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Montag, 16. Dezember 2013

Schenken virtuell: Ideen!





Haben eure Geschenk-Empfänger schon alles?
Und jetzt noch schlimmer: Lesen sie nicht mal mehr Papier-Bücher, kaufen keine CDs, kaufen keine DVDs? Weil sie alles online machen, über Abos und ebooks und Spotify bis zu Netflix und und....?

Was tun?
Einerseits schenken wir Deutschen uns praktische Dinge, und Überraschungen sind selten, da wir gerne bei unseren Schenkern "bestellen" was wir haben wollen (ganz unromantisch, aber manchmal notwendig).*
Andererseits gibt es diejenigen, die sich alles selber kaufen (können/wollen), und zugleich durchaus Freude an neuen Anregungen haben. Die aber bei Spotify- und Netflix-artigen Einrichtungen gar nicht für einzelne Alben/Filme bezahlen müssen.

Was tun?

Konzert statt CD, Theaterbesuch oder Kinobesuch statt DVD schenken?
Geht nicht als Überraschung, denn derjenige muss den (meist sehr teuren) Termin abnicken.

Und sonst?

Ideen schenken!
Einfach Hinweise auf Bücher, Musik, Filme, Serien, auf die derjenige nicht gekommen wäre.

Die guten Nachrichten dabei:

- Für diejenigen, die beispielsweise Weihnachten weniger als Konsum-Terror und mehr als etwas Geistiges haben wollen ist das genau die richtige Richtung: es geht nicht um Geld und Materie, sondern es geht um Empathie und Erweiterung des immateriellen Horizonts.

- Und für diejenigen, die sich keine teuren Geschenke als Schenker leisten können, ist das DIE Gelegenheit groß rauszukommen!


Eine rettende Nachricht für Buch-Verschenker gibt es allerdings: Endlich kann man Kindle-Gutscheine für eBooks verschenken....:
http://www.amazon.de/gp/feature.html?ie=UTF8&docId=1000613963

Denn für Bücher gibt es Spotify/Netflix-Abos noch nicht, oder?**
(Gott sei Dank!... sagte der Weihnachtsmann)





** E-Book-Flatrates sind noch eine Randerscheinung in Deutschland: http://www.lesen.net/ebook-news/e-book-flatrates-im-vergleich-7260/


Heißt „Erregungskurven“, und ist ganz normal im Buchhandel erhältlich, auch als E-Book, und international (JanaBlog-Leser in den USA aufgepasst)!

Näheres hier:

Oder gleich bei Bücher de. Oder bei Amazon, wo man ins Buch hineinschauen kann::


Für JanaBlog-Leser in den USA auch hier erhältlich:


oder
kontaktiere JanaBlog persönlich! – Einfach per Mail: JanaBloginfo@googlemail.com



Mittwoch, 28. November 2012

JanaBlog als Buch! Erregungskurven!











JanaBlog endlich auch als ganz normales Buch!! Eine Auswahl aus Posts 2011/2012 als ideales kleines Geschenkbuch zum Lachen, Nachdenken, Weitererzählen, für Gäste Bereithalten,… 
Im regulären Buchhandel!


Ja, liebe JanaBlog-Fans, endlich könnt ihr nun durch Verschenken und gemeinsames Durchblättern auch mit allen Verwandten und Freunden, die es noch nicht kennen unter anderem 

folgende Fragen klären:





Was ist Smartphone-Kamikaze?
Wegen Sofortness Handtrockner hassen?
Friedrich der Große, euer Leistungscoach?
Zuckerschock durch Reise-Trance?
Was war noch mal „Telefonieren“?
Wie erschwindeln wir uns täglich mehr Zeit – als Magic Time?
Und Magic Reichtum?
  
Auf wen seid ihr neidisch?
Sind Friseurbesuche Zeitvergeudung?
Kennt ihr die undankbare Fremde?

Ist die Tagesschau zu langsam?
Waren deutsche Dichter und Denker grob unhöflich?
Warum sind Türen mächtig?

Smalltalk und Safari, warum beides?
Wer wird nicht gefragt?
Und warum wollen unsere Kinder mehr Leistungsdruck?

Und warum der Titel „Erregungskurven“?
Erregungskurven, mediale, ist der Fachbegriff für diejenigen Phasen, in denen wir uns zu bestimmten Themen in Aufregung versetzen lassen, um sie anschließend wieder gemütlich zu vergessen. JanaBlog erzeugt in seinen Lesern Mini-Erregungskurven: nämlich gut gelaunte Impulse, sich kurz und klar Gedanken zu machen, um langfristig ganz unwillkürlich aufmerksamer zu werden für so manche Bilder, Ideen, Themen.


Wie ihr das JanaBlog-Buch „Erregungskurven“ bekommt? Ganz einfach:


In der Buchhandlung kaufen, für 5,90 €,


oder einfach mit einem Klick auf den jeweiligen Link HIER bestellen:

Die schönsten Geschenke packt:
Bücher.de

Buch.de

Amazon.de: hier könnt ihr ins Buch sogar hineinschauen und reinlesen! (Amazon zeigt allerdings leider manchmal aus technischen Gründen absurd lange Lieferfristen an,(liegt nicht am Verlag oder JanaBlog), also eher Vorsicht. Die Geschenkverpackung ist bei Bücher.de ohnehin billiger und schöner!):


Viel Spaß!




Kontaktiere JanaBlog persönlich! – Einfach per Mail: JanaBloginfo@googlemail.com

Donnerstag, 27. September 2012

Zu früh: Heinrich Heine


(Aus der Reihe: Werbung, die uns umgibt)









Ein solches Schild vor einem Geschenk-/Kalender- und Postkarten-Laden* aufzustellen ist schlau. So sehr in die Mitte des Gehwegs, dass man extra einen Extra-Bogen drum herum machen muss, ist recht mutig. Aber dies schon im Juli zu tun, schreckt eher ab!!

So geschehen und gesehen – natürlich – in Hamburg. 


Dieses Foto stammt aus dem September, ich wollte euch mitten im Sommer nicht verwirren oder ins Nachdenken darüber bringen, wie schnell doch die Zeit vergeht, oder dass man bald wieder Geschenke suchen darf... Adventskalender jedenfalls haben die Fleißigen unter euch bestimmt schon besorgt, denn in Laden wie diesem gibt es sie bestimmt schon.

In anderen Städten sind Besitzer von Geschenke-Läden sicher ganz neidisch. Oder hat Heinrich Heine oder ein anderer großer Künstler ähnliches über Berliner, Münchner, Kölner.... gesagt?
















* Laden: Kunstgenuss



Kontaktiere JanaBlog persönlich! – Einfach per Mail: JanaBloginfo@googlemail.com

Dienstag, 20. Dezember 2011

Vernissage, Performance, Finissage

Unsere innere Uhr ist schon längst auf Weihnachten gestellt, denn dieser Advent ist so lang wie sonst nie: nach dem vierten Advent wollen wir eigentlich endlich loslegen, oder? Eine Freundin sagte, sich am kommenden Donnerstag oder Freitag zu verabreden, empfinde sie schon beinahe als Sakrileg, eigentlich sei ja schon Weihnachten…

Was bleibt uns zu tun? Geschenke verpacken!
Oder Last-Minute-Geschenke, oder Doch-Noch-Geschenke besorgen.

Mit diesen Bändern könnt ihr aber völlig kommentarlos eventuell Last Minute-Ideen sehr ausdrucksstark verpacken:“Ich-weiß-wir-wollten-uns-nichts-schenken-Geschenk" und: "Nicht schütteln! Da ist Liebe drin!"
Ihr braucht dann überhaupt nichts zu erklären!

Erklärungen sind aber gar nicht so schlecht: Ein Weihnachtskärtchen mit der Erklärung, wie man dazu gekommen ist genau dieses Geschenk auszusuchen, selbst bei ganz kleinen Geschenken oder bei solchen, bei denen ihr euch nicht sicher seid ob sie ein Treffer sind, ein Erfolgsgarant!

Eine schöne Idee, die mir über den Weg lief, ist auch, den Weihnachtsabend als eine Vernissage und Finissage in einem zu betrachten: Verpackung und Aufstellung der Geschenke, also der Kunstwerke (Beleuchtung: Weihnachtsbaum), am Ende: Abbau! (Bzw. das wundervolle Geschenkpapier-Chaos, das selbst am nächsten Morgen noch ganz verzaubert aussieht!)

Nicht nur ein Kunstwerk, sondern eine wahre Performance ist ein Weihnachtsabend ja ohnehin immer. Die Wohnung glänzt, wir selber (hoffentlich) auch in weihnachtlich glitzernden Klamotten (oder zumindest keiner Jogginghose), alle geben sich Mühe, ein Drehbuch gibt es auch, zumindest meistens, nach Traditionen oder nach vorab neu auszuhandelnden Abläufen (Essen, Geschenke, Kirche, Spielen, Anrufen von geographisch entfernten Verwandten,…).

Manchmal ist der gute Wille größer als die Fragilität der Emotionen, aber das macht nichts: mindestens einen Augenblick gibt es immer, der eine wahre Freude bedeutet (selbst für diejenigen, die es nie zugeben würden!): Der Augenblick, wenn man sein Geschenk erblickt, und dabei realisiert, dass sich jemand bereits in den letzten Wochen (oder Tagen) Gedanken gemacht hat, sich dann hingesetzt hat uns sogar ein Päckchen gepackt (oder gar eine Karte geschrieben hat!), also für einen selbst Aufmerksamkeit und Zeit aufgewendet hat. Da erscheint selbst bei den größten Weihnachts-Muffeln wenigstens für einen Sekundenbruchteil ein Lächeln auf dem Gesicht, garantiert!

(Ihr ahnt wahrscheinlich schon, dass ich eher bei der "Ja-wir schenken uns was-Fraktion" bin, gell?…)



(Bezugsquelle für spät Entschlossene auf Anfrage, eins wird verraten: für Münchner am einfachsten zu erreichen!)

Donnerstag, 8. Dezember 2011

Eigene Geschenkideen? Out!

(Oder: Für die Freiheit!)


In Läden oder Websites vorbeischauen, auf die ich nur anlässlich von Geschenke-Jagden vor Weihnachten gerate. Wie lehrreich, wie kreativ, wie aufregend! Sich in ganz neue Gebiete hinein zu denken, die Freude, wenn man etwas erdacht und gefunden hat, was dem Beschenkten gefällt.
Und dann – Geschenke bekommen! An Bücher und Filme und Gegenstände herangeführt werden, die ich selbst niemals entdeckt hätte! Sich überraschen lassen!

So, meine Lieben, war das Schenken gestern.
Denn die Beschenkten von heute mögen solche Geschenke anscheinend gar nicht!

Ab jetzt heißt es: Bestellung vom Geschenk-Empfänger entgegennehmen, online bestellen, richtige Adresse eintippen, BEZAHLEN, fertig.
Beziehungaweise Liste erstellen, Wünsche äußern, auspacken, in Betrieb nehmen.

Denn: Laut Sozialwissenschaftlern, Etikette- Experten und Umfragen mögen die Beschenkten heute nur noch die Geschenke, die sie ausdrücklich bei uns bestellt haben.

Wissenschaftlich erwiesen! Durch Studien an der Stanford und an der Harvard Universität ( im März im Journal of Experimental Social Psychology veröffentlicht) stellte sich heraus, dass die Menschen neuerdings nicht nur bestellte Geschenke lieber mögen, sondern dass sie auch bei so gearteten Geschenken meinen, dass sich der Schenkende mehr Mühe gemacht hat als bei spontanen, vom Schenkenden selbst mühsam ausgedachten Geschenken!!!!

Und laut der amerikanischen National Retail Foundation war in den letzten 5 Jahren das begehrteste Geschenk - na? Ein Buch? Ein Fahrrad? Richtig – ein Geld-Geschenkgutschein!!!

Okay: Nun mag es in den USA anders sein als hier, aber wie lange noch? Oder ist es hier auch schon so?

Okay: Man kann natürlich beträchtlich viel vermasseln mit dem falschen Geschenk. Welche Verschwendung, all die im Keller verstauten oder zu wichtelnden Fehlgeschenke sind!

Aber wo bleibt die Entscheidungsfreiheit des Schenkenden?

Und wo bleibt der Komfort für den Beschenkten, der keine Einkaufs-Listen erstellen muss, sondern sich zurücklehnen kann, sich überraschen lassen (und in Ruhe die Geschenke für die anderen besorgen kann)?

Und warum entwickelt sich das Schenken überhaupt in diese Richtung?

Bisherige Erklärungsversuche von Sozialwissenschaftlern, Etikett-Spezialisten usw.:

-Wir definieren uns immer mehr über Dinge, also über das richtige Gerät, die richtige Kleidung, die richtige Marke eben. Dabei ist die Welt so komplex geworden, dass die Wahrscheinlichkeit ins Schwarze zu treffen unfassbar niedrig wird.

-Die Gier wächst*. Viele missbrauchen die Schenkenden einfach als die Erlediger ihrer Einkaufsliste, also Besorger dessen, was sie sich ohnehin selber auch kaufen würden.
 
Was meint ihr?

Gedicht von Joachim Ringelnatz


Ach ja, ich gebe es zu, auch ich kapituliere zumindest ansatzweise, allmählich:

- Nachdem ich ein paar Mal exakt das Gleiche wie die Eltern für ihre Kinder ausgesucht hatte, beschlossen wir, uns nur noch abzustimmen (bis auf ein gelegentliches, verwegenes Extra!). Und ab dem Teenager-Alter? Vergesst es!

- Und auch ich ertappte mich diesmal, einen mehr oder weniger (leider wohl eher ZU) diskreten Hinweis für einen Wunsch abzugeben....

Aber - nein. Ich plädiere immer noch für die Freiheit des Schenkers!

Denn um nichts Geringeres geht es hier doch. Und sei es auch nur die Freiheit nein zu sagen zu einem Listen-Geschenk, oder zumindest die Freiheit zu dem kleinen, riskanten, verwegenen, unbestellten Extra...!


 



* Ich denke hier nahmen die Wissenschaftler durchaus an, dass es sich nicht um Bedürftige handelt, die sich die Sachen sonst nicht leisten können!