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Donnerstag, 9. Juli 2015

Sommer-Socken, männlich.








Foto:
Sartorialist





Socken oder nicht Socken, das ist diesmal für die Herren die Frage!

Die meisten Männer beginnen ja gerade erst sich an den Gedanken zu gewöhnen, dass sie auf Socken verzichten können/sollen 
(und sich endlich genauso wie die Damen die nackten Füße an heißen Sommertagen wund scheuern dürfen (oder komplizierte Söckchen zu passenden Schuhe einkaufen (die man natürlich nie sehen darf))).

Egal ob zum Anzug, sehr schick, wie im ersten Bild, oder besonders stylisch:








Foto:
Acielle Tambetova for the New York Times


























Wer es super cool/kühl haben will tut das Gleiche natürlich auch in schweren Schuhen im Winter:
  

Foto:
Sartorialist

Aber Achtung, nun kommt schon die Gegenbewegung: Nachdem die neue Mode schon im letzten Jahr in New York gesichtet wurde, kam auch in Europa auf den jüngsten Fashion Weeks 2015 für Männer die an sich früher ungeliebte
 "Socke in der Sandale" wieder!

Jetzt meine lieben Sixty-Somethings mit alten Sandalen: Ihr braucht euch mit euren Tennissocken zu Sport-Sandalen nicht bestätigt zu fühlen! Frauen werden sie bestimmt immer noch nicht gut finden! 

Denn 
die neuen Socken müssen natürlich genau 

in den angesagten richtigen Sandalen stecken und 
einfarbig und 
zurückhaltend und 
hochwertig sein und 
zum auch ansonsten coolen Outfit passen!! 
Sobald man sieht, dass sie nur aus Bequemlichkeit zu Latsch-Sandalen gewählt wurden, ist es aus, Pardon: out!


JanaBlog-Frage:

Jungs, Mädels, meine Herren, meine Damen, wie findet ihr das? Welche Variante bevorzugt ihr?


JanaBlog sagt: allenfalls geht diese Variante:


Foto:
Acielle Tambetova for the New York Times

Denn erinnern euch Fälle wie der folgende nicht trotz all des restlichen modischen Outfits doch allzu sehr an die Uralt-zu-verurteilenden-Socken-in-Sandalen?:


Foto:
Acielle Tambetova for the New York Times


Und überhaupt: Warum drücken sich die Herren immer noch um die Variante "nackter Fuß in Sandalen" mit der dann bestimmt bald unweigerlich auftretenden unbequemen Frage: Zehennägel lackieren oder nicht lackieren? Oder jedenfalls: wie pflegen?

Diese Frage wird wohl beim heutigen Mode- und Männer-Beauty-Tempo schätzungsweise erst in einem Jahr auf uns zukommen, oder später. Der Herr, der sich diese Frage sogar im Winter gestellt hat, bleibt jedenfalls für den Moment Gottseidank noch ein Einzelfall:


Foto:
Sartorialist
























Ähnliches von JanaBlog:






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Donnerstag, 2. Juli 2015

Smartwatch, persönlich.






So sieht die Smartwatch nicht aus,
wäre aber konsequent... Gut ausgedacht

 von Undercover, Spring 2014
Foto: Marcus Tondo/Indigitalimages.com
JanaBlog-Entscheidungshilfe:

Werdet ihr mit einer Smartwatch am Handgelenk herumlaufen? 

JanaBlog vorerst nicht (mehr).

Und dabei dachte sie – trotz des kritischen JanaBlog-Posts von 2013 „Smartwatch-Stylewatch“ *
 – inzwischen von der großen Apple-Versuchung verführt, sie wäre wirklich der ideale Kandidat!

Und einiges ist anders als JanaBlog befürchtete:

Nicht schlimm ist ...:

- ...dass man auf einem MiniBildschirm mini-tippen müsste: 
Tut man einfach nicht. Es wäre so unbequem, dass Apple einem sogar das Eintippen des Codes erspart: Man kann die Uhr auch übers iPhone sogar per Fingerabdruck entsperren.

- Auch der nicht schmückende weil toter schwarzer Bildschirm am Handgelenk macht nichts: 
Mit der Zeit wird selbst Apple einen Akku erfinden, der länger hält, und dann kann man sein Ziffernblatt bestimmt unendlich gestalten.

- Dass man dazu keine Tattoos am Arm tragen kann** oder Armbänder die Watch zerkratzen würden, egal. Trägt man den eben am anderen Arm. In Zukunft mit einer robusteren Smartwatch wird es sicher gehen, wie jetzt auch schon mit den Fitness- & Co-Bändchen.

Wenn all die elektronischen
 Bändchen so robust werden
 wie die Fitness-Bändchen von heute,
 können wir dazu sogar
besonders viel Schmuck tragen!
Vogue US,
Foto: Sebastian Mader
- Dass Männer nicht mit teuren Uhren angeben können weil ihr Handgelenk von der Smartwatch besetzt ist: müssen sie eben flexibel bleiben und geschmeidig je nach Situation Uhren wechseln, wie Frauen Schmuck.

Das alles ist im grünen Bereich, jedoch:

Die Smartwatch ist nicht - wie ein Smartphone- für jeden geeignet.

JanaBlog ist entweder (vorerst) altmodisch, oder
gehört doch nicht zur Zielgruppe.

Die Smartwatch ist gut für Leute, die 

- viele Anrufe und Simse, Whatsapps and whatnot bekommen und sie sofort sehen wollen. 

- Diejenigen, die (zum Beispiel mit Kindern) dauernd volle Hände haben oder sonstig wirklich nicht ein Handy auf dem Schreibtisch liegen lassen oder hervorholen können.

Voraussetzung:

Sie müssen Vieles sehr öffentlich machen wollen:

Telefonieren geht ja nur laut gestellt, also können auch alle Umstehenden dem Anruf-Partner automatisch zuhören. Finden sicher nicht alle Gesprächspartner toll. (http://janablog1.blogspot.de/2015/06/privatsphare-offentlich.html)

Siri Anweisungen geben, also sich laut Notizen machen.
Nicht jedermanns Sache. JanaBlog jedenfalls notiert sich häufig entweder sehr Kryptisches oder Ideen, die Fremde nichts angehen.
Und das Notieren tut sie sehr gern per Siri, aber eben ohne Umstehende, und dafür kann sie auch schon bequem das Handy vor sich hinlegen.

Weiter vorteilhaft:
Ein Mann sein oder dicke Handgelenke haben - damit man nicht mit dem noch kleineren Bildschirm der Damenuhr auskommen muss.

JanaBlog jedenfalls erwartete trotzdem ganz konkret für sich Gutes:

Toll!
Todolisten überall zugänglich haben! - NÖ.
Bisher jedenfalls überschreitet das anscheinend die Smartwatch-Möglichkeiten. Nach gefühlt nur drei To-do-Punkten kommt diese Anzeige:





Herrlich: 
Sich eine Einkaufsliste zumindest einfach mailen/ entsprechende App haben und dann nicht tausendmal im Supermarkt Handy zücken müssen um nachzusehen. - JA!

Sofort Sms und Whatsapps sehen, besonders wenn man auf eine wartet - JA!
(Allerdings muss man schon aufpassen, sooo doll vibriert es auch nicht. - Und ehrlich gesagt ließ JanaBlog die Watch am Wochenende teils weg, weil ihr eine Zeit offline und ohne SOFORT von jeder Nachricht zu wissen wichtig ist.)

Dann für JanaBlog als "Wecker"- Fan sehr wichtig:
Jeden Alarm sehr schnell abwürgen können ohne das Handy hervorzukramen, und dadurch die Umgebung weniger stören. - Leider nur theoretisch herrlich, denn...

Nervig: 

Die AppleWatch ist nicht zuverlässig.
Mal geht der Alarm in denselben Räumen und Entfernungen auf dem iPhone los, mal auf der Watch, mal auf beiden oder gar nirgends weil sie sich gegenseitig blockieren. 

Genauso wie das Ziffernblatt, das ja nur anspringt wenn man das Handgelenk zu sich kippt: nicht zuverlässig. 

Und damit eben kein süchtig machendes Spielzeug, sondern
etliche Male am Tag ein subtiler Nerven-Zupfer, ein Mini-Launen-Kipper.


Drum prüfe wer sich ewig bindet, ob es passt. 

JanaBlog und die Smartwatch gehen nun getrennte Wege. 

Und sind nicht allein damit:


Hier (und in den jeweiligen Kommentaren) kommen aber auch echte Fans zu Wort:


JanaBlog wartet nun auf

Smart-Klamotten - etwa mit automatischer Wärmeregelung (http://janablog1.blogspot.de/2014/05/zu-kuhl-fur-cool.html).

Und gerne einen als Smart-Schmuck getarnten Knopf im Ohr zum Telefonieren, wie in FBI-TV-Serien, robuster und unkomplizierter als Jawbone.

Und jede Menge Überraschungen, bitte!

Hier schon mal eine weitere JanaBlog-Wunschliste:








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Freitag, 13. Februar 2015

Bleibt ihr weg?







Sagt ihr Termine ab, weil ihr Schnupfen habt?
Cancelt Partybesuche, weil ihr ansteckend sein könntet?
Wisst ihr, was da akzeptabel ist?
Umarmt ihr noch jemanden?
Sind wir jetzt alle Helden?

Bei Grippeviren, Erkältungen und Magendarmgrippen ändert sich nun die Etikette.

Während wir früher unbekümmert Ansteckung riskierten, um nicht unhöflich zu erscheinen, kommt ein neues Phänomen auf: 

Wir weichen Begegnungen aus und schlagen Haken bei Begrüßungen, Handschlag und Umarmungen "rücksichtsvoll" vermeidend.

Aber einfach ist die neue Viren-Etikette nicht, denn:

- Ist es gut, laufend ein Hände-Desinfektionsmittel anzuwenden?
JanaBlogs Ärztin meint: Nein, es hat den gegenteiligen Effekt, dass die Abwehrfunktion der Haut der Hände dadurch so zerstört wird, dass eine Ansteckung eher wahrscheinlicher wird.

- Händeschütteln mit/Umarmen von fremden Kindern ablehnen - vermutlich vernünftig bei all den Krankheitswellen in Kindergärten & Co? Aber: Ist dies bereits allgemein akzeptiert? Oder sind (die Kinder und erst recht:) die Eltern dann beleidigt? Muss man seine Distanziertheit jedes Mal ausdrücklich erklären?

- Das Servieren von Essen aus gemeinsamen Schüsseln - bis hin zum Brot, streng genommen - mit Gästen unterlassen? Ja oder nein? 

- Sich beschweren wenn ein Verkäufer niest und anschließend die Ware anreicht? Annahme verweigern? Übertrieben?

Denn man kann es durchaus übertreiben - 

wie der Gastgeber, der sich so vor Keimen fürchtete, dass er bei einer Weihnachtsfeier alle zwang sich nur mit einem Ellbogen-Stupser zu begrüßen.*

Und man kann die neue Viren-Etikette auch anderweitig nutzen:

Als Ausrede für Playdates oder Parties auf die man ohnehin aus anderen Gründen keine Lust hat. 

Und 
diejenigen, die

die neue Mode der Umarmungen ohnehin nicht mögen
(ja, habt ihr es nicht bemerkt? Neuerdings umarmen sich ALLE! Auch Männer natürlich und selbst Staatschefs! Dauernd! **)

benutzen nun (drohende) Infektionen als Ausrede, Umarmungen und Handschlag nicht mitmachen zu müssen.***

Und einen großen

Nachteil hat die uns zeitweise voneinander distanzierende Viren-Etikette durchaus:

Bannmeilen-Regelungen funktionieren tatsächlich. Unter Partnern, Geschwistern, Freunden und Kollegen. Nicht-Berühren als Vorsichtsmaßnahme, viel weniger von uns werden krank.
Die eigenen Kinder wird man (hoffentlich) immer umarmen, den Eltern muss die Ansteckungsgefahr egal sein (tragischerweise obwohl gerade sie besonders fit gebraucht werden). 
Aber alle anderen bringen neuerdings ein echtes Opfer: 
Bei einer herzlichen Umarmung, jeder Berührung gar wird im Körper das Hormon Oxytocin ausgeschüttet. Das ist nicht nur als Bindungs-Hormon bekannt, sondern es fördert - wie schlicht jegliche menschliche Zuwendung - den Genesungsprozess, oder gar das Immunsystem schon vor einer Ansteckung.****

Achtung:
Auf all das gesunde Oxytocin müssen wir mit unserer Viren-Etikette nun ausgerechnet dann verzichten, wenn wir es am meisten brauchen!!

Allmählich werden wir also jetzt "Opfer/Pardon 
Helden der Rücksichtnahme".....

… oder? Wie macht ihr das eigentlich?




Wirklich nützliche Hinweise, wie man sich am wirkungsvollsten vor Ansteckung schützt (zu finden am Ende des Texts) :



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Freitag, 18. Juli 2014

Deutschland von außen.







Fühlt ihr Deutschen euch verstanden?

Würdet ihr gerne etwas hinzufügen oder berichtigen?

Obwohl Deutschland die Fußball-Weltmeisterschaft gewonnen hat, und wirtschaftlich vergleichsweise gut da steht, neiden es ihm die wenigsten und haben ein immer besseres Bild von dem Land. Noch erstaunlicher: Fast niemand behauptet ernsthaft, dass die Deutschen in ihrer Mega-Freude über die Weltmeisterschaft zugleich ihre Welt-Macht-Klassenbester-Position bejubelt hätten.*

Denn das ist wahrer Luxus: Den Deutschen scheint es so gut zu gehen, dass sie sich solche Gedanken im Zusammenhang mit der Weltmeisterschaft einfach nicht machen. Danke, ja, wir sind dankbar, es geht uns sehr gut, und es ist so, wie es sein sollte: es geht nur um das Spiel Fußball (das allerdings als verbindendes Element für das ganze Land auch außerhalb einer Weltmeisterschaft sehr wichtig ist).

Zugleich ist es selten und interessant, mal mit zu bekommen, wie man von außen gesehen wird. JanaBlog zum Beispiel vernahm erstaunt bei einer TV-Straßen-Umfrage in Brasilien, dass dort Deutschland als eine Art (wörtlich aus dem Beitrag von einem der Befragten!) „Bruderland“ gesehen wird. Hättet ihr das gewusst?

Da ist es ganz nützlich, am anderen Ende der Welt mal in einer Ausstellung zufällig zu sehen, wie Deutschland von außen dargestellt werden kann. So geschehen für JanaBlog in Japan, bereits im 2012**: 




Dies ist interessanterweise NICHT Neuschwanstein! Da hat sich nun Baden-Württemberg gegen Bayern durchgesetzt!(Und nein, liebe JanaBlog-Leser außerhalb Deutschlands, dieses Schloss kennt in Deutschland nicht jedes Kind!(Dafür Neuschwanstein))

Dass ein bestimmtes Reinigungsmittel als Deutschland-Symbol so wichtig sein könnte, wäre JanaBlog bis dahin nicht in den Sinn gekommen:









Dieser BMW allerdings war voraussehbarer (und ja: am Steuer sitzt ein Steiff-Teddybär und ja: die Ausstellung fand sehr hoch über der Skyline von Tokio statt):





Oder hätte da aus eurer Sicht eher ein Mercedes, oder noch besser: ein Audi stehen sollen?

Zum Fußball fand JanaBlog dort nichts. Aber das Essen, das beim angrenzenden „Oktoberfest“ angeboten bekam, war schon relativ korrekt.
Jetzt wer findet den Fehler im Bild am schnellsten?



(Für JanaBlog-Leser außerhalb Deutschlands: ja, es sind die Muscheln! Die essen wir wirklich eher selten (was wiederum Japaner erstaunen dürfte. Und Belgier.)

JanaBlogs Lieblings-Exportartikel im Augenblick allerdings ist dies:


Foto: Getty Images

Es ist die deutsche Kanzlerin Angela Merkel und der deutsche Bundespräsident Joachim Gauck, beim Umarmen der deutschen Spieler nach Gewinn der Fußball Weltmeisterschaft 2014.

Warum?

Nicht nur wegen des Pokals! Sondern weil dieses Foto das Bild der Deutschen als emotionslos oder gar dauer-streng ein wenig ändern kann!


Und natürlich abschließend die JanaBlog-Frage:

Welches Deutschland-Export-Foto fehlt eurer Meinung nach?







**eine Ausstellung anlässlich „110 Jahren Steiff Teddybären“


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Donnerstag, 6. März 2014

Stand up Comedy, in echt.

(Aus der Reihe: Unsere Nachrichten)




Achmed the Dead Terrorist
ist Vorläufer der realen Nachrichten
und guckt auch schon entsprechend skeptisch
Bild von theblaze.com




Online Surfen ist ja nicht mehr so angesagt, dennoch bot einem schon eine schlichte

"Most-emailed-Liste" der New York Times Anfang Februar 2014 einen spontanen Leckerbissen:










1. Ein Selbsmordattentats-Bomben-Einsatz-Lehrer hat in einem Terroristen-Ausbildungs-Camp im Irak irrtümlich beim Unterricht sich selbst und seine ganze Klasse - seine 21 Schüler - in die Luft gejagt.
Es ist beinahe als ob er den legendären Comedy-Auftritt von Achmed the Dead Terrorist (Achmed der Tote Terrorist) von Jeff Dunham nachspielen wollte!!!
(Wer den legendären Auftritt noch nicht kennen sollte, das ist ein MUSS!:
http://dai.ly/x8o7of
http://youtu.be/_INO1NICd9c)

2. Wissenschaftler hoffen den genetischen Code von Richard III. sequenzieren/analysieren zu können.
http://www.nytimes.com/2014/02/13/world/europe/scientists-to-try-to-sequence-richard-iiis-genetic-code.html?src=me
Man denkt erst mal: Warum um Gottes Willen? Aber es ist sehr selten, dass man die Überreste einer bekannten Persönlichkeit, geschweige denn eines englischen Königs tatsächlich so gut untersuchen kann...

3. Japanischer Komponist sagt dass sein Hörverlust teilweise vorgetäuscht ist.
Der Komponist mit dem immerhin leicht zu merkenden Namen Mamoru Samuragochi* dürfte vielleicht manchen unbekannt sein, wurde aber als taubes Genie gefeiert und von einigen Kritikern sogar mit Beethoven verglichen.
Nachdem er bereits früher zugeben musste, dass einige seiner Meisterwerke von einem Ghostwriter komponiert wurden, musste er jetzt gestehen, dass er bereits mindestens seit drei Jahren sein Gehör partiell wiedererlangt hat....
http://www.nytimes.com/2014/02/12/world/asia/japanese-composer-says-his-hearing-loss-is-partly-faked.html?src=me

Jetzt müssen wir aber in Deutschland nicht etwa zurückstehen mit unglaublichen Nachrichten aus aller Welt.
Die FAZ berichtet in ihrem Artikel

"Exorzismus ist wieder in Mode" von Jörg Bremer

davon, wie vor allem in Südeuropa immer mehr Geistliche der katholischen Kirche in der Kunst der Teufelsaustreibung AUSGEBILDET werden!!!
Jetzt Achtung, nicht etwa in irgendwelchen versteckten sizilianischen Dörfern, sondern unter anderem in Mailand und Madrid.
Am besten selber lesen, aber hier schon mal
eine Kostprobe, zum Genießen:

"Pater Barrajón, der an der römischen Jesuiten-Universität Gregoriana promoviert wurde, bestätigt den Zuwachs an Schülern. Das geschehe aber vor allem, um Scharlatanen das Handwerk zu legen.
Eigentlich sollte jeder Geistliche im Auftrage seines Bischofs Teufel austreiben können, sagt Pater Pedro.(Hervorhebung JanaBlog) Tatsächlich aber müsse man den Satan erst erkennen lernen."
http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/geistliche-als-teufelsaustreiber-exorzismus-ist-wieder-in-mode-12816920.html


Und ja, keiner dieser Artikel ist an einem 1. April als Aprilscherz erschienen!





* Verzeihung, aber für den des Japanischen Unkundigen ist es endlich leicht: Samuragochi: Der Anfang eines Samurai und das Ende eines Tamagochi!! (Pun not intended but welcome!)


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Mittwoch, 17. April 2013

Lösung für alles: Wörter für Babies!






Babies möglichst viel erzählen, das ist die Lösung gegen Benachteiligung sozial schwacher Kinder!

Ungleiche Chancen für Kinder aus verschiedenen sozialen Schichten, das ist schmerzlich. Nicht nur unfair, sondern - für diejenigen, die mehr auf Zahlen stehen - weil das Potential einer Gesellschaft zum Teil brach liegt (denn die "Elite-Kinder" reißen es nicht immer raus!)

Und den einen Hebel zu finden, mit dem man die Kinder in Schulen aufschließen lässt, den suchen wir schon länger.

Wir wissen ja - wenn auch widerstrebend - bereits, dass nicht die Schule, sondern die Kindes-Förderung in den ersten drei Lebensjahren die wichtigste Phase sein dürfte.
Seit 1995 laufende Forschungen* scheinen zu ergeben:

DER Hebel gegen Benachteiligung ist ganz allein** die schiere Anzahl der Wörter, die Eltern, Nannies und andere Fürsorgende zu einem Baby im ersten Jahr beziehungsweise in den ersten drei Jahren sagen***.

Bereits an ihrem ersten Geburtstag sind nämlich die meisten armen Kinder hinter Mittelschicht-Kinder zurückgefallen - in ihrem Potential zu sprechen, zu verstehen und zu lernen. Laut der Untersuchung von Hard und Risley haben Kinder aus Sozialhilfeempfänger-Familien 600 Wörter pro Stunde gehört, während Akademiker-Babies mehr als dreimal soviel, nämlich 2100 Wörter im selben Zeitraum wahrgenommen haben. Mit 3 Jahren hat also ein armes Kind 30 Millionen weniger Wörter gehört als ein Akademiker-Dreijähriger!


Folgen?

Knallhart für die Benachteiligten:
Je mehr Wörter gehört, desto höher der IQ und desto besser schnitten die Kinder in der Schule ab.
(Andererseits tröstlich/kein Scherz: die ersten Kinder entsprechend geförderter Programme für benachteiligte Kinder fanden sich (auch gegenseitig) bereits auf Harvard wieder****)


Ist es wichtig, was und wie man zum Baby spricht?
Vielleicht ergeben das weitere Untersuchungen. Im Augenblick scheint es, dass einfach die Anzahl ausreicht. Also weiter so mit "Dies ist eine Zentral-Heizung, die sieht ein bisschen wie ein Zebra aus, das gibt es in Afrika und....schaaaau, jetzt setzen wir uns hin und....."

Warum ihr noch nichts von diesen Erkenntnissen gehört habt?
Weil es bisher technisch praktisch unmöglich und unbezahlbar war, die gesprochenen Wörter aufzunehmen und zu analysieren. Das ist erst jetzt durchführbar.

Warum Akademiker mehr mit ihren Babies sprechen?
Genau weiß man das nicht. Jedenfalls scheint das Reden kein instinktives Verhalten zu sein. Man spekuliert, dass die ärmeren Familien einfach nicht hinreichend informiert sind darüber, dass es wichtig ist. 

(Und auch Akademiker-Eltern wissen noch nicht alles. Wenn JanaBlog beispielsweise Akademiker-Schwangere fragt, wie viel sie mit ihren ungeborenen Babies reden, erntet sie immer noch meist Unverständnis. Denn wie wichtig der (auch verbale) aktive Kontakt in der Schwangerschaft für Kindes-Entwicklung ist, das muss sich noch herumsprechen.)



Jetzt JanaBlog-Frage:

Welchen Einfluss werden unsere Smartphones haben?
Immerhin sieht man heute Eltern egal welcher sozialen Schicht zwar mit ihren Kindern unterwegs, aber immer mit Smartphone in der Hand. Und da sprechen sie meist nicht zum Baby, sondern höchstens zu Freunden, und das hört das Baby nicht mal mit, denn es geschieht meist still: per Sms.

Immerhin beichtete sogar einer der wichtigsten Schriftsteller, Jonathan Safran Foer, dass er das Smartphone selbst während des Badens seiner kleinen Kinder nicht aus der Hand legt!*****


Wird das nun die Benachteiligung der ärmeren Kinder ausgleichen?

Und andererseits:

Werden die heutigen Babies dadurch insgesamt dümmer, dass sie nicht die höchstmögliche Wort-Dosis abbekommen, weil wir alle in die Smartphones gucken?



Genug Stoff für weitere Forschung also.
In der Zwischenzeit können wir uns aber auf jeden Fall sicher sein: 

Möglichst viel aufs Baby einreden ist immer gut, und nach heutigem Forschungsstand darf es auch ruhig noch ganz viel Unsinn sein!












* Betty Hard und Todd R. Risley, University of Kansas, Buch: "Meaningful Differences in the Everyday Experience of Young American Children.
Mehr dazu: http://nyti.ms/10TVKzi
** Natürlich gibt es auch andere Stimmen, die auch andere Faktoren daneben sehen.
*** Und nein, sie vor den Fernseher zu setzen half (leider) nicht, sondern soll sogar nachteilig gewesen zu sein.
**** http://nyti.ms/10TVKzi, zum Beispiel der Bürgermeister von Providence, Angel Taveras, der jetzt ein großes Programm zu diesem Thema startet. 
***** Zitiert in New York Times von 23.3.2012, "A Smartphone Future? But Not Yet" von Teddy Wayne. Dazu: http://janablog1.blogspot.de/2012/04/smartphone-kamikaze-noch.html






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