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Donnerstag, 31. Juli 2014

Liest eh keiner.








Sommerzeit, Übergangszeit.
Während die Republik halb schläft, schaltet ihr (euch) auch ab?
Seid ihr weniger oder mehr im Web unterwegs, weil ihr endlich Zeit dafür habt?
Wie viel Aufregung/Anregung im Kopf findet ihr im Urlaub gut?
Können sich freie Blogger auch mal freinehmen?

Welch ein Luxus, dass wir uns und unser Bruttosozialprodukt anscheinend leisten können, dass im Sommer monatelang das ganze Land irgendwie nur so halb funktioniert. Bald werden die Sommerferien der Schulen sogar noch weiter auseinander gezogen, so dass zwischen dem 20. Juni und Mitte September die eine oder andere Hälfte Deutschlands leer ist.

Oder kennt ihr das nicht, im Juli/August ein gewisses
(zumindest inneres) Abwarten „bis alle wieder da sind“?

Zeitungen und Zeitschriften sind viel dünner als sonst, die Geschichten darin auch. JanaBlog hat einmal festgestellt, dass es ab etwa Mitte Juni bis Mitte September keinen Sinn macht, über Veröffentlichungen oder Werbung in überregionalen Medien nachzudenken, weil nur ein Bruchteil der Klientel erreichbar ist.

Jetzt, Blogger können eigentlich nicht wirklich in Urlaub gehen. Die meisten müssen/dürfen täglich oder zumindest alle paar Tage einen Blogpost servieren, und am besten gleichzeitig mehrmals am Tag per Twitter und auf Instagram liefern. Oder sie fahren ein paar Tage weg und haben vorher großen Stress, weil sie Posts auf Vorrat produzieren müssen. Oder sie nehmen die Arbeit in den Urlaub… Nur sehr wenige haben Assistenten oder Praktikanten, die in ihrer Abwesenheit den Blog übernehmen können (Gibt es! Aber wollen wir das?)!




Jetzt sagte letztens jemand: „Mach dir als Blogger keinen Stress, liest ja eh keiner im Sommer“!

Wenig überraschend also die heutige

JanaBlog-Frage:

Stimmt das?
Seid ihr im Urlaub eher mehr online, weil ihr endlich Zeit dafür habt? Holt ihr das Durchlesen von bestimmten Links, Feeds und Blogs endlich in Ruhe nach?
Oder könnt ihr/wollt ihr das elektronische Netz beiseite lassen während des Urlaubs?

Oder findet ihr eine Balance, wie so manche die nur zu festen Zeiten morgens oder/(notfalls und) abends hineinschauen in die Online-Tools, und ansonsten das Handy beiseite lassen?

Oder ist für euch im Urlaub am Strand Facebook, Twitter, Instagram genauso Unterhaltung wie Zeitschriften und Bücher?

Nehmt ihr euch eine TV- und Film/Video-Auszeit während des Urlaubs?

Spürt ihr Entzugserscheinungen? Fühlt ihr euch „einsam“ ohne eure Facebook-Twitter-Freunde?


Immerhin hieß es ja bisher eher, Bücher-Lesen sei der Klassiker für den Urlaub. Aber auch da stellen sich doch Fragen:
Lest ihr dann eher die anspruchsvollen Bücher, endlich, da ihr den Kopf dafür frei habt, die Titel die ihr euch aufgehoben habt übers Jahr?
Oder kapituliert ihr (im letzten Augenblick) und habt nicht den Ehrgeiz – nehmt leichte Strandlektüre stattdessen?


((Jetzt werdet ihr sagen: Ihr sollt hier von euch erzählen – und JanaBlog selbst?
Also gut:

JanaBlog…

…-hatte früher Stress um Posts auf Vorrat zu generieren, im Augenblick nicht (mit schlechtem Gewissen./ Hat noch(?) keine Autoren die für sie einspringen können.).

-Internet und Einschalten des Handys im Urlaub nur zu festen Zeiten, am besten geographisch außerhalb von Ferienwohnung/Hotel/Strand/… (Denn

JanaBlog-Tipp:
Ein regelmäßiger neutraler Platz am Urlaubsort (ein Durchgang, eine Ecke die man sonst nie benutzt) für das Auf-Einen-Einprasseln von Mails und elektronischen Eindrücken verhindert, dass ihr eure Lese-Lümmel-Sonnen-Liege im Urlaub jedes Mal mit der Unruhe des elektronischen Lebens innerlich zusammenbringt!)

-TV und sogar Filmchen jeder Art sind bei JanaBlog im Urlaub tabu.

-JanaBlog versucht tatsächlich auch anspruchsvolle Bücher zu lesen, die sie sonst nebenher nicht schafft (liest aber parallel immer auch Leicht-Lektüre!).))





JanaBlog wünscht jedenfalls euch allen

 – mit und ohne Netz, mit und ohne Bücher, mit und ohne Zeitschriften, mit und ohne Strand, ... –

einen wundervollen, genau so luxuriösen Sommer, wie ihr ihn haben wollt!







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Samstag, 2. März 2013

Bitte nicht blättern.





Fotos, Filme, Websites während des Gesprächs auf Smartphone herzeigen, das ist normal. 
Aber wehe wenn unser Gegenüber unseren Schatz in die Hand nimmt und unerlaubt auf ihm herumblättert!!
Letzthin im angesagten Café:
Hipper Mann zeigte hipper Frau ein(!) Bild auf seinem Smartphone, zur Erklärung seiner Erzählung. 
Sie nahm das Phone in die Hand. 
Und schaute sich nicht nur das eine Foto, sondern weitere an.
Nach kurzem Augenblick des quälenden Versuchs, cool zu bleiben/wirken, riss hipper Mann ihr das Smartphone aus der Hand und auf ihre Verwunderung hin schoss aus ihm heraus: "Du blätterst eben so viel".

Kennen wir das nicht alle? 
Das Smartphone ist neurologisch messbar ein Teil von uns geworden. Nicht nur, dass es geradezu eine physische Verlängerung unserer selbst ist, und wir es immer in der Hand/ am Körper/ in Sichtweite haben. Sondern auf dem Phone lagert auch ganz real sehr Persönliches: Adressen, Mails, Fotos, Notizen von so persönlicher Art, dass sie einfach nicht alle was angehen. Sie fallen schlicht in unsere Privatsphäre*.
Deshalb fühlte sich der sonst so coole Mann im Café auch nicht nur emotional, sondern richtiggehend physisch gestresst: Er hatte nur das Ansehen eines ausgewählten Bildes autorisiert, und mit dem eigenmächtigen Herumblättern war es für ihn, als ob die Dame in seiner Wohnung seine geheimen Schubladen durchwühlen würde (Wobei in realen Schubladen zuhause heutzutage vermutlich viel weniger Geheimnisvolles zu finden ist als auf dem Smartphone!).

Wie bereits von JanaBlog erwähnt (http://janablog1.blogspot.de/2012/04/smartphone-kamikaze-noch.html), haben wir uns noch nicht auf echte Smartphone-Höflichkeitsregeln geeinigt.

Aber das hier dürfte doch ganz einfach sein, oder?


Erste JanaBlog-Ideen:

-Fremdes Smartphone nur so kurz wie möglich in die Hand nehmen, ganz ehrfürchtig ob der Auszeichnung, dass es einem überhaupt anvertraut wird.

-Und nur dann blättern, wenn es einem geradezu aufgedrängt wird!!!








*Und ja, auch in Zeiten von Facebook/Twitter/Youtube gibt es Privatsphäre durchaus noch! Denn bevor die Fotos in Facebook etc. wandert, sind sie auf unserem Phone und wir höchstpersönlich entscheiden, welche veröffentlicht werden!



Ähnliches von JanaBlog:
http://janablog1.blogspot.de/2012/04/smartphone-kamikaze-noch.html


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Donnerstag, 26. Januar 2012

Brillante Köpfe, hoffentlich


Den Wald vor lauter Bäumen nicht sehen?
JanaBlog ist nicht in Davos, sondern geht
ausnahmsweise mitten in der Woche im
Januar-frostigen Wald spazieren – auch
gut zum Nachdenken!
Themen, die uns alle angehen, und manche, die uns wirklich interessieren, darum geht es in Davos. Was genau geht da beim Weltwirtschaftsforum aber vor sich?

Eine Auswahl aus den Veranstaltungen und Themen also, mit denen sich zurzeit die (hoffentlich) brillantesten Köpfe der Welt beschäftigen:

-Wie steht es um Ihren Status in sozialen Netzwerken?

-Von der Front lernen (gemeint ist: Wie werden Technologien und Businessmodelle durch die neuen Märkte gestaltet?)

-Die Zukunft der Demokratie

-Der Geist und die Maschine (Was sagen uns die neuesten Entdeckungen in der Naturwissenschaft über den menschlichen Geist und über das Bauen intelligenter Maschinen?)

-Wettbewerbsfähigkeit der USA: ein Weckruf

-Afrika: von einer Übergangszeit zu einer echten Transformation

-Das neue Business Mindset (Kurzfristige Interessen und langfristige Ziele in Übereinstimmung bringen, verantwortungsvolles Handeln attraktiv machen, ...)

-Lebensmittelversorgung sichern

-Unter Druck führen (als Manager…)

-Mithilfe der Harvard Universität weisere Führungspersönlichkeiten heranbilden (unter anderem: Weg von irrationalen Entscheidungen hin zu faktenbasierten Strategien, Ethos von Führungspersönlichkeiten aus dem Osten entdecken, verhaltenswissenschaftliche Erkenntnisse ins Handeln transferieren…)

-Manager-Vergütung (unter anderem: was haben wir aus der Finanzkrise gelernt…)

-Islam in der Politik (angesichts der neuen Entwicklungen in Nordafrika zum Beispiel)

-Lässt der Kapitalismus des 20. Jahrhunderts die Gesellschaft des 21. Jahrhunderts im Stich?

-Wasser für alle

-Datenschutz

-Non-Profit-Organisationen: Politiker mit der realen Welt verbinden

-Die Zukunft des Humankapitals

-7 Billionen und es geht weiter: Gewinn oder Desaster?

-Aussichten von Lateinamerika, Ostasien, China, Russland…

-Gesundheitsversorgung ändern

-Kluge Wachstumsstrategie (Wie können technologische Innovationen wirtschaftliches Wachstum und zugleich Beschäftigung vorantreiben?)

-Umwelt und Grenzen von Wachstum

-Werte (Stand der öffentlichen Debatten bezüglich Generations-, sozialen und moralischen Angelegenheiten)

Bis hin zu:

-Kunst durch Netzwerk (Wie verändern soziale Medien die Kunstwelt?)

-Olympische Spiele 2012 – den sechsmonatigen Count-down feiern (??)

Das Tolle: man muss nur ganz einfach Davos 2012 googeln (oder auf einem der zahlreichen sozialen Netzwerke aufrufen, unter anderem Facebook, Google plus, FAZ, Twitter, YouTube…), und jeder kann teilnehmen! Entweder gute Protokolle bzw. noch bessere Zusammenfassungen der Debatten nachlesen oder Videos schauen, – –

Hauptsache mitdenken!

Mittwoch, 14. September 2011

PostSecret

Jeder hat Geheimnisse, die er mit sich herum trägt. Jetzt kann sie jeder los werden, per ganz normaler Postkarte (die dann auf der Website auftaucht) per Twitter, oder seit neuestem: per iPhone-App PostSecret*!

Jeder kann vollständig anonym eine Postkarte oder per iPhone-App einfach einen Text oder ein Foto mit darauf geschriebener Nachricht verschicken, die Ergebnisse sind dank heutiger Foto-Bearbeitungs-Software sehr künstlerisch. Beispiele:

-Du liebst deinen Ehemann, hast aber online jemanden getroffen den du vielleicht mehr liebst?

-Du versinkst langsam in Depressionen, und deine WG-Mitbewohner merken nichts?

-Du befürchtest, dein Kind sei nicht deins...

Übrigens gibt es das als Postkarten-Service und Twitter auch schon in Deutsch, einfach PostSecret Deutsch googeln.

Die Geheimnis-Träger sind vollkommen geschützt, es ist noch nicht einmal ein Passwort und User-Namen nötig, zusätzliche Sicherung möglich. Noch nicht einmal der Aufenthaltsort wird von PostSecret irgendwo aufgezeichnet.

Wie finden wir das?
Die Kommentare zum PostSecret– App helfen nicht besonders weiter, die regen sich tatsächlich vor allem über den Preis auf! Und zwar: 1,99 $!!

JanaBlog-Meinung: Eine wunderschöne Idee, für diejenigen, die das Gefühl haben ein bisschen von ihrer Bürde abgegeben zu haben und verbunden zu sein mit all jenen, die auch schwere Geheimnisse mit sich herumtragen. Aber besser wäre es, wenn es ein richtiges Help-Forum wäre. Von PostSecret werden Hilfs-Hotlines aller Art angeboten, angeblich kann man als Leser auch auf die einzelnen Postkarten reagieren (auf der Website nicht ersichtlich), an sich wird es aber anscheinend nicht als Problem-Lösungs-Forum ausdrücklich angeboten oder genutzt. (Wer andere Erfahrungen hat, bitte gerne melden, denn das würde einen großen Unterschied machen, finde ich!)

Aber im Ernst: Wie findet ihr das?

*Vielen Dank an meinen besonders treuen Leser, der mir den Tipp zu PostSecret für den Blog gemailt hat!
(Fotos: von der PostSecret-Website, echte Einsendungen)