Donnerstag, 10. November 2011

Im Vorbeigehen: Schönheit


An einem November-Nebel-Tag, der goldene Herbst ist vorüber, dies plötzlich gesehen vor einer Buchhandlung, und denke: vielleicht kommt diese Schönheit ja in der nächsten Jahreszeit.

Aber nein, sie ist ja schon da!

(Lieben Dank an die diversen Postkarten-Hersteller.)

Mittwoch, 9. November 2011

Glass Identifier

(Aus der Reihe: Ist das Trend?)

Einen Anhänger um sein Glas herum schlingen oder den Party-Glass-Marker gleich in sein Getränk werfen, damit nicht die ewige Frage entsteht: "War das jetzt mein Glas?“

Andererseits: Damit verzichten auf einen Smalltalk-Aufhänger?

Was sagt ihr? Wird es sich bei euch durchsetzen?

(Gesehen in Südafrika und Deutschland)

Chillen overlappt!


Das Wörterbuch der Jugendsprache 2012 ist heraus, schnell, schnell bevor es nicht mehr aktuell ist!

Chillen ist tatsächlich längst out, ganz besonders wenn Eltern (Erzeugerfraktion) diesen Ausdruck fleißig benutzen (die Jugendlichen finden dann, dass es overlappt (Total uncool/voll peinlich ist). Also für alle über – na sagen wir: 16 Jahre alten Leser: nur gucken, nicht nutzen!

Fraglich ist natürlich, wie authentisch das Wörterbuch ist, denn Pons, der zuständige Verlag, veranstaltet jedes Jahr an Schulen in Deutschland, Österreich und der Schweiz einen Wettbewerb für Jugendsprache-Ausdrücke. Also werden etliche einfach nur für dieses Wörterbuch erschaffen worden sein. Naja, immerhin fördert es die Kreativität!

Zu den Ausdrücken selber:
Bekannt wird wohl schon sein: Kinderknast (Grundschule), Tussiebier (Prosecco) Karussellfleisch (Kebab).

Viele werden auch mit Lolen vertraut sein (laut lachen, von lol in Abkürzung in SMS etc.). In die gleiche Kategorie fällt wohl Liken (ja, natürlich, von Facebook übernommen: gefällt mir (-Taste)).

Sehr schön finde ich die neuen Verben, zum Beispiel Kebab essen heißt dönieren (Achtung nicht verwechseln! Wer pupsen muss, muss dönern! Aber wie gesagt, das braucht uns über-16jährige nicht zu kümmern).

Ähnliches Verb: Fitnieren (im Fitnessstudio trainieren)

Natürlich gibt es viele Ausdrücke, die ich eher schrecklich finde, der harmloseste ist noch der Östrogen-Weiher (hübsche Frau).

Meine Lieblingswörter dagegen:

-Entenparka (Gänsehaut)

-Achselfahrrad (Deo-Roller)

-Zehentanga (Flipflops)

-Waldbodenspießer (Nordic Walker)

Und schließlich etwas, was vielleicht gar nicht so spektakulär klingt, aber eine tiefe Wahrheit in sich birgt:

--Blümchenkiller (Vegetarier)

(Denn ich sage zu Vegetariern immer: warum kümmert ihr euch nicht darum, dass ihr mit dem Essen der Pflanzen auch Leben auslöscht? Pflanzen haben tatsächlich viel mehr Leben als gemeinhin bekannt ist, sie kommunizieren sogar!...ok ok, anderes Thema…)

Jetzt seid ihr dran: habt ihr spezielle Lieblings-Ausdrücke? Und könnt ihr echte Ausdrücke von den für den Verlag erdachten unterscheiden?

Und wie gesagt: Schnell, schnell, denn das Wörterbuch für 2013 ist bestimmt schon unterwegs…

(Foto: Edgar Medien AG)

Montag, 7. November 2011

Innere Werte?

(Aus der Reihe: Bewerbungs-Gespräche heute)


Wahre Geschichte:

Bewirbt sich eine Absolventin der Modehochschule bei einem Designer-Unternehmen, das auf feminine Kleider spezialisiert ist, um vor allem für Kunden-Beratung eingestellt zu werden. Sie kommt ungepflegt (also: nicht in modisch schicker Variante!) in Trainingshose und Schlabber-Pulli, und, befragt, was sie sich bei diesem Outfit gedacht habe, antwortet diese: Sie finde es unmöglich, wenn es immer so aufs Äußere ankäme, denn die inneren Werte seien doch das Entscheidende!

(Diese Geschichte hätte ich nicht geglaubt, wenn sie mir nicht die exzellente 24-jährige Kunden-Beraterin erzählt hätte, die das Bewerbungsgespräch geführt hat)










(Foto: Sartorialist)