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Mittwoch, 31. Juli 2013

Blühende Landschaften, nicht nur in Singapur.





Ist uns Normalverbrauchern in unserem gemütlichen (Deutsch)Land eigentlich wirklich zutiefst, fühlbar klar, wie die Welt heute aussieht?



Enchanted Gardens im
Singapur Flughafen Changi

Das beste Mittel, um zu SPÜREN wie die neue Welt sich so entwickelt: ein paar Stunden auf dem Drehscheiben-Flughafen in Singapur herumspazieren.

Denn:
Fühlen wir - auch ohne in einem englischsprachigen globalen Konzern zu arbeiten - wirklich, wie sehr Osteuropa und Asien die Bedeutungs-/Geld-/Machtverhältnisse verändert hat?
Oder wiegen wir uns in Sicherheiten alter inneren Landkarten, und die neue Realität ist nur etwas Abstraktes für uns?
Und verschlafen es, uns einerseits zu freuen und andererseits unsere Kinder auf all die un-verwöhnte Konkurrenz aus den neuen Weltenteilen vorzubereiten?


Gesehen am Flughafen Changi, Singapur direkt gegenüber Enchanted Garden


Der Eindruck täuscht, in Wirklichkeit sind hier nicht nur am Flughafen ja mittlerweile blühende Landschaften zu besichtigen.
Und auf dem zentralen asiatischen Flughafen: Mittelschichts- und sehr wohlhabende Familien - viele Saris, Menschen aus Südost-Asien, natürlich große chinesischer Beteiligung, arabische Staaten vertreten, und nur zwischendurch Europäer und Amerikaner, die in Asien Geld verdienen, Russen auf Urlaubstrips,...

Singapur, das ist weit weg, sagt ihr?
Und die neue Konkurrenz nur abstrakt, wirtschaftlich sozusagen? Doch sicher nicht so konkret - als Konkurrenz um Wohnungen oder Schulen?

Dann geht nur ein paar Kilometer östlich von unseren Grenzen, direkt "vor unsere Tore", zum Beispiel nach Prag. Dort leben bereits so viele vermögende asiatische und osteuropäische Welt-Mitbürger, dass (zumindest in den ehrgeizigen englisch- und deutschsprachigen) Privatschulen beinahe kein Platz mehr ist für tschechische Kinder. In der mitteleuropäischen Metropole ist der Lebensstandard für die Nicht-super-aber-ausreichend-Reichen so attraktiv und preiswert, dass sie das europäische Leben mit den sich bildenden "Expat"-Communities mögen, ganz besonders für die Ausbildung ihrer Kinder.


Ihr denkt, immer noch weit weg, für eure deutsche Heimatstadt wird sich kein wohlhabender Ausländer interessieren?
Klar, vielleicht wird er dort investieren, aber zum Leben wird es ihm zu fremdartig sein...?

Dann haltet inne:
Wohlhabende russische Familien werden nun sogar in Hamburger Wohnvierteln gesichtet, einer bislang im Windschatten von Berlin und München florierenden Stadt.
(JanaBlog-Frage dabei: Wird es bald an vielen attraktiven Orten so werden wie in München oder London (und möglicherweise bald New York): nämlich dass die Innenbereiche von schwerreichen Menschen aus aller Welt bewohnt werden und die Ur-Bewohner sich die Städte nicht mehr leisten können?)

...na, fühlt ihr allmählich die neue Welt näher kommen?




Wer noch fehlte im Jahre 2013 auf dem Singapur-Flughafen?
Wahrnehmbare Zahlen von Vertretern von Afrika und Südamerika, und so manchen arabischer Staats.
Aber sobald sie dazu kommen, müsste man eigentlich eine Airport-Party veranstalten. Zur Feier eines Planeten, der rundum so viel erfolgreicher und wohlhabender geworden ist!











(Und ja, JanaBlog stellt nicht nur, sondern beantwortet auch Fragen. Zum Beispiel dazu, was sich auch in Zeiten neuer Entwicklungen NICHT verändert hat in Singapur:
Konkret auf die Frage, ob es wahr ist, dass Kaugummi in Singapur verboten ist, hier ganz eindeutiger Beweis: Ja! Kaugummi darf man auch nicht einführen, wenn man nur für eine halbe Stunde im Transit Singapur betritt! (Man beachte: Kaugummi (blauer Bereich, zweites von oben)  ist komplett verboten, während der Zoll über Waffen und Handschellen durchaus mit sich reden lässt...))












Ähnliches von JanaBlog:
http://janablog1.blogspot.de/2013/06/zeichen-und-wunder.html

JanaBlog gibt es als ideales kleines Geschenkbuch!
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Dienstag, 28. August 2012

Medien retten...







... musische Menschen.

Im Irak im Geheimen ein westliches Musikinstrument lernen, ganz ohne Lehrer? Dann in London in einem Orchester auftreten? Fernsehen, Youtube, das Web und The National Youth Orchestra of Iraq - und eine bewundernswerte Hingabe der jungen Musiker - machen es möglich.

Ja, das gibt es: junge Menschen, die teilweise nur im Fernsehen bestimmte klassische Musikinstrumente entdeckten, ohne überhaupt deren Namen zu kennen. Sich dann durchfragten, schlechte Instrumente auftrieben, und nur durch Abschauen auf Youtube-Aufnahmen und Download von Anleitungen leidenschaftlich zu Hause im Geheimen übten. Im Geheimen, weil es im Irak tabu zu sein scheint, ein westliches Instrument zu spielen. Da ergeben sich Fragen wie: "Wie transportiere ich mein Cello so, dass es die Nachbarn nicht merken?"

Und dann sich per Youtube bewerben, vorspielen also beim National Youth Orchestra of Iraq.
Eine damals Siebzehnjährige gründete vor vier Jahren dieses Orchester, in dem vor allem irakische und kurdische junge Menschen jedes Jahr zwei Wochen zusammen musizieren und dieses Jahr eben: bis nach Schottland und London kamen, um dort Konzerte zu geben!

Heute Abend das Konzert in London also, 28. August 2012, 19:30 in der Queen Elizabeth Hall, Southbank Centre!



Mehr zum National Youth Orchestra of Iraq:
http://www.bbc.co.uk/news/uk-scotland-19317056












Andere beliebte Posts von JanaBlog:
http://janablog1.blogspot.de/2012/08/bankraub-abittreffen-dresscode.html


Montag, 13. Februar 2012

Anti-Party

Sich als Single gut fühlen, das kann an allen Tagen des Jahres gut funktionieren, bis auf einen: den Valentinstag. Jedenfalls in England und den USA wird einem Single am Valentinstag anscheinend suggeriert, er hätte eine Art ansteckende Krankheit, wenn er nicht zumindest eine ordentliche Verabredung am Valentinstag vorweisen kann. Die Pärchen auf Wolke sieben sind dann das Maß aller Dinge!

Kann das bei uns auch passieren?

Was bedeutet euch der Valentinstag (außer einem Werbeschildchen beim Blumenhändler)?

Befreiend zu wissen, dass sich eine fantasievolle und wütende Anti-Valentinstag-Bewegung gebildet hat, jedenfalls in London: schon seit Freitag wird gefeiert was das Zeug hält - nicht einfach Parties, damit man irgendwie untergebracht wird an dem emotional aufgeladenen Abend, sondern von Flirt- Parties über Vampir (!)- Parties bis hin zum Parties mit sogenanntem Speed-Hating, den besten Schluss-Mach-Songs inklusive verwelkter Blumen und-- tatsächlich!- angeknabberten Pralinen in den typischen Pralinenschachteln!

Letzteres zeigt die tiefe Verzweiflung der Singles über die Valentinstag- Diktatur. Dagegen sind geschmackvolle Anti-Valentinstag-Torten und -Karten noch richtig romantisch.

Noch ist Zeit - wer Lust auf eine solche Party hat, einfach Anti-Valentine-2012- London googeln und ab nach London!







(Fotos: Edgar Freecards)

Montag, 10. Oktober 2011

Tischlein Deck Dich, Inamo

(Oder: Das ideale Restaurant für Blind Dates!)

In dem Londoner Restaurant Inamo kann man interaktiv – per Mausklick auf der Tischplatte – das Aussehen des Tisches bestimmen, atemberaubend schnell (asiatische Speisen) bestellen, und noch viel mehr! Und ich behaupte: das ist das beste Restaurant für (Blind-) Dates!

Das Wichtigste vorab: Das Essen ist traumhaft! Nicht umsonst wurde Inamo zum besten Restaurant 2010 von den Lesern des Timeout gewählt.

Als ich beim Reservieren erfuhr, dass der Slot zum Essen nur 11/2 Stunden beträgt, da dachte ich: das ist ja unfreundlich kurz! Aber es wäre ein Meisterstück länger zu bleiben. Denn fast gleichzeitig mit dem Drücken des Knopfes steht das Trinken und Essen auf dem Tisch, wie durch Zauberhand!
Die Gerichte im Inamo sind zum Teilen gedacht. Sie kommen so schnell, dass für ein tiefgehendes Gespräch nicht mal ansatzweise Zeit bleibt. Die interaktive Computer-Fläche bietet nicht nur die Möglichkeit, das Aussehen des Tisches zu bestimmen und sich das Essen förmlich auf dem Teller vorzustellen, sondern auch Spiele zu spielen, Tipps für Theater & Co. um die Ecke im Soho zu checken, sogar ein Knopf für den Taxiruf ist da.


Das ist doch ideal für ein riskantes erstes Date!

-Man hat immer ein Gesprächsthema (nämlich die vielen Knöpfe und Möglichkeiten).
-Man sieht sofort, ob das Gegenüber den eigenen Geschmack teilt (bezüglich der Tisch-Dekoration).


-Man kann gleich erproben wie nett oder aber wie gierig das Gegenüber die Speisen mit einem teilt.
-Zur Not kann man am Tisch ein Spiel spielen,
-und das Beste: das Date ist sehr schnell vorbei, mit einem Taxi-Ruf-Knopf-Druck kann man sich geradezu Science-Fiction-mäßig wegbeamen lassen…

(Und sollte das Date doch gut laufen, zum Restaurant gehört auch eine Cocktailbar...)


Freitag, 7. Oktober 2011

Ohne Stottern: Bob Bob Ricard


Diesen Druckknopf gibt es an den Tischen bei Bob Bob Ricard in London. Ein anrüchiges Etablissement? Von wegen! Sehr ausgefallene Inneneinrichtung, aber (für London) moderate Preise (Vorspeise ab 7 £, Hauptspeise ab 15 £), und vor allem vorzügliche britische Küche, fast würde ich schon sagen veredelte – Hausmannskost.

Erstaunlicherweise auch russische Gerichte auf der Karte, nicht viele, aber für Kaviar reicht es. Und wer dazu nicht Champagner ordern will, dem hilft vielleicht dies (gesehen in Fortnum & Mason):