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Freitag, 24. April 2015

Alles Erlebnisse






Diese materiellen Sachen erzeugen 
garantiert ein gutes Gefühl/Erlebnis!)
Wissenschaftler behaupten:
Erlebnisse erwerben macht glücklicher als Materielles kaufen.

JanaBlog widerspricht vehement:

Kauft ruhig Sachen! 
Jedes Ding zählt! 

Es muss nur genau das Richtige sein.

Es gab ja eine Revolution:

Erst herrschte allgemein der bequemen-tröstlich-konventioneller Spruch: 
"Mit Geld kann man kein Glück kaufen".

Dagegen kam der Spruch: 
"Who says that money can't buy happiness just doesn't know where to shop".

Nicht nur sparsame Menschen haben damals zudem gedacht: 

Weil ein Ding länger hält, macht es einen länger glücklich während Erlebnisse wie Konzerte oder Ferien flüchtig sind, schnell vorbeigehen.

Das stimmt nicht, denn fest steht: 

Unser Gehirn merkt sich einfach alles was wir erleben, zumindest dann wenn wir während der Erfahrung Emotionen entwickeln.*
Es merkt sich Erlebnisse mit Sachen genauso wie "Nur"-Erlebnisse.
Und es ist egal, wie lang dieses Sach-/Erlebnis war! Und der Gehirn-Eigentümer muss nicht mal bewusst bemerken, dass es gerade eine gute Erinnerung im Kopf gespeichert hat!

Jetzt aber behaupten Wissenschaftler: 

Erlebnisse kaufen mache glücklicher als Dinge erwerben. Vor allem weil man sich angeblich an die Dinge gewöhnt und sie nicht mehr als Genuss wahrnimmt.**

JanaBlog sagt: Das ist nicht richtig! Denn 

Gegenstände erzeugen Erlebnisse!!!!

Gute und schlechte.
Wir konzentrieren uns hier mal auf die Erwünschten:

Man muss nicht erst ein Kind befragen, das sich unglaublich auf eine ersehnte Spielsache zu Weihnachten freut. Oder eine Frau, die noch nach Jahren von einem Kleid schwärmt, das längst verschwunden ist. Oder den Teenager, der auf ein (schnelleres) Smartphone hofft...

Hier trotzdem ein paar Beispiele:

-Smartphone, Musikerzeuger, Computer, Foto & Co:
Verbundenheit mit anderen, Spielfreude, Musikgenuss, Kreativität, direkte Kommunikation, Information, Erlebnisse über Erlebnisse.


-Über Kleider, Schmuck, Taschen als Glücks-Erlebnis-Generatoren  müssen wir hier hoffentlich nicht weiter reden. 

 -Segelboot: nur wenn man eins zur Verfügung hat kann man das für manche berauschende Erlebnis der Freiheit im Wind und Wasser genießen. Und nur wenn man eins besitzt, kann man sicher sein dass es genauso ist wie man es haben will und immer verfügbar. Jetzt ist ein Segelboot natürlich ein typischer Angeber-Gegenstand. Zum Fall Angeber siehe hier unten :***

-Kunstgegenstände: Ein Bild erzeugt zu Hause über längere Zeit Erlebnisse - sei es dass es uns beibringt mehr inne zu halten, Kopf und Herz trainiert neue Perspektiven einzunehmen, oder uns bei jedem Anblick auch unbewusst ein gutes Gefühl verschafft – voilà, wieder Erlebnisse!

-Ein schönes Haus, eine Ferienwohnung – selbst wenn wir nicht dauernd in der Ferienwohnung sind, das Wissen darum dass sie genauso ist wie wir es mögen, dass wir eine sichere Zuflucht haben jenseits des Alltags erzeugt ein konstant gutes Gefühls-/Erlebnis. Und natürlich die Ausflüge dorthin – Erlebnisse!

-Auto: Wenn es für uns toll ist, haben wir herrliche Fahr-Erlebnisse. Und wir machen vielleicht häufiger und lieber Ausflüge/Urlaub damit – Erlebnisse, Erlebnisse! 

Selbst banale Alltagsgegenstände machen glücklich oder unglücklich, je nachdem wie man sie gewählt hat: 

-Zahnbürste – eine geliebte Farbe, guter Griff, der richtige Druck, und schon ist man jeden Morgen viel zufriedener und hat einen positiverem Start in den Tag als bei einer blöden. 

-Regenschirm: Es macht einen großen Unterschied, ob wir uns jedes Mal ärgern müssen weil der Knopf so schwer geht und der Schirm zu klein ist oder ob er sich einfach gut anfühlt, auch das erzeugt ein kleines Erlebnis, regelmäßig im Alltag!

Denn bedenken wir:

Nicht nur spektakuläre Aktionen, sondern 
jede tägliche Berührung/Begegnung mit einem Gegenstand löst ein kleines Gefühl aus!****
(Warum sonst habt ihr das doofe Hochzeitsgeschenk von Tante Erna in den Keller verbannt oder aber freut euch über das völlig hässliche Mitbringsel, das euch aber an die liebevolle Zuwendung eines Freundes erinnert?)

Fazit:

Alle Gegenstände sind kleine bedeutende Erlebnis-Maschinen.

Egal ob wir über den Genuss bewusst nachdenken oder nicht.

Und neurologisch merkt sich das Nervensystem für immer jede dieser Sach-Erfahrungen, selbst wenn der Gegenstand bereits wieder weg ist.


Ein Gewinn ist die Investition in Materielles (genauso wie in reine Erlebnisse!) allerdings nur unter bestimmten Voraussetzungen:

JanaBlog-Investment-Tipps:

-Man kaufe kompromisslos nur die höchstpersönlich richtigen Sachen, Dinge die man entweder wirklich wirklich braucht und/oder tatsächlich: LIEBT.

-Man berücksichtige beim Kauf alle Kosten des Dings – nicht nur wie viel Geld, sondern auch wie viel Kraft, wie viel Zeit, wieviel Platz wird mich der Erwerb in meinem Leben noch kosten versus: Wie viel großartiges Erlebnis bringt es mir? 
Gilt übrigens genauso für immaterielle Erlebnis-Investitionen! (Nur ein Beispiel: Social Life - Burn Out, http://janablog1.blogspot.de/2015/04/social-life-burnout.html)

-Man trainiere regelrecht zu genießen und Erlebnisse bewusst zu erleben.
Und dankbar zu sein.


Fahrradklingel-Design: Liix.de
Es gibt aktuell ohnehin die beeindruckende Tendenz weg von (Angeben mit) materiellen Dingen
(Meine jungen Leser: Früher konnte man/musste man geradezu automatisch mit der Marke und Größe seines Autos angeben! Stellt euch vor!).

Heute genießen wir/geben wir viel mehr an mit dem Erleben von Immateriellem. Zu Statussymbolen werden eher 
originelle Trips, Wissen um die coolsten Quellen im Netz, Vernetzung mit angesagten Menschen, Rankommen an seltene Konzertkarten, gefährliche Jumps, besonders tolle Fotos.
Und das ist wunderbar:

Die Richtung in der Gesellschaft geht tatsächlich hin zu sehr bewusstem Umgang mit materiellen Käufen.

Aber materielle Dinge verteufeln?
Oder sie nicht hinreichend ästhetisch, liebevoll aussuchen?
Sie nicht genießen? 

Würde uns zu vieler schöner Erlebnisse berauben!!!!





Im folgenden Link findet ihr auch gute weiterführende Literatur unten in Kommentaren: https://www.dasgehirn.info/denken/gedaechtnis/erinnern-mit-gefuehl-5181
***Angeber-Einwand: "Die Forscher haben doch recht, denn die richtig Reichen oder/und Angeber kaufen doch häufig Gegenstände gar nicht, um mit ihnen etwas zu erleben, sondern nur um mit ihnen anzugeben."
Leider muss man vermutlich auch hier sagen: Schon alleine das Erlebnis angeben zu können gibt dem Betreffenden (der es braucht) vermutlich ein gutes Gefühl, ergo ein gutes Erlebnis.
Und wie wir wissen, behält das neurologische System diese Erinnerung für immer, also selbst wenn er später pleite geht!
((Und wer so viel besitzt dass er es gar nicht mehr alles zu Gesicht bekommt?  JanaBlog befürchtet: Selbst das Wissen darum, dass man so viel hat, dass man es noch nicht einmal erfassen kann, kann ein gutes Gefühl der Sicherheit und Überlegenheit über die meisten anderen Menschen auf der Erde geben.... wieder ein Erlebnis!))

Zu materiellen Sachen ein gutes Verhältnis aufbauen, mit einem spektakulären Buch von Marie Kondo (und sie hilft uns nebenher, unsere Wohnung aufzuräumen):


Ähnliches von JanaBlog:


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Donnerstag, 8. August 2013

Für Männer kein Kompliment?






Edgar-Karten-Halter im Café.
Das Thema ist eben wichtig.


Seid ihr eine Frau und auch so naiv*, Männern Komplimente zu machen?
So ganz harmlose, zum neuen Hemd oder Frisur....

Dann macht euch auf Ärger gefasst. Denn wenn der Mann nicht Single ist oder/und ihr ihn nicht anflirten wollt, rät JanaBlog: Lasst die Finger davon!

Da kann man noch so amerikanisch eingestellt sein und einfach nur generell gern selbst wildfremden Menschen Komplimente machen. Arglos Kompliment-gebende Frauen berichten in solchen Situationen sogar von offen ausbrechenden Ehe-Diskussionen oder "Attacken" der Partnerin gegenüber dem Komplimente-gebenden Weibchen!!!

Denn ja, es ist immer kompliziert:

Entweder Mann Single:
Dann missversteht er es leicht, schon weil wir eben nicht in Amerika leben und in Deutschland Komplimente vielen eher suspekt sind.

Falls Mann nicht Single:
Oh je! Jetzt bitte berücksichtigen: Jede Frau besitzt ein inneres Mein-Mann-Bewachungs-Alarm-System.

Das ist nicht schlimm und völlig verständlich: Es stammt sicher (wie so vieles in unserem Gehirn) geradezu aus PRÄ-Mammut-Zeiten. Denn damals ging es um alles: Wenn eine Frau einen Mann erobert hatte, war es für ihr Überleben und das Gedeihen ihrer Kinder entscheidend, ihn als Beschützer und Nahrungs-Eroberer zu halten und ihn für sich gegen Avancen anderer Frauen abzuschirmen.
Je besser also das innere Alarmsystem, desto erfolgreicher die Frau.

Das läuft als eine Art Schattenprogramm in unseren Gehirnen bis heute. Es ist übrigens sicher der Grund, warum Single-Frauen so wenig eingeladen werden zu Paar-haltigen Veranstaltungen zum Beispiel. Denn den Partnerinnen des Gastgeber-Paares sagt das innere Radarsystem, völlig losgelöst von realen Umständen: "Achtung, die ist auf der Suche, also bin ich bedroht..."

Vielleicht ist es bei euch nicht so, aber beobachtet mal zum Spaß mal euer Gehirn, was als Impuls in einer entsprechenden Situation auftaucht, wenn in eurer Gegenwart euer Partner ein Kompliment von einer Single-Frau bekommt....

Na klar, wir sind da ganz nahe an den Themen wie: Können Frauen und Männer einfach befreundet sein, Harry und Sally... Aber so groß ist das Thema der Komplimente ja nicht: Vermutlich kann man als Frau auch ohne Komplimente an Männer ganz gut leben, was hat man zu verlieren? Nur ein bisschen das Recht zur Meinungsäußerung, dafür erspart man sich unter Umständen viel Ärger.

Ergebnis für die Männer dabei?
Ein Mann bekommt nun höchstens Komplimente von der eigenen Frau, oder?
Und von anderen Männern - für Autos und Uhren!

Jetzt JanaBlog-Frage:
Gilt das auch umgekehrt?
Dürfen Männer auch vergebenen Frauen keine Komplimente machen? Liebe Männer, horcht ihr da auch auf, laufen da auch sofort eure archaischen Alarmanlagen an?
Oder macht man Frauen ohnehin mehr Komplimente, ist es normaler?
Und, liebe schwule und lesbische Paare, ist es bei euch anders?



Uff, wie schön dass man mit Freunden zusammen sein kann, die einander ganz entspannt und humorvoll Komplimente geben können... denkt JanaBlog.... so etwas gibt's doch, oder? ODER?







Ähnliches von JanaBlog:
http://janablog1.blogspot.de/2013/06/spontan-oder-verabredet.html


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Freitag, 14. Dezember 2012

Mei:do? JanaBlog-do!




Dies als Geschicklichkeitsspiel,
 direkt nach dem Fitnessfahrrad?
(Gesehen in Tokio, ernsthaftes
 Schild auf dem Bahnsteig)
Langeweile auf dem Fitnessfahrrad? Oder nun in neuartigen Fitnesszentren zugleich den Kopf trainieren? Oder doch lieber genüsslich nichts tun auf dem Laufband?

Wie einen Muskel können wir unser Gehirn trainieren, um auch noch im Alter klar denken zu können, und während des Fitnesstrainings ist dies besonders gut möglich. Denn nach Erhöhung der Herzfrequenz und der Anregung der beiden Hirnhälften durch Laufen oder Treten beim Fahrrad können wir besonders gut denken (deshalb fällt uns auch auf Spaziergängen so viel ein)*.

Ein neues Fitnesscenter in Hamburg, Mei:do, bietet jetzt**endlich, ganz zeitgemäß, die Kombination von Körper und Kopftraining an. Auf oder nach dem Laufband oder Fitness Fahrrad muss man dazu verschiedene Gehirn-Übungen ausführen - zum Beispiel eine Kugel auf dem IPad in einem Labyrinth rollen, oder auf einem Schiff eine Qualle in ihrem Bassin halten.
Und das "do" im Namen? Soll sowohl an das japanische do=Weg als auch das englische do=tun erinnern.


Jetzt JanaBlog-Frage:
Muss das sein?

Hört sich das nicht wieder nach einer Pflicht mehr an? Noch mehr Training?

Und wo bleibt das faule In-die-Luft-Gucken, als Belohnung dafür, dass man überhaupt trainiert? Und bei dem man endlich mal reflektieren kann und bei dem einem meist die besten Ideen kommen? 

Dieses kurzweiliges Spiel
 mit dem Laufband-Nachbarn spielen?


Wer seinen Kopf trainieren und also all die Zeit auf dem Fitnessgerät "wenigstens nutzen" möchte, 
dem empfehle ich 

JanaBlog-do:

Auf dem Gerät nur etwas tun, was wirklich euch höchstpersönlich Spaß macht.
Hörbuch hören, Serien gucken, einen Vortrag hören, Dokumentation anschauen, für die man sonst nie Zeit hat.

Wichtig:
Es soll nur etwa sein, was man wirklich schon immer mal tun wollte, also keine Verlegenheitslösung.*** So kreiert ihr nicht verlorene, sondern gewonnene Zeit durch Fitnesstraining.

Achtung, Extra-Trick:
Falls es euch schwer fällt, immer wieder zum Fitnesstraining zurückzukehren, hat sich folgende Maßnahme bewährt:

Sich einen Krimi als Hörbuch, eine spannende Serie, ein Computerspiel soweit möglich, oder ähnliches nur auf dem Fitnessgerät erlauben! Da ihr wissen wollt, wie es mit dem Krimi und ähnlichem weiter geht, treibt es euch das nächste Mal regelrecht aufs Fahrrad/Laufband...!

Mit JanaBlog-do macht ihr zwar keine lobenswert ausgefeilten Hirnforschungs-Übungen, oder nur, wenn sie euch wirklich Spaß machen. Trotzdem lernt euer Kopf intensiv etwas neues, und ihr habt so viel Spaß, dass ihr gern aufs Laufband geht. Denn das innere Belohnungszentrum wird später schon allein beim Gedanken ans Training Purzelbäume schlagen!

Und wenn ihr eigentlich nur in die Luft gucken wollt, endlich abschalten?

... Dann ist das in unserer für das Gehirn eher hektischen Zeit genau das Training, das euer Kopf gerade braucht!!!






* EMDR oder als Coaching für mehr Leistungsfähigkeit und mehr: Wingwave Coaching, http://www.emdr-institut.de/0100_emdr/index.php
http://www.wingwave.com/
** ab Januar 2013, http://www.mei-do.de/
*** Obwohl auch die Verlegenheitslösung manchmal wie eine Wellnessbehandlung wirken kann. Man denke nur an die Gala-artigen Zeitschriften im Wartezimmer eures Arztes!


Ähnliches von JanaBlog:





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Freitag, 7. Dezember 2012

Frauen: Bücher, Männer: Musik?






Steckt hier die Erklärung
 für die Forschungsergebnisse?

Verschenken wir das Falsche, wenn wir Männern und jungen Menschen Bücher, Frauen Musik, allen DVDs oder gar Bildbände zum Geschenk machen?

Und soll man nur einem literaturinteressierten Bücher, Musikliebhabern Musik schenken, oder gerade gegen den Strom schwimmen und Interesse an Neuem wecken?

Laut neuester Umfrage* erfahren wir, wer welchen Kulturbereich vorzieht:
Während für (42% der) Frauen Bücher die Nummer eins sind, ist es nur für 25% der Männer ebenso.
Dafür ist für 44% der Männer Musik an erster Stelle, bei Frauen immerhin auch noch zu 33%.


Und das Interesse an Büchern wächst anscheinend erst mit dem Alter, junge Menschen sind an Büchern vergleichsweise erstaunlich wenig interessiert..

Schließlich:
Angeblich rangiert Film mit 17% nur auf Rang drei der Beliebtheitsskala. Und
Kunst wird nur von 8% der Befragten zur beliebtesten Kunstform ernannt.

Erst mal natürlich JanaBlog-Frage:
Beobachtet ihr diese Verteilung auch?
Verstehen wir nach der Lektüre
 dieses Buches, warum Frauen lieber
 lesen als Männer?

Dann:
Egal wie man es rechnet, es läuft doch auf eins hinaus: welchen kulturellen "Kanal" wir am meisten benutzen. Also: üben wir unser Gehirn eher sprachlich, oder eher musisch-auditiv, oder füttern wir unseren Geist eher mit visuellen Eindrücken?

Erstens ändert sich nun die Reihenfolge auf der Kulturart-Skala möglicherweise: denn in der Zeit des TV, Webs, Zeitschriften und nicht zuletzt Films dürfte bei uns allen der (zumindest automatische) Bilder-Konsum sehr weit oben stehen. Die Musik muss man schließlich aussuchen, das Buch in Ruhe zur Hand nehmen**.

Wichtiger aber ist dann die Frage:
Ist es ein Nachteil, wenn wir unsere inneren "Kultur-Fähigkeiten "einseitig" trainieren?
Wie viel entgeht uns, wenn wir fast nie Musik hören, dafür aber gern in "Bildern baden"? Oder wenn wir selten ein Buch zur Hand nehmen, dafür aber unsere Musikalität entwickeln? Und dann immer feiner betrachtet: wenn wir nur Sachbücher lesen und nie einen Roman, immer Techno hören und nie klassische Musik ...
Sind wir dann weniger "fit" im Kopf und im Gefühl, in der Art wie wir die Welt wahrnehmen, Ereignisse verarbeiten? Sind wir dann weniger kreativ, - auch in der Art, wie wir unsere Probleme lösen?

Und falls uns da etwas entgeht, inwiefern dürfen wir uns als Schenkender quasi "aufdrängen" und seinem Nächsten etwas gerade aus einem Kultur-Gebiet schenken, der ihm nicht so vertraut ist, als Anregung?

Wie sich unsere Vorlieben auf unsere Gehirne und Persönlichkeiten auswirken, ist eine Frage an die Hirnforscher.

Aber dass wir Kindern und jungen Menschen so viel Vielfalt wie möglich anbieten wollen, darauf können wir uns wohl einigen, oder?


                                      – – ... Also, .... warum nicht auch Vielfalt für die Erwachsenen?







(Oder müssen wir über Geschenke gar nicht mehr nachdenken, weil nur noch "Bestelltes" geschenkt wird heutzutage? Mehr zu diesem (wissenschaftlich untersuchten) Trend hier:
http://janablog1.blogspot.de/2011/12/eigene-geschenkideen-out.html. )




*TNS Infratest
http://www.focus.de/panorama/welt/musik-umfrage-frauen-lieben-literatur-und-maenner-moegen-musik_aid_843801.html
** Da jedoch der Musikrechteverwerter GEMA die Studie beauftragt hat, ist es vielleicht nicht in ihrem Interesse die Ergebnisse in diesem Sinne zu deuten.






JanaBlog gibt es nun als ideales kleines Geschenkbuch!
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Näheres hier:
http://janablog1.blogspot.de/2012/11/janablog-als-buch-erregungskurven.html

Oder gleich bei Bücher de:

Achtung, bei Amazon auf die Lieferfristen achten! Aus unerklärlichen Gründen sollen sie bei Amazon 3-5 WOCHEN betragen, während bei allen anderen Anbietern und Buchhandlungen normale Lieferfristen eingehalten werden.


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Dienstag, 2. Oktober 2012

Ohne Antwort.





Keine Antwort auf eure Mail oder gar Sms, mitten in der "Unterhaltung". Kennt ihr das? Wie geht ihr damit um? 

Die New York Times hat* da ein wenig recherchiert und viel Frust bei den "ins Nichts schreibenden" Menschen gefunden. Sowohl geschäftlich auch privat, sogar bei Mails die extra angefordert worden sind, oder die konkrete Vorschläge beinhalten - wie: Termine zum angenehmen privaten Treffen, schickt man los, und -- nix. Mails die netterweise (einmalig!) nützliche Hinweise oder Links extra für den Betreffenden beinhalten -- nix.

In dem Artikel der New York Times sagte einer, dass er immer wenn seine Mail nicht beantwortet würde denkt, dass der Angeschriebene tragisch verunglückt oder von einem Meteoriten getroffen sei.
Nahe liegender wäre es anzunehmen, dass derjenige die Mail nicht erhalten hat, oder?

Aber seien wir mal ehrlich: das passiert (mittlerweile) wirklich sehr, sehr selten. Und Spam dient eigentlich nur noch als eine der gesellschaftlich akzeptierten Notlügen in dem Sinne: "Oh, habe ich nicht bekommen, muss in Spam gelandet sein".

Am wahrscheinlichsten ist, dass der Gesprächspartner

a) überfordert ist und die Übersicht verloren hat.

b) sich bequem in der Distanz des Internets "gehen lässt" (Diagnose der Fachleute, etwa der Betreiber der Website www.netmanners.com)

c) oder "He's just not that into you", sprich: ihr seid der Person einfach nicht wichtig genug.

Seit einem Jahr, also dem Artikel in der New York Times, beobachtet JanaBlog das Geschehen und befragt dazu einfach - jeden. Das interessanteste Ergebnis: die in der Businesswelt erfolgreichsten und am meisten Beschäftigten antworten trotz Hektik schneller und zuverlässiger als andere (dabei wohltuend effizient, nämlich: kurz)

Jetzt: Ist man ein Typ?

Ist man entweder derjenige, der ins Nichts schreibt oder derjenige, der häufiger mal nicht antwortet?
Oder mal so mal so?

Dann: Wie reagieren?

Angenommen, euer Freund hat ein Treffen am Wochenende vorgeschlagen, ihr schickt einen Zeitvorschlag, und hört dann nicht mehr von ihm:

Blockt ihr die angebotenen Termine? Und wenn ja, wie lange?

Fasst ihr nach? "Hallo, ist meine Mail zufällig in Spam gelandet ...?"

Oder wollt ihr eher einschnappen und sich nicht mehr melden?

Oder wechselt ihr nach solchen Erfahrungen zur "dunklen Seite" und antwortet eurerseits auch nicht mehr?

Fest steht: die meisten, mit denen JanaBlog sprach, (bis auf die bekennenden Nicht-Antworter) beschäftigen die nicht beantworteten Mails und Sms über längere Zeit. Denn das menschliche Gehirn braucht "abgeschlossene Erlebnisse", es will immer wissen, "wie die Geschichte ausgegangen ist".
Und viele empfanden das Nicht-Antworten als zumindest unhöflich, bis hin zur Kränkung. Spannend dabei: dies war unabhängig vom Alter: selbst so manche sehr junge Studenten fassen rigoros nach, wenn sie online ignoriert werden, per Telefon!

Lösungen? Warum nicht -

einfach einen Smiley denjenigen schicken, die einem etwas Nützliches geschickt haben (geschäftlich: "Danke!").

Und für diejenigen, denen man wirklich nicht antworten mag/keine Zeit/Lust hat sie zu treffen etc. einen Standardsatz schicken (copy paste!):
"Entschuldigung, ich gehe gerade vor lauter Arbeit unter, ich melde mich demnächst zurück."

Immerhin eine Antwort, und der Mailende kann wenigstens sicher sein, dass die Mail oder Sms angekommen ist, kein Zweifel muss nagen. Und ein weiteres Schweigen ist ja auch eine Antwort…

Und sonst? Vielleicht fleißig dieses Büchlein verschenken ("Über den Umgang mit E-Mails, Die Scholz & Friends E-Mail-Etikette").

Für das Verhalten in Netzwerken gilt übrigens ähnliches, und auch dazu gibt es gute Ratschläge ("Beantworten Sie Nachrichten und Kommentare (in Facebook etc, Anmkg. JanaBlog) zeitnah. Niemand redet gerne mit der Wand", in einem weiteren Buch:
"Behave! Stilsicher in sozialen Netzwerken" von Franziska von Malaisé).


Wie seht ihr das?









* schon vor einem Jahr, Henry Alford: "Is Anyone There?":


Auch in anderen Fällen wünscht sich das Gehirn abgeschlossene Geschichten:
http://janablog1.blogspot.de/2012/07/wichtig-ende-der-geschichte.html


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Mittwoch, 23. Mai 2012

Facebook – – wie Sex! (Außer an der Börse)






Karte: Edition Filou und Sophie
Facebook-Einträge ähnlich befriedigend wie Sex – dies war eine Schlagzeile vor kurzem in den Zeitungen (unter anderem: Hamburger Abendblatt). Laut einer US-Studie* zeigt euer Gehirn in dem Moment, in dem ihr einen persönlichen Eintrag in Facebook veröffentlicht eine Befriedigung im gleichen Areal wie bei Essen oder Sex!

Ohne die Studie recherchiert zu haben, denke ich: na klar, es ist so ähnlich, wie wenn man sich mit einem guten Freund austauscht (ähnliche Reaktionen zeigt das Gehirn bestimmt auch bei persönlichen Mails, da würde ich wetten). Und da wir soziale Wesen sind, denkt unser (Mammut- Sippen-) Gehirn, dass unsere Akzeptanz in der Gruppe und das wohlige Gefühl dabei, in einer Gruppe so geborgen zu sein, dass man persönliche Dinge mitteilen kann, von existentieller Bedeutung sind - wie Essen und Sex eben.

Eine automatische Warn-Vorrichtung gegen zu große Transparenz und die mangelnde Kontrolle über eine riskante mögliche weitere Verbreitung von sensiblen Informationen hat unser Mammut-Gehirn natürlich seit Entstehung des Internets so eilig noch nicht installieren können! (Die müssen wir uns wohl mühsam selber anerziehen...)

Wie empfindet ihr das Posten auf Facebook?
Bekommt ihr das befriedigende Gefühl bewusst mit?

Und wo wir schon bei Facebook sind:

- Diese Postkarte ahnt die Zukunft voraus. Oder ist euch so etwas schon passiert? Dass ihr jemanden zuerst auf Facebook (als Freund von einem Freund oder ähnlich) gesehen habt und ihn dann zufällig im "realen" Leben zufällig getroffen habt?



Kurioses zu Facebook bei JanaBlog außerdem:

- Was ist ein Geburtstagsglückwunsch (nur) über Facebook wert? Hier die Auflösung: http://janablog1.blogspot.de/2011/07/was-ist-ein-geburtstag-auf-facebook.html

- Kids sprechen auf Fascebook Code, damit ihre Eltern sie dort nicht verstehen!: http://janablog1.blogspot.de/2011/04/facebook-kids-sprechen-code.html





*Diana Tamir von der Harvard Universität in Cambridge (Massachusetts, USA), veröffentlicht in der Fachzeitschrift "Proceedings"