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Freitag, 17. Mai 2013

Juristen, nicht mehr cool?








Sucht ihr händeringend gute Mitarbeiter? Seid ihr schon verzweifelt?
Probiert ihr bei eure Stellenanzeigen deshalb etwas Neues?
Als Bewerber: findet ihr diese Anzeigen hier cool?

Die Juristen suchen händeringend, und sie haben es besonders schwer, denn ihnen werden die einwandernden jungen Spanier und Italiener nicht helfen: sie brauchen ja einen Abschluss im deutschen Rechtssystem.
Früher bewunderte ich das Niveau der Stellenanzeigen von Anwaltskanzleien. Wirklich! Besonders einfallsreich, elegant, und trotzdem seriös.
Leider machte ich damals keine Fotos, denn: damals gab es JanaBlog noch nicht.

Und was sieht JanaBlog jetzt?
Ein wenig Kindergeburtstag in den Anzeigen, oder?











Diese drei Anzeigen sind übrigens nicht über einen Zeitraum hinweg gesammelt, sondern stammen aus ein und demselben Heft der Anwaltszeitschrift Juve*, mit dem folgenden Titel:



Wen wollen die Kanzleien heutzutage ansprechen?
Sagen diese Anzeigen mehr über die Bewerber aus, denen die Kanzleien in 2013 gewöhnlich begegnen?




Aber nicht cool?

Liebe Kanzlei Pöllath und Partner (die Autoren der obersten Zorro-Anzeige): das ändert mal besser! Nicht nur wird John Grisham vor Verwunderung rotieren, und die meisten Bewerber und Kollegen würden den Verdacht auf Uncoolness weit von sich weisen, sondern: Bekanntermassen entscheidet der Coolnessfaktor eines Produkts/Firma/Marke über die Attraktivität eines Unternehmens für gute Kandidaten.

Anders gesagt: Seriosität hat einer Anwaltskanzlei noch nie geschadet, "Witzig" muss heute anscheinend auch dabei sein, aber eins bleibt: Jeder will am liebsten für eine coole Marke arbeiten, denn: Dann (denkt er) ist er selber cool!









* Juve April 2013, Nr. 16





Ähnliches von JanaBlog:




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Heißt „Erregungskurven“, und ist ganz normal im Buchhandel erhältlich, auch als E-Book, und international (JanaBlog-Leser in den USA aufgepasst)!

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Mittwoch, 29. Februar 2012

Starke Marke

(Aus der Reihe: Archäologische Funde von morgen)






Eine geradezu philosophische Frage: wie lange in die Zukunft hinein werden wir diesen Schlüsselanhänger verstehen?

Donnerstag, 28. Juli 2011

Lena Hoschek - mein Fußballverein?

Höchste Schneiderkunst, kurvige Models mit möglichst vielen Tattoos, Fashion Week Berlin, eine Designerin aus Graz die bei Vivienne Westwood gearbeitet hat. Ausgelassene Petticoats, schmale Röcke, sehr sexy Kleider. Lena Hoschek.

So mancher meiner Freunde wartete bestimmt schon ungeduldig auf diesen Post, weil ich das erste Mal in meinem Leben anscheinend Fan einer Designerin geworden war, man scherzte schon, ich würde ihre neue Botschafterin werden! Und was soll ich sagen – ihr Berliner Shop ist auch ohne Einkauf für jedermann ein Erlebnis! (Vergleiche Barbie-Dekoration aus dem Shop)

Dann der Schock: auf der diesjährigen Sommer-Fashion Week in Berlin machte das Lena Hoschek-Haus (für mich) negative Schlagzeilen: Germany's Next Topmodel (im Volksmund: GNTM) -Teilnehmerinnen (also für Insider: ausgerechnet die Gewinnerin des letzten Jahres, Alisar sowie die diesjährige Zweite: Rebecca und die Kandidatin Marie) liefen für sie als Models!


Das erste Mal in meinem Leben schrieb ich einen "Leser/Kunden-Brief" an eine Presseabteilung und an das Modelabel Lena Hoschek selbst: Ich verstünde ja, dass zur Mode von Lena Hoschek nicht extrem dünne Models passen und dass man möglichst viel Publicity haben will. Aber diese Publicity? Stünde das Haus nicht auch für eine gewisse Unabhängigkeit und eine gewisse Klasse?

Die Antwort-Mail war geschickt gedacht, kam bei mir aber nicht gut an: Statt dass jemand aus dem Management antwortete, ließen sie die von mir in höchsten Tönen gelobte Verkäuferin, tatsächlich ihre beste Beraterin im Berliner Shop (und insgesamt vermutlich. Namen verrate ich Interessenten bei Anfrage gerne!), schreiben: vorhersagbarerweise klang die Antwort in etwa so, da würde man wieder mal sehen, dass man es nicht allen recht machen könne, das sähen eben alle unterschiedlich…
Das Haus vertraute anscheinend recht einfach auf die persönliche Bindung zu der Beraterin

Ist es so, dass man in so einem Fall, also bei einem Designer dessen Fan man ist, wie zu einem Fußballverein halten sollte, durch dick und dünn? Was meint ihr?

Ich meine: So einfach ist das nicht.
Irgendjemand hat mal sehr nett beschrieben, dass die innere Zugehörigkeit zu einem Fußballverein eine völlig irrationale, emotional fürs Leben entschiedene Sache ist.
Ein Designer erobert einen natürlich auch sehr emotional, aber ich finde, er muss sich immer wieder bewähren. Mit einem Vertrauensvorschuss, na klar, aber letztlich von Kollektion zu Kollektion. Und ein Name bzw. eine Marke ist ein kostbares Gut. Eine relativ junge erst recht!

Lena Hoschek läuft bei mir also leider im Augenblick auf so einer Art Bewährung, zumal ich ausnahmsweise nicht von ihrer Sommer-Kollektion 2012 überzeugt bin (und dabei sind die Models natürlich egal).

Aber meine lieben Ladies (leider nicht Gentlemen, keine Kollektion bis jetzt, sorry), aufgepasst: im Herbst unbedingt in den nächstgelegenen Lena Hoschek-Shop stürzen, denn die Winter-Kollektion* ist wunderschön!!!



*Gut zu sehen in der bezaubernden Berliner Fashion Week-Show, die in Google leicht einfach unter Lena Hoschek zu finden ist.

Montag, 23. Mai 2011

Kleidergröße? Eine aussuchen, bitte!

Immer wieder höre ich von Verkäuferinnen: den Frauen sind die Kleidergrößen-Nummern viel wichtiger als die wirkliche Größe. Chronisches Problem angeblich: man nimmt lieber eine kleinere Größe und bezieht sein Selbstbewusstsein aus der Zahl, die niemand sehen kann!!! (Vielleicht sollte man das ändern? Kleidergrößen außen tragen? Eine echte Marketing-Idee!)

Darauf reagiert nun wenigstens ehrlich die Firma vom (sorry, nur Zeitungs-) Foto. (Obwohl ich den Text nicht ganz verstehe: "Passt zwei Nummern kleiner": also statt 38 zum Beispiel 34. Dann der Text unten: "Zwei Größen kleiner aussehen": also nochmal zwei Kleidergrößen abziehen? Vier Kleidergrößen weniger!! (Übersetzungsfehler? Oder wie habt ihr das verstanden?)).

Aber nicht nur diese Firma reagiert auf das Kleidergrößen-Problem, sondern ein neuer Trend ist: Jeans online nach dem (selbst zuhause genommenen) Maß kaufen!
Oder eine ganz andere Möglichkeit: letzthin war ich in einem Geschäft, in dem es nur eine einzige (der weiten Welt leider noch unbekannte) Marke gab, und dort passt mir sage und schreibe von XS bis L (Ja, ich habe mich nicht verschrieben: von XS bis L ) alles Mögliche! Also: Kleidergrößen ad absurdum geführt, herrlich!
(Allerdings ist es dann ganz praktisch, wenn wenigstens eine fabelhafte Verkäuferin im Kopf hat, wie groß welches Kleidungsstück denn nun eigentlich so ausgefallen ist, um nicht schier endlose Stunden in der Umkleide verbringen zu müssen…)