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Freitag, 24. Mai 2013

Geburtstag heute: still aber herzlich.







Ruft ihr zum Geburtstag noch an? 

Bekommt ihr neuerdings vor allem Sms zum Geburtstag? Auch in Fällen in denen ihr früher einen persönlichen Anruf erhalten hättet?

Werden unsere Geburtstage genau so still wie unsere Büros?*

((Jetzt wichtig für JanaBlog-Live-Freunde:
JanaBlog spricht hier extra überhaupt nicht von eigenen Geburtstagen, Beweis unten!**))

Früher bekam man an seinem Geburtstag sehr dankbar nichts erledigt: dauernd läutete das Telefon, am besten während man sich zum Ausgehen und Feiern fertig machte, fröhliches Chaos mit heißem Ohr.

Heute das glückliche "Ping" der Sms, Blick aufs Display, Lächeln: Glückwunsch!

Sicher, ein Anruf ist nicht gerade die einfachste Variante:
Irgendwie passt er nie so richtig in den (eigenen!) Tagesablauf.
Man ist vielleicht nicht gut drauf und muss es fürs Geburtstagskind sein, ganz fröhlich.
Man weiß nie, wie lange so ein Anruf geht und hat Hemmungen, die Gratulation kurz zu halten, um den Freund nicht zu verletzen. Ganz besonders schwierig, wenn man sich länger nicht gesprochen hat.
Festnetz zu nutzen ist sinnlos, der Jubilar ist bestimmt irgendwo unterwegs, also Handy: Unberechenbar wieder die Kosten, denn vielleicht ist er irgendwo im Ausland, also auch noch unklar ob teuer...

Andererseits:
Für Sms hängen wir sehr von unseren Formulierungskünsten ab.
Und JanaBlog denkt doch, dass es einen Unterschied macht: Die warme Emotion in der Stimme ist für jeden etwas Kostbares, in unseren Telefon-losen Zeiten*** erst recht, und nicht nur für diejenigen die zum weit verbreiteten (wenn auch häufig nicht offiziellen) Geburtstags-Blues neigen. Da rede ich gar nicht erst von vorgesungenen Happy Birthdays am Telefon!

Aber: Wem wir früher ohnehin "nur" eine Karte geschickt hätten, der bekommt mit einer Sms einen sehr aktuellen Fast-Live-Gruß von uns.

Und schicken wir heute vielleicht sogar denjenigen eine Sms, bei denen wir uns sonst gar nicht gemeldet hätten - nur weil es so einfach ist?

Bekommen wir also dank Sms sogar mehr Glückwünsche als früher?

Und Geburtstagsgrüße, die wir uns immer wieder im Handy anschauen können?


JanaBlog-Fragen also:

Wen ruft ihr zum Geburtstag an, wem schickt ihr eine Sms?
Wem eine Mail?
Wonach entscheidet ihr das?
Wie nah muss jemand sein, um eine Karte, einen Anruf zu bekommen?

Bei welcher Person wäret ihr enttäuscht, wenn sie euch zum Geburtstag nicht anrufen, sondern nur ansimsen würde?
Oder macht es keinen Unterschied für euch?

Findet ihr, nicht anrufen sondern tippen ist Bequemlichkeit?
Oder freut ihr euch über die Sms-Möglichkeit?

Freut ihr euch über die Möglichkeit schnell mal eine Geburtstags-Sms verschicken zu können als Geburtstagskind genauso wie als Gratulant?

Ist bei euch in letzter Zeit jemand "auf-/umgestiegen", also habt ihr jemanden angerufen, dem ihr im Vorjahr ("nur") eine Mail oder Sms geschickt habt?



((Und die Frage, auf die schon sicher alle warten: Verschickt ihr noch echte Karten?
Wenn ja: wem? Habt ihr vor, das beizubehalten?))













* http://janablog1.blogspot.de/2011/05/und-was-war-noch-mal-telefonieren.html
** Beweis für JanaBlog-Kenner: Datum dieses Blog-Posts!
***http://janablog1.blogspot.de/2011/05/und-was-war-noch-mal-telefonieren.html



Ähnliches von JanaBlog:
http://janablog1.blogspot.de/2012/09/ist-sie-weg.html


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Dienstag, 2. Oktober 2012

Ohne Antwort.





Keine Antwort auf eure Mail oder gar Sms, mitten in der "Unterhaltung". Kennt ihr das? Wie geht ihr damit um? 

Die New York Times hat* da ein wenig recherchiert und viel Frust bei den "ins Nichts schreibenden" Menschen gefunden. Sowohl geschäftlich auch privat, sogar bei Mails die extra angefordert worden sind, oder die konkrete Vorschläge beinhalten - wie: Termine zum angenehmen privaten Treffen, schickt man los, und -- nix. Mails die netterweise (einmalig!) nützliche Hinweise oder Links extra für den Betreffenden beinhalten -- nix.

In dem Artikel der New York Times sagte einer, dass er immer wenn seine Mail nicht beantwortet würde denkt, dass der Angeschriebene tragisch verunglückt oder von einem Meteoriten getroffen sei.
Nahe liegender wäre es anzunehmen, dass derjenige die Mail nicht erhalten hat, oder?

Aber seien wir mal ehrlich: das passiert (mittlerweile) wirklich sehr, sehr selten. Und Spam dient eigentlich nur noch als eine der gesellschaftlich akzeptierten Notlügen in dem Sinne: "Oh, habe ich nicht bekommen, muss in Spam gelandet sein".

Am wahrscheinlichsten ist, dass der Gesprächspartner

a) überfordert ist und die Übersicht verloren hat.

b) sich bequem in der Distanz des Internets "gehen lässt" (Diagnose der Fachleute, etwa der Betreiber der Website www.netmanners.com)

c) oder "He's just not that into you", sprich: ihr seid der Person einfach nicht wichtig genug.

Seit einem Jahr, also dem Artikel in der New York Times, beobachtet JanaBlog das Geschehen und befragt dazu einfach - jeden. Das interessanteste Ergebnis: die in der Businesswelt erfolgreichsten und am meisten Beschäftigten antworten trotz Hektik schneller und zuverlässiger als andere (dabei wohltuend effizient, nämlich: kurz)

Jetzt: Ist man ein Typ?

Ist man entweder derjenige, der ins Nichts schreibt oder derjenige, der häufiger mal nicht antwortet?
Oder mal so mal so?

Dann: Wie reagieren?

Angenommen, euer Freund hat ein Treffen am Wochenende vorgeschlagen, ihr schickt einen Zeitvorschlag, und hört dann nicht mehr von ihm:

Blockt ihr die angebotenen Termine? Und wenn ja, wie lange?

Fasst ihr nach? "Hallo, ist meine Mail zufällig in Spam gelandet ...?"

Oder wollt ihr eher einschnappen und sich nicht mehr melden?

Oder wechselt ihr nach solchen Erfahrungen zur "dunklen Seite" und antwortet eurerseits auch nicht mehr?

Fest steht: die meisten, mit denen JanaBlog sprach, (bis auf die bekennenden Nicht-Antworter) beschäftigen die nicht beantworteten Mails und Sms über längere Zeit. Denn das menschliche Gehirn braucht "abgeschlossene Erlebnisse", es will immer wissen, "wie die Geschichte ausgegangen ist".
Und viele empfanden das Nicht-Antworten als zumindest unhöflich, bis hin zur Kränkung. Spannend dabei: dies war unabhängig vom Alter: selbst so manche sehr junge Studenten fassen rigoros nach, wenn sie online ignoriert werden, per Telefon!

Lösungen? Warum nicht -

einfach einen Smiley denjenigen schicken, die einem etwas Nützliches geschickt haben (geschäftlich: "Danke!").

Und für diejenigen, denen man wirklich nicht antworten mag/keine Zeit/Lust hat sie zu treffen etc. einen Standardsatz schicken (copy paste!):
"Entschuldigung, ich gehe gerade vor lauter Arbeit unter, ich melde mich demnächst zurück."

Immerhin eine Antwort, und der Mailende kann wenigstens sicher sein, dass die Mail oder Sms angekommen ist, kein Zweifel muss nagen. Und ein weiteres Schweigen ist ja auch eine Antwort…

Und sonst? Vielleicht fleißig dieses Büchlein verschenken ("Über den Umgang mit E-Mails, Die Scholz & Friends E-Mail-Etikette").

Für das Verhalten in Netzwerken gilt übrigens ähnliches, und auch dazu gibt es gute Ratschläge ("Beantworten Sie Nachrichten und Kommentare (in Facebook etc, Anmkg. JanaBlog) zeitnah. Niemand redet gerne mit der Wand", in einem weiteren Buch:
"Behave! Stilsicher in sozialen Netzwerken" von Franziska von Malaisé).


Wie seht ihr das?









* schon vor einem Jahr, Henry Alford: "Is Anyone There?":


Auch in anderen Fällen wünscht sich das Gehirn abgeschlossene Geschichten:
http://janablog1.blogspot.de/2012/07/wichtig-ende-der-geschichte.html


Kontaktiere JanaBlog persönlich! – Einfach per Mail: JanaBloginfo@googlemail.com