Dienstag, 23. April 2013

Art Cologne: Tierköpfe abgesprochen?





Art Cologne 2013 war für JanaBlog nicht so ergiebig, wie war es für euch?

Deborah Sengl "Little Darling"
Fell, Wachs,
120x100x100 cm

Um mitreden zu können, hier aber die neueste mysteriöse Mode der Messe:
Wie bereits berichtet braucht jede Messe Hingucker, das ist verständlich. Aber warum sind die bei den verschiedenen Galerien immer zum gleichen Thema?

...und einmal mit einem echten Kind.
Man beachte das Kunstwerk im Hintergrund
und versuche das Gefühl abzuschütteln, dass es hier sehr um Show geht

 (Galerie Ernst Hilger Wien 1):
Deborah Sengl
"Little Darling", Detail


Art Cologne 2011 die wunderbar schaurigen Kinder von Gerhard Demetz* (http://janablog1.blogspot.de/2011/04/art-cologne-ganz-frisch.html).
Das Jahr darauf Nachmacher-Kinder (in der Fußnote von http://janablog1.blogspot.de/2012/04/kinder-und-siesta-art-cologne.html).
 Dieses Jahr, wie erfinderisch: Kinder oder kleine Skulpturen mit Tier-Köpfen dran.



Laura Ford
"Bedtime Boy 3" (2012),Stoff, Stahl, Gips,125x45x26 cm
und
"Bedtime Boy 2" (2012), Stoff, Stahl, Gips130x46x33 cm


Das ist doch wirklich nicht die Lösung! Und kann auch gar nicht im Sinne der Galerien sein, schließlich will man sich ja abheben. Oder?



Les Deux Garçons, "La Tentation Fermée", Teil 1
Taxidermi/Mixed Media 2012
27x27x29cm

Les Deux Garçons,
"La Tentation Fermée", Teil 2
( beide Glaskästen stehen nebeneinander)
Taxidermi/Mixed Media 2012
27x27x29cm



























Jetzt JanaBlog-Frage:
Woher kommt so ein Trend? Sprechen sich die Galerien etwa ab?

Es sind ja Werke ganz unterschiedlicher Künstler, also selbst wenn die Künstler voneinander abschauen würden, wäre es schon eine Leistung, die Skulpturen alle gleichzeitig auf eine Messe in einem Jahrgang unterzubringen.

Zum Ausgleich noch eine Erwachsene, von dem vielfach angebotenen Stephan Balkenhol. Nach all den Jahren hat man das Gefühl, seinen Stil wirklich zur Genüge zu kennen, aber da hat er mal positiv überrascht:



Stephan Balkenhol,
"Weiblicher Akt (Female Nude)", 2012,
beech and paint, 204hxx52x37 cm

Stephan Balkenhol,
"Weiblicher Akt (Female Nude)", 2012,
Detail








Diese Frau vibriert, lebt förmlich durch ihr Holz-Dasein - vom ausdrucksvollen Kopf bis Fuß.









Stephan Balkenhol,
"Weiblicher Akt (Female Nude)", 2012,
Detail






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Kommentare:

  1. Die Künstlerin Deborah Sengl arbeitet seit über 15 Jahren mit Tierköpfen, siehe http://www.deborahsengl.com. Das als "Show" oder "Trend" zu betrachten, ist einigermaßen oberflächlich.

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  2. Nicht die Künstler, sondern die Galerien sind ja hier gemeint. Warum stellen sie es alle gleichzeitig aus? Immer wieder Zufall? Sind im Moment einfach keine anderen "Hingucker" auf dem Markt?

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