wollt:

Nennt 
Gucci 
und Vetements.


Und liebes ZARA-Team bitte kopiert von diesen Kollektionen, denn
dies gefiel JanaBlog aus der Herbstkollektion 2016/2017:

Foto: Monica Feudi/ Indigital.tv



Victoria Beckham
Rodarte 
Simone Rocha
Peter Pilotto
Burberry 
Prada 
Fendi 
Diesel Black Gold 
Dies van Noten 
Undercover 
Yohji Yamamoto
Céline
Sacai 
Kenzo
Und ja, 
tatsächlich,
dieses Jahr:
Louis Vuitton!















Viel Spaß beim Stöbern/Nach-Nähen/Shoppen!!







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Heißt „Erregungskurven“, und ist ganz normal im Buchhandel erhältlich, auch als E-Book, und international (JanaBlog-Leser in den USA aufgepasst)!

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Samstag, 6. September 2014

Anleitungen







Was täten wir bloß, wenn man uns die Welt nicht erklären würde?
Neuerdings tut man das auf einem grauen Sweatshirt:








Dieses Sweatshirt kann man bei Mango erstehen, und ja,
es wird dort erklärt, was ein Selfie ist.

Liebe Mango-Designer, das ging ja wohl daneben! Die Zielgruppe, die bei Mango einkauft, weiß garantiert was ein Selfie ist. Und wer würde sich in einem Sweatshirt blicken lassen, das ein Selfie erklären muss? Und falls es Ironie sein sollte? Dafür taugt das Sweatshirt nicht, findet JanaBlog: Dafür kommt dieses Kleidungsstück einfach zu ernsthaft daher…

Viel informativer und aktueller dagegen ist das folgende graue Sweatshirt:










Es ist bei ZARA zu finden und erklärt den neuen Trend, der sich zumindest in den USA breit zu machen scheint, mit Vorliebe bei besonders berühmten oder modischen Leuten, und zwar: Normcore*.
Bedeutet genau das, was auf dem Sweatshirt steht: Man soll so aussehen, wie Seinfeld in den neunziger Jahren. Möglichst unauffällig, wie ein Otto-Normalverbraucher in den USA. Eine
- total langweilige Jeans,
- total langweilige Sweatshirt und
- total langweilige (im Moment in Bunt oder sonst wie ausgefallen (!) allerdings angesagte) Sneaker.
Wie jemand aus – na, zum Beispiel aus Iowa daherkommt (JanaBlog als Großstadt-Snob stellt sich jedenfalls vor, dass man in Iowa so herumlaufen könnte**).

Achtung, liebe ZARA-Einkaufs-Entscheider,

JanaBlog bittet euch inständig:

Zieht dieses Sweatshirt jedenfalls in Deutschland wieder aus den Läden ab!
Denn in Deutschland besteht nicht die Gefahr, dass wir hier alle zu modisch herumlaufen würden, sondern ganz im Gegenteil, manchmal kommt es JanaBlog vor, als ob wir aus unserem Normcore-Zustand noch gar nicht herausgekommen wären. Als ob wir in Deutschland einander immer noch beweisen wollten, wie sportlich, praktisch , vernünftig und an Mode uninteressiert wir seien.


Seht ihr es, liebe Mit-Deutschland-Bewohner, anders?

Brauchen wir eine Normcore-Bewegung?





**und JanaBlog denkt, dass in Iowa besonders vernünftige und normale Menschen zu finden sind.

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Donnerstag, 31. Januar 2013

Jeder gut angezogen.




Kleider/Packungsdesign von Tchibo



Ein solches Kleid für nur 9,-€!!!






Diese Kleider stehen jeder Frau* und sind bei Tchibo für diesen unglaublichen Preis zu bekommen. (Und nein, JanaBlog arbeitet nicht für Tchibo, wird von Tchibo auch nicht bezahlt oder sonstwie gefördert!)

Es ist ein weiterer Hinweis darauf, dass es in Deutschland mittlerweile in Zeiten von (nicht nur) Zaras, Mangos & Co möglich ist, auch für extrem wenig Geld gut auszusehen. Damit entfällt natürlich aber auch eine gute Ausrede, wenn man sich wirklich keine Mühe gibt...




Und die Maxi-Kleider?

Zusammen mit einer Kette von H&M seid ihr
für 12,-€ für eine Pool-Party in Los Angeles gerüstet!














*(nur sehr dünnen Models vielleicht nicht)

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Sonntag, 2. Dezember 2012

Hass mit Wildfox? Lustig!






Pullover Wildfox, Jeans J-Brand,
bei Anita Hass

Bekommt ihr in einem Sweatshirt einen Mann?
Und kann Designer-Kleidung lustig sein?

Zu 1.): Sehr fraglich, denn Männer stehen nicht auf Schlabberlook. Das kann noch so modisch sein, oder lustig, oder teuer, Achtung, das verstehen Männer nicht! Was Männer mehr oder weniger insgeheim wollen? Etwas möglichst hautenges.

Zu 2.) Humor in der Modewelt ist kostbares Gut, bei etablierten Modetempeln erst recht.

Umso schöner, was hier bei Anita Hass, einem der führenden Mode-Anlaufstellen Hamburgs, in der Auslage gerade passiert. Ein Kontrapunkt zu all der Glitzer-Ausgeh-Mode, (und das auch noch am Anfang der Weihnachtszeit, in der Weihnachtsfeiern und Modezeitschriften voller Glitzerkleider wochenlang unseren Blick blenden!).


Pullover Wildfox, Jeans J-Brand,
bei Anita Hass







Während das farblose Marry Me Sweatshirt von Wildfox lustig aber speziell ist, dürfte da der Strickpullover mit Löchern erfolgreicher sein:
in High-End Bars von Los Angeles (ja, die tun zeitweise auch so, als ob Winter wäre, just for fun!), New York, London und, na sagen wir mal - München könnte es (bitte mit rockigen Higheel-Boots! und im passenden Alter!) cool aussehen.

Warum High-End? Der Strickpullover kostet 289,-€, (das Sweatshirt 189,-€).

Sicher gibt es bald eine Zara/H&M -Variante, nur: Wird es in "billig" noch genauso ironisch rüberkommen wie in einem Modeladen direkt neben Chloé, Céline und Azzedine Alaia?








Ähnliches von JanaBlog:
http://janablog1.blogspot.de/2012/10/millionare-angeln-vormittags.html



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Donnerstag, 4. Oktober 2012

Kaisers neue Kleider




Quadratisch, pfiffig,
aber ein wenig zu einfach gedacht?
Nächsten Frühling sehen wir alle so aus.
Louis Vuitton (Designer: Marc Jacobs)
Foto: Yannis Vlamos/GoRunway.com

Werden wir alle gestreift und kariert herumlaufen müssen? Die neuen Kleider von Marc Jacobs, dem fast* einflussreichsten Designer der Welt, sehen glatt so aus.

Marc Jacobs "eröffnet" ** in New York als wichtigster amerikanischer Designer den Fashion Week-Reigen und beschließt ihn fast vier Wochen üblicherweise in Paris mit seiner Kollektion für Louis Vuitton.

Und diesmal ist ihm nichts anderes eingefallen als - Streifen. Dachte man in New York. Aber dass seine Kollektion in Paris, also für eine ganz andere Marke, Louis Vuitton, fast genauso aussieht, ist ungewöhnlich. Denn sie besteht aus - Quadraten, ganz überwiegend. Also dem Rest der geometrischen Formen, die nicht schon für New York aufgebraucht wurden (Kreise, also Punkte wurden bereits letztes Jahr bei einer Künstler-Aktion verwendet). Und legt nahe: es sind ihm tatsächlich nur die einfachsten geometrischen Muster eingefallen.

Bei Marc Jacobs ist natürlich alles sehr pfiffig, bombastisch präsentiert und Op Art.
Dann waren alle ganz aufgeregt über die neue Sexyness des tief angesetzten Rocks in New York. Ohne Zweifel sexy, aufregend, richtig spannend. Aber wir werden mal sehen wie viele Mädels diesen Look in ihre Business-Kostüme wirklich zu tragen wagen. Hoffentlich nicht zu viele, denn: wer kann sich diese Röcke (figurtechnisch) schon leisten? 


Sexy, lustig, aber nur
für den Laufsteg geeignet, oder?
Marc Jacobs, Spring 2013,
Foto: Yannis Vlamos/GoRunway.com
Und schließlich knickte JanaBlog doch ein und dachte: Marc Jacobs, der große Meister eben: er hat einen sehr wiedererkennbare (wichtig für die Angeber in der Fashion Crowd!) Kollektion geschaffen, die zudem auf der Bühne, wenn sich all die Models am Ende zusammen aufstellten, wie ein Kunstwerk wirkt...

Aber in Paris noch mal das - fast -Gleiche?

Jetzt: JanaBlog überzeugen nicht all die künstlerischen Argumente, denn Kleider-Ideen sollten pur für sich sprechen. Wirken, auch wenn man nicht den Künstler kennt der Marc Jacobs inspiriert hat (Daniel Buren), oder nicht weiß dass ja die Louis Vuitton Taschen aus Vierecken bestehen und da ein Bezug ist. Oder dass geometrische Formen ja ohnehin Trend sind.
Ja, wir werden vermutlich wegen Marc Jacobs alle gestreift und kariert herumlaufen, und das ist schade, denn die geometrischen Formen von heute sind tatsächlich Trend, aber bei anderen Designern innovativer, komplexer und damit sehr viel aufregender, wie man bei Stella McCartney hier im Bild sehen kann.


So sieht Geometrie innovativ aus.
Testen, wie weit man gehen kann,
mit durchsichtigem Trend-Stoff kombiniert.
Stella McCartney, Spring Summer 2013
Foto: Yannis Vlamos/GoRunway.com
(JanaBlog gibt allerdings zu: Das Schlussbild sah auch in Paris wieder wie ein Op Art-Kunstwerk aus. Es war eine wunderbare und längst überfällige Idee, die Models paarweise laufen zu lassen, in sich ergänzenden Kleider-Ideen. Und es gab etwa sechs Outfits, die nicht komplett geometrisch waren).



Vorangehende Marc Jacobs Kollektion.
Unvorteilhafter geht's nicht:
Unförmig, lasch. Oder setzt es sich noch durch?
Marc Jacobs, Fall 2012
Foto: Marcio Madeira/firstVIEW
















Und wer weiß, vielleicht stürzt sich Zara, Mango und Co. nicht auf den am einfachsten nachzuahmenden Trend, und wir werden doch nicht alle gestreift und kariert. Die letzte Kollektion von Marc Jacobs habe ich ja auch (noch) nicht auf den Straßen gesehen...!












* Also eher Königs neue Kleider, denn der Kaiser der Mode dürfte immer noch Karl Lagerfeld sein.

** In Anführungszeichen, weil seine Show am Ende der New York Fashion Week stattfindet, dies aber am Anfang des Fashion-Weeks-Monats insgesamt steht.








Ähnliches von JanaBlog:




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Donnerstag, 16. Februar 2012

Wünsche an ZARA

Victoria Beckham, Foto: Marci Madeira/firstVIEW
Bei ZARA bekommen wir ja vieles Nachgeschneiderte davon, was gerade über die Laufstege für den Herbst/ Winter 2012 schwebt, und zwar gar nicht schlecht.
Jetzt Idee: Vielleicht sollten die Kunden befragt werden, was von den gerade stattfindenden Fashion Weeks sie am liebsten hätten?

Wenn sie mich fragen, hätte ich da ein paar Wünsche:

Bitte die gesamte Kollektion von - und jetzt Atem anhalten für alle, die noch nicht darauf gefasst sind - Victoria Beckham!!

Ladylike und zugleich sportlich inspiriert, so geschneidert dass es jedem steht. Nicht immer so farbig wie hier im Bild, aber dies ist definitiv das schönste Kleid. Sie hat sich jetzt über die Jahre einen hervorragenden Ruf bei allen Modeexperten erarbeitet, und ist sogar von den Modeexperten Englands preisgekrönt! – ganz egal was man über ihren Celebrity-Status ansonsten denken mag.

Bitte auch die Kollektion von Donna Karan. Auf diesen Bildern könnt ihr einige der Accessoires der Zukunft (hoffentlich) sehen: die weißen Manschetten ganz rechts sind abnehmbar, und können sogar zu kurzärmeligen Kleidern getragen werden! Der kleine Kragen ganz links ebenfalls, ganz pfiffig kombinierbar! Und natürlich das mittlere Kleid, sexy und powervoll zugleich! (Völlig unklar ist natürlich, ob diese Accessoire von Donna Karan auch verkauft werden, inklusive der Hütchen: deshalb ZARA: ran!)

Donna Karan, Foto: Valerio Mezzanotti/NowFashion.com


Liebes ZARA-Team, was ich mir NICHT wünsche: die Kollektion von Marc Jacobs ( bei aller Verehrung für den Meister!)
Es ist bisher der Aufreger der Fashion Weeks: Die Fashion-Crowd ist teilweise begeistert, weil die viktorianisch angehauchten Kleid-Ideen ohne Rücksicht auf Proportionen oder gar Größen sinngemäß "die Freiheit der Mode und ihre kreative Verbindung mit der Kunst zurückerobert". Andere sind da skeptischer, ich auch. Denn anziehen möchte ich das bitte nicht. Das Beispiel hier zeigt sogar einen besonders kleinen Hut aus der Kollektion, die andern waren alle viel größer und alle aus Fell. Die meisten Modelle waren gnädiger weise dunkler, aber hier kann man sehr gut sehen, wie unvorteilhaft es wäre, so etwas tatsächlich zu tragen! (Man bedenke: dies ist ein spindeldürres Model!)

Marc Jacobs, Foto: Marci Madeira/firstVIEW




Falls ihr euch wundert: Hosen kamen jedenfalls in den ersten Tagen der New Yorker Fashion Week de facto nicht vor, also - noch mehr als im Sommer - ab in die Röcke und Kleider, Mädels!
Und dazu – wegen der Kälte natürlich – Stiefel - vielleicht jetzt schon im Sale vor- kaufen, oder noch schöner: Hohe(!) Stiefeletten* mit Socken um Stulpen bis knapp unters Knie, wie im Bild bei Victoria Beckham!






* Sehr praktisch zum Reisen übrigens! Ein paar Schuhe, die jede Reise- Jeans für den Abend cool aufpeppen und genauso gut mit Stulpen zum Kleid passen!





Aus technischen Gründen könnte sich die Veröffentlichung eurer Kommentare im Augenblick etwas verzögern, aber nur zu – erscheinen werden sie auf jeden Fall!




Montag, 30. Januar 2012

Warm

(Aus der Reihe: Darreichungsformen)


Es gibt Bilder, auf denen der Winter so gut abgebildet ist, dass einem kalt wird. Dies hingegen sollen Bilder sein, die Wärme erzeugen.

Sehr schön als Beispiel* dafür: "Der warme Spazierstock“ von Beuys: ein kupfernes Rohr in Form eines Spazierstocks, und in der Mitte ordentlich viel Filz um ihn herum gewickelt. Auch Gegenstände sollten nicht frieren!






Die Schuhe habe ich vor kurzem bei Zara gesehen, die Mützen beim Schuhgeschäft Gundlach, das Kunstobjekt (pardon, offizieller Name: Atmungsobjekt) auf der Art Cologne: man muss sich nur davor stellen und sieht, dass es atmet, ganz wie ein Tier, so gut gemacht dass man absolut überzeugt ist: das ist eines!

Hauptsache warm...


Günter Weseler, ohne Titel, von 1980, Atmungsobjekt






























*Dazu gibt es leider – auch im Netz – kein Bild, das schön genug für euch wäre. Ihr könnt ihn aber dennoch sehen wenn ihr "warmer Spazierstock Beuys" googelt.

Freitag, 16. Dezember 2011

Zählt nicht!

Magic Time bräuchte man, um durch die viel zu kurzen Tage zu kommen. Also eine Art Twilight-Zeitfenster, die sich immer dann öffnen, wenn man sie braucht (eine zusätzliche halbe Stunde für die Bearbeitung eines Texts, die zehn Minuten, die man noch zum Aussuchen des Geschenks gebraucht hätte, noch ein kleines Telefonat zwischendurch vielleicht?).
Aber da kann man machen was man will, die Uhr ist unerbittlich…

Aber nein! Magic Time gibt's doch! Und wir erschaffen Sie jeden Tag selbst! Außerdem Magic-Essen, Magic-Geld, sogar Magic-Zigaretten…

Denn wir nehmen uns so viel vor, versuchen nach unseren Vorsätzen zu leben, aber zwischendurch gibt es sie, die Extra-Dinge, in die wir einfach so rein rutschen, wo wir plötzlich einen blinden Fleck entwickeln. Für die einfach plötzlich Zeit da ist, die wir uns gönnen und verzeihen, ohne es überhaupt mit zu bekommen! Denn sie zählen einfach nicht:

Magic-Time

-Trotz akuten Zeitmangels zwischendurch fünf Minuten surfen im Internet (oder plötzlich eine halbe Stunde, obwohl man eigentlich schon Schlafen gehen wollte)

-Fußball/Fashion Week/Formel 1/TV-Sendungen schauen, obwohl man sich um den Haushalt/Papierkram/Schlaf kümmern sollte.


Magic-Diät

-Dominosteine im Wartezimmer einer Arztpraxis, beim Kauf eines Deutsche Bahn-Tickets (!), der kleine Weihnachtsmann in der Apotheke für das Kind? Zählt alles nicht!

-Ebenso: Popcorn im Kino, Kekse, die zum Kaffee gereicht werden…

-Alles was man im Stehen in der Küche zwischendurch isst, zählt nicht.

-Dessert, das man von dem Teller eines Freundes isst (solange der Teller vor ihm stehen bleibt!)

-Einen Burger vertilgen, wenn man gerade aus dem Fitnessstudio kommt.

-Weihnachtsmarkt-Essen zählt schon überhaupt nicht.

-Jegliches Essen und Trinken im Flugzeug (Ausnahmesituation sozusagen!)

-Ununterbrochen essen im Ausland? Recherche! Also: Bildung!


Magic-Kommunikation

-Trotz absoluten Zeitmangels kurz mal die Freundin anschreiben oder anrufen. Herrliche Magic Time!

-Einen Kerl küssen, der am nächsten Tag für viele Monate mindestens nach Australien fliegt. (Habe ich mir sagen lassen. Was angeblich auch nicht zählt: Einen küssen, dessen Namen man nicht kennt. Dann "existiere er gar nicht“!)

-Unterhaltungen, die man nach zu viel Alkohol führt. Zählen lieber nicht!


Magic-Rauchentwöhnung

-Die Zigarette nach dem Essen, mit Freunden, oder gar im Büro in der Pause, zählt nicht (denn: Netzwerkpflege!),

-Zur Not: Nur an einer fremden Zigarette ziehen. Zählt nicht, ist ja seine!


Magic-Kultur

-Gala, Bunte oder "Schlimmeres“ im Wartezimmer beim Arzt lesen, oder vielleicht beim Friseur. Zählt nicht!

-Trashige Serien schauen, alle Staffeln, zählt nicht wenn man krank ist.

-Strandlektüre, führen wir lieber nicht weiter aus.

-Ansonsten: siehe Magic-Time!


Magic-Nüchternheit

-Noch einen Drink, wenn man sowieso schon betrunken ist. Zählt nicht!

-Glühwein, Punsch und Eierlikör (gibt's!) auf dem Weihnachtsmarkt.

-Alkohol zum Anstoßen für ein Geburtstagskind: zählt nicht!


Magic-Reichtum

-Der Zusatz-Kauf eines kleinen Schals bei Zara, an der Kasse, trotz Budgetüberschreitung. Zählt nicht!

-Kauf von sexy, aber unpraktischen Schuhen, trotz Budget-Stopps. Zählen nicht, weil sie im Sale waren!

-Überhaupt: Alles im Sale und Second Hand. (Denn: Alles davon waren Schnäppchen, also geradezu Pflicht zum Kauf!)

-Kauf von Schokolade und Büchern, zählen absolut nicht (ist doch Essen und Bildung!)

-Klamotten-Käufe im Urlaub. Keine Kleidung, sondern Souvenir!

-Geschenke-Käufe trotz Ausgabestopps: Wenn sie auf dem Weihnachtsmarkt geschehen, zählen sie nicht! Es reicht auch, wenn die gekauften Gegenstände einfach nur – klein sind!



Wir sind schon wahre Zauberer, und merken es dabei meistens gar nicht!

Richtig wonnig wird es allerdings, wenn wir es sehr wohl merken:

Unterlassene Fitness-Studio-Besuche in der Vorweihnachtszeit, Plätzchen zu Weihnachten, ein extravagantes Geschenk (ihr wisst schon, über' s Budget hinaus. ..), nur weil es einfach eine tolle Idee ist, ein Glitzer-Kleidchen für die Silvesterparty von Zara (schon wieder! Aber dort die höchste Wahrscheinlichkeit!)… das alles zählt sehr wohl, und ist herrlich!

Wo zaubert ihr? Was zählt denn bei euch nicht?







*Ich bin fair: Die Idee zu diesem Post stammt aus einem alten Blog-Post von Garance Doré. Aber nur die Idee! Garance Doré ist eine Illustratorin und Fotografin, die seit bereits fünf Jahren einen sehr erfolgreichen Mode-Blog betreibt. Dieses Thema war außergewöhnlich für sie, am stärksten ist sie, wenn sie Gegenständen durch ihre Art zu fotografieren neues Leben einhaucht.
(Jetzt wisst ihr, wo JanaBlog sich ihre Magic-Time verschafft…)





(Foto: Platinum Cards)

Mittwoch, 4. Mai 2011

Colour-Blocking, aber schnell!

Schnell schnell, bevor diese Saison eigentlich schon wieder längst vorbei ist – hier ein paar Anmerkungen zu den Frühlings-Mode-Trends!

Bei diesem Bild fehlt eigentlich noch Knall-Orange, das am besten mit dem Neon-Pink zu kombinieren ist: Colour-Blocking ist mein Lieblings-Trend der Saison! Endlich wurde es ein paar Designern (allen voran: Jil Sander) langweilig mit all dem Sand, Taupe und Mauve, dies ist ein richtiger Befreiungsschlag! Allerdings: Schnell kaufen (wunderbar zum Beispiel bei: ZARA!), nicht zu viel investieren, nur in klaren Schnitten und wohl dosiert einsetzen und: schnell genießen, denn: dieser Trend wird sich wahrscheinlich nicht lange halten, oder?

Anti-It-Bags: Designer-Taschen, die nicht aus hochwertigen Materialien sondern einfach nur aus Leinen, ausgefranster Baumwolle oder ähnlichem hergestellt sind und wie eine Messenger-Bag oder Strandtasche aussehen. Ich finde, so sehr originell sehen diese Tasche nicht aus, ist allerdings für die Modehäuser bestimmt ein guter Deal: denn die Preise dürften trotz billigerem Material nach wie vor Designer-mäßig sein! (Auch hier muss man fair sein: bei Prada zum Beispiel sind dieseTaschen hochwertig mit Leder innen ausgestattet, so dass sie guten Halt haben und die Preise sind dann durchaus extrem unterschiedlich, also auch: die Gelegenheit um sich eine echte Marken-Tasche zu leisten, auch wenn es sonst nicht im Budget ist. Der Haken: wie schnell sind sie out?)

Sollte man schnell das Gefühl bekommen, hier zu viel ausgegeben zu haben: ab zur Swap-Party, (oder in Paris: Brunchbasar). Auf diesen Partys (die nächste: in München 13./14.5.2011), zu denen man beispielsweise so an die zehn Designer (!)-Kleidungsstücke und noch mehr Accessoires mitbringen darf. Diese werden bewertet, man bekommt Punkte und kann diese Punkte gegen schöne Klamotten oder Accessoires anderer Teilnehmer tauschen. Ab einem späteren Zeitpunkt können auch Punkte frei gekauft werden, ohne dass man seinerseits Kleider mitgebracht hat! Gleichzeitig gibt es natürlich jede Menge Verköstigung, Musik, Beauty-Behandlungen usw. usw.… natürlich gibt es davon mittlerweile selbst in kleineren Städten auch noch jede Menge andere Varianten ohne Designer-Label, der Trick dabei: herausfinden, welche der Tausch-Partys zum eigenen Stil passen wird.

Fortsetzung demnächst: warum Deutschland immer noch Mode-Provinz ist, solange eine bestimmte Modekette hier nicht angekommen ist!